Hochwasser 2018, Teil 2: Die Sache mit der Decke

Als ich heute Morgen in den Keller kam, lief die Mosel schon in diesen. Das Hochwasser war stärker gestiegen als prognostiziert. Die Hochwasserwarnungen heute Morgen gingen von einem weiteren Steigen der Mosel aus. Ein Ende war nicht absehbar.

Wichtigstes Arbeitsmaterial, und auch sofort eingesetzt, war daher heute Morgen eine alte Decke und ein Hochdruckfass. Die Decke wurde exakt (!) viermal gefaltet und auf den Schacht, aus dem über die Regenwasserkanalisation die Mosel in den Keller strömte, gelegt. Dann kam die Schachtabdeckung auf die Decke, die mit dem Drucktank beschwert wurde. Und dicht war das Ganze. Die Mosel war vorerst ausgesperrt.

In aller Ruhe wurde dann mit dem Sichern des Weinkellers begonnen. Da das Hochwasser nicht allzu hoch kommen würde, wurde nur das kleine Programm durchgeführt: Weinpumpe, Kleckerkram, der auf dem Kellerboden stand und einige Paletten mit Spezialtanks wurden eine Etage höher gebracht.

Zwischendurch immer wieder der Blick ins Internet mit den aktuellen Hochwasserprognosen. Heute Mittag dann schon darüber nachgedacht, dass der Keller doch noch geflutet werden müsste. Also das ganz große Programm des Weinkellers aufräumen. Ab dem späten Vormittag dann die Entwarnung. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, fällt die Mosel wieder. Laut aktueller Prognose soll in 24 Stunden unser Kellerfußboden wieder oberhalb der Wasserlinie unseres Flusses sein.

Nur einmal kurz ärgern, mehr war dieses Mal nicht. Wir konnten noch nicht einmal einen Strich zu den bisherigen Hochwassermarken im Treppenhaus ziehen.

Das bisher „angenehmste“ Moselhochwasser!

Hochwasser 2018: Hoch und runter

Die Regenfälle der letzten Tage im Einzugsgebiet der Mosel, haben unser ansonsten friedliches Flüsschen in den letzten Tagen stark anschwellen lassen. Mal hoch, mal runter mit dem Wasserstand. Heute Morgen war der Moselpegel wieder sehr hoch und beim Runtergehen hinterließ der Fluss einiges an Treibgut direkt in der Hofeinfahrt.

Ab Morgen wird es spannend! Am Nachmittag soll lt. Vorhersage des Hochwasserzentrums in Trier, der Wasserstand der Mosel in gleicher Höhe wie unser Kellerfußboden sein, mit der Tendenz noch weiter zu steigen.

Wir hatten sie seit sieben Jahren nicht mehr zu Gast in unserem Weinkeller. Ich berichtete hier. Wir haben sie schon fast vermisst, aber man kann auch darauf verzichten.

Wir werden ab morgen früh die ersten Vorbereitungen treffen, um den Keller hochwassersicher zu machen.

tres chic

2017-12-14 altes VerkauflagerDer letzte Arbeitstag im alten, viel zu kleinen Verkaufslager, hatte es wieder in sich gehabt. Kein vor- und zurückkommen, obwohl einige Paletten auf dem Hof standen, damit im Lager Platz zum arbeiten blieb. 2017-12-14 Raum1 bezugsfertigAm kommenden Montag werden wir umziehen! So richtig tres chic ist das Verkaufslager in unserem neuen Betriebsgebäude geworden. Nur noch die Malerarbeiten sind zu erledigen. Die restlichen Lagerräume werden voraussichtlich im Januar fertiggestellt.

Morgen, Samstag, den 16. Dezember, findet in diesem Raum die von uns alljährlich veranstaltete Bio-Glühwei(h)n-Nacht statt. Sozusagen eine kleine Einweihungsparty.

Wer kommen möchte, ist herzlichst eingeladen.

Seltenheitswert

2017-11-10 Verputzer im Neuen Weinlager

Da Handwerker mittlerweile Seltenheitswert haben, war es in den letzten Monaten etwas schwierig mit dem Baufortschritt in unserem neuen Betriebsgebäude.  Es ging nur langsam auf der Baustelle voran. Mittlerweile sieht es anders aus.

Der Dachdecker hat eine schicke Dachbegrünung auf der neuen Betondecke angelegt, der Wasserinstallateur und der Elektriker waren auch schon aktiv. Der Innenputz ist größtenteils auch schon aufgebracht. Nächste Woche wird in dem für mich wichtigsten Raum der Boden saniert und die Tore sollen auch in zwei Wochen eingebaut sein.

Dann ist hoffentlich der erste der drei neuen Lagerräume bezugsfertig. Dass die Deckenverkleidung noch nicht fertig und kein Strom da ist, stört mich weniger. Verlängerungskabel habe ich genug, um den Strom über den Hof ins neue Gebäude zu legen.

Lehrlingsprojekt

2017-10-10 Versuchsreihe Azubi

Ich weiß, warum ich meinen Wein so mache, wie er ist. Damit der Azubi das auch versteht und das theoretische Lernen nicht immer das gelbe vom Ei ist, ist Learning by Doing angesagt. So hat er nun sein eigenes Lehrlingsprojekt im Weinkeller stehen.

In Weinflaschen werden verschiedene Varianten an Rieslingmosten vinifiziert. Mangels passenden Gärverschlüssen muß ein einfaches Leinenläppchen reichen, damit die leider vorhandenen Fliegen nicht im gärenden Saft landen.

Als Spielarten sind u. a. dabei: Wir machen gar nix am frisch gekeltertem Saft bis hin zum fast gänzlichem entfernen der Trubstoffe, entschleimen genannt, das ganze noch in verschiedenen Spielarten, bzw. Klärgraden. Dazu noch Varianten als Reingärung – also eine ausschließliche Vergärung mit der echten Weinhefe – und mal gucken welche Mikroben denn sonst noch den Fruchtzucker verwerten können. Auch sind Gäransätze von Trauben dabei, die unser Ernteteam als vergammelt und verdorben auf den Boden geworfen hat.

Nächste Woche werden die Versuchsansätze erstmalig probiert und der Azubi hat hoffentlich ein Lernerfolgserlebnis.

Weinernte 2017: Der aufwendigere Teil

2011-09-06 Wasserwechsel Holzfaß Weingut Steffens-Keß

Der aufwendigere Teil der Weinerntevorbereitungen, die Holzfassreinigung, ist fast abgeschlossen.

Das die Holzfässer konservierende Wasser muss abgelassen werden. Dann erfolgt die Innenreinigung mit dem Orbitalreiniger. Anstatt mit Chemie wird dann das Holzfass vorsichtig mit Heißdampf behandelt und wiederum mit dem Orbitalreiniger gespült. Daraufhin erfolgt die Reinigung der Außenseite und des Fasslagers. Die ideale Arbeit für den Azubi, aber wie immer, wenn er gebraucht wird und was lernen könnte: Berufsschule…

Jetzt muss das Holz noch abtrocknen und dann kann das Öl zur Pflege der Fassaußenseite aufgetragen werden.

Baufortschritt

2017-08-16 betonieren neue Halle

Der Teilabriss des neuen Betriebsgebäudes ist schon seit geraumer Zeit erledigt. Der Wiederaufbau wurde heute mit dem Gießen der Betondecke abgeschlossen. Jetzt nur noch die Dachdecker, die Verputzer, Estrichleger, und und und….

Könnte für meine Gefühle schneller gehen, aber leider sind gute Handwerker ein rares Gut und nicht immer zeitgerecht verfügbar. Aber egal wie schnell der Baufortschritt weiter geht, zur Weinernte werden die Räume – gegebenenfalls mit Baustellenatmosphäre – als Flaschenlager genutzt, damit wir endlich im alten Trockenlager genügend Platz für die Weinpresse haben.

Wir freuen uns schon auf die neuen Räumlichkeiten. 🙂

Augenmaß

2017-05-31 Bagger

Bei der Vorbesichtigung unserer Baustelle nahm der Bauunternehmer perfekt Augenmaß und schickte den großen Bagger für die Abrissarbeiten an unserem neuen Betriebsgebäude.  Millimeterarbeit war für den Baggerfahrer angesagt, aber es klappte.2017-05-31 AbrissarbeitenDer Abriss des Gebäudeteiles ist mittlerweile erledigt und der Wiederaufbau als Wein- und Maschinenlager kann beginnen.

Weinernte 2016: Wieder eins weniger

2016-09-20-fass

Die Vorbereitungen für die kommende Weinernte sind in vollem Gange. Während die Kollegen Bernhard Fiedler vom Neusiedler See und Armin Kobler in Südtirol schon fleißig am Ernten sind, haben wir gerade die Grundreinigung des Weinkellers hinter uns.

Heute dann die erste Verlustmeldung: Wieder eins weniger, eines unserer alten Holzfässer. Nicht ganz so tragisch, schon mein Vater wollte es vor Jahrzehnten außer Betrieb nehmen. Mit unermüdlicher Pflege hat es in unserem Weinkeller jedoch bis heute überdauert.

Eine Kleinigkeit im Vergleich zu 2012, als zuerst ein klassisches Moselweinfaß den Geist aufgab und einen Tag später der Alptraum eines jeden Winzers wahr wurde und ein 3000l großes Holzfaß entsorgt werden musste.

Und da das Eichenholz zu schade zum Verbrennen ist, soll daraus ein schicker Weinflaschenständer hergestellt werden.

 

Darf ich vorstellen

2016-09-19-kenDarf ich vorstellen: Ken, unser neuer Azubi, der in den nächsten Jahren seine Ausbildung zum Winzer bei uns absolviert.

2016-09-15-ken

Die Keller- und Fassreinigung sind letzte Woche schnell gelernt worden. Eine Woche in der Berufsschule hat er auch schon unbeschadet überstanden.

Er ist sehr wissbegierig und wir vertragen und verstehen uns bestens. Auf eine gute Zusammenarbeit!