Hoffnung in den Zeiten der Dürre

2014-06-28 Regen

Der Transporter war sauber gewaschen, die Fenster am Haus auch und die Meteorologen hatten ausnahmsweise auch recht. Regen! Zwar nicht reichlich, aber immerhin soviel, das uns vorerst geholfen ist. Die für morgen geplante Bewässerung unserer zweijährigen Junganlage ist somit abgesagt und der Winzer ist seiner Sorgen enthoben, vorerst zumindest.

Aus kleinen Sorgen können große werden

 

2014-06-21 verdorrtes Gras

Aus kleinen Sorgen können große werden. Die zur Zeit herrschende Trockenheit macht sich zunehmend bemerkbar. Seit über sechs Wochen ist kein Regen gefallen. Das bisschen Regen, das Pfingsten gefallen war, war schneller verdunstet als von Himmel geregnet. Etliche Begrünungen sind, je nach Pflanzenart, schon komplett verdorrt, mindestens stark leidend.  …………..2014-06-21 Triebspitze

Den Reben kann man die Trockenheit, bis auf wenige Ausnahmen, noch nicht ansehen. Die Triebspitzen sind noch gekrümmt und die Pflanze ist von der Wasserversorgung her noch auf Wachstum eingestellt. ………………………………………..2014-06-21 TrockenstressIn jüngeren Weinbergen, in denen die Rebe noch nicht tief genug wurzelt und an Stellen, an denen der Fels hoch ansteht, bietet sich schon ein anderes Bild. Das Längenwachstum der Triebe hat sich verlangsamt bis zum Stillstand, die Triebspitze ist gestreckt. In den nächsten Tagen werden sich sicherlich die Blätter von der Sonne weg drehen, um weniger Wasser zu verdunsten.

Etliche nachgepflanzte junge Reben sind schon verdorrt.

Gut, dass in den letzten Tagen die Temperaturen nicht so hoch waren, denn sonst würde es anders aussehen. Es wird Zeit, das es ausgiebigst regnet, um eine mengenmäßig und qualitativ gute Ernte einzufahren.

optimal

 

2014-06-08 BlüteAlles läuft im Moment optimal. In den letzten Tagen wurden gemütlich bei kühlerem Wetter, ohne allzu viel zu schwitzen, die erste Runde bei den Laubarbeiten erledigt. Das jetzt heiße Sommerwetter hat die Rebblüte ungemein beschleunigt, das Längenwachstum auch. ………………………………………………..2014-06-08 Blütenkäppchen

Sobald das Blütenkäppchen  abgeworfen ist, erscheint der Fruchtknoten mit Narbe und die Staubgefäße. Und dann ist es auch schon passiert und die Bestäubung ist erfolgt. Da die Reben Selbstbestäuber sind, werden keine Insekten benötigt. Die Blütenkäppchen sind größtenteils abgeworfen und sammeln sich im obigen Bild auf einem Blatt unter dem Blütenstand.

Ich rechne mit einem guten Blühverlauf und sehr vielen bestäubten Fruchtknoten. Die frühe Blüte lässt auf eine qualitativ sehr gute Ernte hoffen.  In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen wieder sinken, und der dann anstehende zweite Durchgang bei den Laubarbeiten wird hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen erfolgen.

Jetzt noch etwas Regen, dann wäre es perfekt, aber leider kommen die Niederschläge in den Sommermonaten meistens als Gewitterregen zu Boden und ganz aktuell, soeben vor einigen Minuten schon wieder eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes:

„VORABINFORMATION UNWETTER
vor SCHWEREN GEWITTERN

für Kreis Bernkastel-Wittlich

gültig von: Montag, 09.06.2014 19:00 Uhr
bis: Dienstag, 10.06.2014 06:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am: Montag, 09.06.2014 18:05 Uhr

Von Frankreich ziehen heftige Gewitter auf. Dabei geht die
Hauptgefahr von Hagel mit Korngrößen von loakal um 4 cm aus. Auch
schwere Sturmböen, sowie heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen
um 30 mm sind möglich.“

Den Regen hätte ich gerne, aber nur die flüssige Form. Es wird spannend!

aufgefüllt

2011-05-30 Mosel

Die Mosel ist wieder aufgefüllt, die Weinbergsböden auch. In den letzten Tagen ist der lang herbeigesehnte Regen endlich gefallen. Es könnte zwar noch viel mehr sein, aber für den Augenblick sind wir zufrieden.

Man hat den Reben den Wassermangel schon etwas angesehen. Beginnende Gelbfärbung und die Streckung der Triebspitzen waren schon erste Anzeichen von Trockenstress.

so um die sieben Meter

Reichlich Regen gab es am vergangenen Pfingstwochenende. Binnen kürzester Zeit lief die Mosel über. Ein Hochwässerchen mit einem Pegelstand so um die sieben Meter. Das Moselvorgelände in Reil ist komplett überschwemmt. Ärgerlich für die Personenschifffahrt, die keine Fahrgäste aufnehmen kann, ärgerlich für die Kinder, deren Spielplatz abgesoffen ist und viel Arbeit für die Gemeindearbeiter, die nach dem Hochwasser wieder alles säubern müssen.

Heute wieder schwarz gefärbte Wolken über dem Moseltal. Der Regen blieb in diesen und lässt mich hoffen, dass ich morgen, ohne eine Rutschpartie hinlegen zu müssen, mit dem Kettenschlepper in unseren steilen Weinbergen fahren kann. Morgen noch trocken, das wäre ein Wunsch, das der Sommer endlich zum Sommer wird, der andere.