So früh wie noch nie…

Nachdem unser Azubi seine Lebensplanung geändert und uns vor etlichen Wochen verlassen hatte, war guter Rat zunächst teuer.

Meine studentischen Aushilfen Frederik und Valentin waren gleich zur Stelle und sagten ihre Hilfe zu. Dann hörte ich, dass ein ehemaliger Mitschüler meines vorigen Azubis Ken nur eine Teilzeitstelle hat. Seitdem ergänzt Timothy (oben im Bild) einige Tage im Monat mein „kleines“ Team.

Ex Azubi Ken (unten im Bild), der im Juli seine Prüfung zum Winzer bestanden hatte, musste auch seine Lebensplanungen ändern, als seine neue Arbeitsstelle in Australien buchstäblich abbrannte und unterstützt uns seitdem aushilfsweise.

Ein Dreamteam! Vier bestens ausgebildete junge Menschen. Hoch motiviert und rasend schnell.

So früh wie noch nie sind wir mit dem Rebschnitt fertig geworden. Bis auf wenige Regentage konnten wir durchgehend draußen arbeiten. Kein Frost und Schnee die ebenfalls gehindert hätten.

Wetterspielchen

Immer wieder wird man beim Rebschnitt bitter an die Sonnenbrandschäden vom vergangenem Juli erinnert, als viele Trauben durch die Sonne verdorrten. Die Traubenmumien hängen verdorrt an den Reben und werden beim Rebschnitt auf den Boden geschnitten.

Da wir mit dem Rebschnitt weit fortgeschritten sind, gönnen wir uns auch ab und zu eine Pause und schauen in die Landschaft. Die kenne ich zwar schon seit vielen Jahren, hat aber immer noch Ihre Reize.

Sei es bei tristem Winterwetter oder bei Sonnenschein. Ganz reizvoll, wenn der Nebel seine Spielchen treibt und das Moseltal ganz langsam mit Nebel vollläuft und man das Glück hat im richtigen Weinberg zu stehen und dieses Naturschauspiel verfolgen kann.

Eine Aufmunterung für die Seele, damit sich ein trüber Winter, mit dem damit verbundenen Mangel an Sonnenlicht, sich nicht aufs Gemüt schlagen kann, wie Bernhard Fiedler vom Neusiedler See in Österreich berichtet.

der Frühling darf kommen

Nachdem letzte Woche in den restlichen leeren Weinflaschen die Luft durch Riesling ersetzt wurde und

die Abfüllmaschine wieder im Lager verstaut ist, wird es Zeit, die Winterarbeiten im Weinberg zu beenden.

Noch einige Tage Rebschnitt, dabei dem Azubi den letzten Schliff geben, damit er dieses Jahr seine Abschlussprüfung als Winzer besteht. Die Reben noch nach unten binden und dann

darf der Frühling kommen, den die Zugvögel schon vor einigen Tagen angekündigt haben.

wechselnde Wetterverhältnisse

In den letzten Tagen gab es reichlich Regen.  Vor Arbeitsbeginn der Blick in verschiedene Wetterapps auf den Handys meiner Mitarbeiter, dann die Entscheidung, ob im Weinkeller gearbeitet oder draußen die Reben geschnitten wurden.

Leichter Nieselregen bzw. schnell wechselnde Wetterverhältnisse bei starkem Wind mit geringem Regen, hinderten uns natürlich nicht nach draußen zu gehen.

Neidisch der Blick zum Nachbarort Burg, wo die Wolken aufrissen, kein Regen fiel und den Einwohnern ein „Licht aufging“ 🙂

fast fertig

Die Winterarbeiten im Weinberg sind fast fertig. Letzte Woche wurde der sehr zeitaufwendige Rebschnitt beendet. Die nach dem Rebschnitt verbliebenen Fruchtruten der Rieslingreben werden nun im Drahtrahmen nach unten gebogen und festgebunden. Ein kleines Helferlein, der Beli Rebenbinder, umschlingt die Rute und den Weinbergsdraht mit einem dünnen Draht und verdrillt diesen.

Mehr Info über dieses kleine Helferlein finden Sie hier, ein passendes Video hier.

Endlich eine Arbeit, die viel schneller vonstatten geht, als der Rebschnitt. Einige Tage noch und auch diese Arbeit ist fertig.

Trotz der sehr kalten Tage zum Monatswechsel, die ein Arbeiten im Weinberg verhinderten, und der Renovierung unseres neuen Betriebsgebäudes, liegen wir sehr gut in der Zeit.

Jetzt darf muss der Frühling kommen, damit die Natur erwacht und alles ergrünt.

Lepus europaeus

Foto: Valentin Heimes

Als meine Aushilfe Valentin heute morgen aus dem Weinberg zurück kam, berichtete er über den Streichelhasen, Lepus europaeus, den er im Weinberg beim Rebschnitt getroffen hatte. Blieb brav sitzen, ignorierte meinen Helfer und lies sich ausgiebigst fotografieren. Als mein Helfer ihn streicheln wollte und bis auf wenige Zentimeter an ihn heran kam, trollte er sich, ganz langsam.

Ich gehe davon aus, das der Hase krank war. Das wird sich ökologisch regeln. Beute für Vulpes vulpes, der gemeine Rotfuchs. Fressen und gefressen werden.

Frühlingsgefühle

Immer öfter wärmenden Sonnenschein beim Rebschnitt, die Tage werden auch länger und

erste Korbblüter, die irritiert durch den bisher warmen Winter, schon oder immer noch ihre Blütenpracht zeigen. Vorboten des Frühlings, wären da nicht die Meterologen, die einen Kälteeinbruch für die nächsten Tagen vorhersagen.

Es wird nächste Woche frühmorgens beim Rebschnitt eiskalte Finger geben, die hoffentlich durch die aufgehende Sonne wieder gewärmt werden.

Reben schneiden

 Wir sind fleissig am Reben schneiden. Diese Woche kam auch endlich der Winter mit kalten Temperaturen und ein wenig Schnee. Was uns am meisten erfreute, war die Sonne, die sich endlich am Himmel zeigte. Schon beim Rebschnitt sieht man die Klimaänderung. Immer mehr Rebstöcke sind mit der Viruskrankheit Esca oder der Schwarzholzkrankheit befallen. Klimaerwärmung und Klimastreß, insbesondere die beiden letzten Jahre mit ihrer extremen Witterung (Trockenheits- und Nässephasen), fördern diese Schaderreger.

Als  alleinige Maßnahme bleibt nur der Weg, die Rebe bis auf einen kleinen Stammrest zurück zu schneiden. Sozusagen das von Schaderregern befallene Rebholz komplett zu entfernen. Aus den im kommenden Frühjahr sich neu bildenden Trieben kann der Rebstock dann wieder aufgebaut werden. Leider gibt es ein Jahr keine Ernte von diesen Rebstöcken und es sind viele Reben, die stark zurück geschnitten werden.

Frühlingshaft

2014-12-08 Ranken Bei frühlingshaften Temperaturen schreitet in den Weinbergen der Rebschnitt voran. Leider beim Riesling sehr zeitaufwendig, da er viele Ranken hat, die mit der Rebschere abgeschnitten werden müssen.

Kommende Woche soll noch eine Aushilfskraft zusätzlich unsere Mannschaft unterstützen, damit wir zeitig mit dem Rebschnitt fertig werden.

2017-01-30 Eis

Letze Woche gab es noch kalte Finger, wenn man sich nachmittags in die Kälte zum Rebschnitt traute. Das Eis auf der Mosel ist mittlerweile talwärts entschwunden. Die nächste Kältewelle – nicht so kalt wie die vergangene – ist schon von den Meteorologen voraus gesagt. Hoffentlich etwas „wärmer“, damit wir, auch wenn es etwas frostig sein sollte, den ganzen Tag draußen arbeiten können.

leichte Nachwirkungen

2016-08-23-pero-stiel

Der letztjährige Befall der Reben mit dem falschen Mehltau, ich berichtete hier, hat noch leichte – Gott sei Dank! – Nachwirkungen auf die kommende Ernte. Im Extremfall wurden nicht nur Blätter und Trauben befallen, sondern auch das Rebholz, das für den 2017er wichtig ist.2016-12-22-pero-holz

Die Saftleitbahnen geschädigter Rieslingreben sind beim Anschnitt teilweise oder ganz vertrocknet, die Knospen, aus denen sich die neuen Rebtriebe und Trauben bilden sollen, zerstört.

Beim Rebschnitt achten wir darauf, das keine beschädigte Fruchtruten angeschnitten werden. In der letztjährig gepflanzten Rebanlage wird der Rebtrieb zum Stammaufbau benötigt und es wird penibel darauf geachtet, dass dieser Rebtrieb gesund ist. Eine Teilschädigung der Saftleitbahnen verringert die Vitalität und die Lebensdauer der Reben.