Weinernte 2016: Wieder eins weniger

2016-09-20-fass

Die Vorbereitungen für die kommende Weinernte sind in vollem Gange. Während die Kollegen Bernhard Fiedler vom Neusiedler See und Armin Kobler in Südtirol schon fleißig am Ernten sind, haben wir gerade die Grundreinigung des Weinkellers hinter uns.

Heute dann die erste Verlustmeldung: Wieder eins weniger, eines unserer alten Holzfässer. Nicht ganz so tragisch, schon mein Vater wollte es vor Jahrzehnten außer Betrieb nehmen. Mit unermüdlicher Pflege hat es in unserem Weinkeller jedoch bis heute überdauert.

Eine Kleinigkeit im Vergleich zu 2012, als zuerst ein klassisches Moselweinfaß den Geist aufgab und einen Tag später der Alptraum eines jeden Winzers wahr wurde und ein 3000l großes Holzfaß entsorgt werden musste.

Und da das Eichenholz zu schade zum Verbrennen ist, soll daraus ein schicker Weinflaschenständer hergestellt werden.

 

Undicht

2013-12-12 Undicht

Da etliche Holzfässer dieses Jahr nicht für Wein gebraucht werden, wurden die leeren Fässer heute mit Wasser gefüllt, damit das Holz immer im Quellzustand bleibt und so bestens für die nächste Ernte – hoffentlich eine größere – konserviert wird.

Seit der Generalreinigung vor der Ernte wurden die Fässer trocken konserviert. Das heißt, dass alle paar Wochen etwas Schwefel im Fass verbrannt wird. Das dabei entstehende Schwefeldioxid verhindert die Schimmelbildung im feuchten Holzfass.

Besser ist die Nasskonservierung. Wasser ins Fass und das Holz bleibt immer im Quellzustand und ist dicht. Nicht wie obiges Fass, das heute beim befüllen mit Wasser undicht war. Mittlerweile wieder dicht, da das Eichenholz aufgequollen ist. Noch besser ist es, wenn man Zitronensäure zum Wasser gibt. Das saure Milieu ist ideal für Pflege und Konservierung.

Leider ist es dieses Jahr nicht möglich, die allerbeste Konservierungsmethode anzuwenden: Holzfasskonservierung mit Wein!

Mangels Masse…;-)