Es gibt ihn noch…

Es gibt ihn noch, den liebevoll mit Hand geschriebenen Brief. Ab und zu auf feinstem Papier unter Zuhilfenahme eines Füllhalters geschrieben, innen drin eine Bestellung oder einfach ein Kompliment über unsere Rieslingweine. Dieses Mal ist das Kompliment schon bei der Adressierung ersichtlich.

Ich freue mich richtig über diese Briefe (gibt es aber auch als E-Mail)! Die schmeicheln dem eigenen Ego mehr als irgendeine Urkunde von einem Weinwettbewerb und es ist Balsam für die Seele. Und dieses Feedback zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Unterwegs nach Frankreich

Ein Kunde schrieb mir, dass von einer Lieferung ein Karton Wein fehlt.  Also bei der Sendungsverfolgung von DHL nachgeforscht.

Überraschung! Unterwegs nach Frankreich, obwohl er nur nach Süddeutschland reisen sollte. Der Kunde wurde über den Verbleib des Weines unterrichtet und der fehlende Wein ist mit einem Ersatzpaket schon an diesen geliefert worden.

Nun warte ich darauf, dass das verreiste Paket sich wieder bewegt und in der Sendungsverfolgung neue Nachrichten erscheinen. Seit Tagen liegt es in einem französischen Paketzentrum und bewegt sich nicht. Urlaub für den Moselriesling?

Vor einigen Jahren ist ein Weinpaket von uns sogar über den Äquator nach Sambia in Afrika gereist, um dann zwei Monate später, nach einem vermeintlichen Badeurlaub, wieder bei uns im Weingut aufzutauchen.

Ich werde die Sendungsverfolgung im Auge behalten und lasse mich überraschen, welche weitere Reise unser Riesling in Frankreich macht.

Flaschengeklapper

Seit einigen Tagen und noch einige weitere Tage hallt aus dem Weinkeller das Klappern der Weinflaschen. Die ersten Weine sind abgefüllt und nächste Woche soll der 2018er Riesling komplett auf der Flasche sein.

Vor Tagen haben wir mit den exakten Planungen begonnen. Verlässlich lieferte der Flaschenhändler und der Verschlusslieferant auf den Tag genau nach Absprache. Die Etiketten kamen heute von der Druckerei.

An den Abfüllfreien Tagen wird etikettiert und ab der zweiten Märzwoche kann der neue Jahrgang geliefert werden. Bestellungen nehmen wir jetzt schon gerne entgegen.

Apropos Neuer Jahrgang: Die Weine zeigen sich von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik mit außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist. Etwas kräftiger und schmelziger wie man es von unseren Moselweinen gewohnt ist. Ein Ergebnis des ungewöhnlichen Ausnahmejahres 2018.

Serviceerweiterung

Individuell gestaltete Sonderetiketten für unsere Kunden machen wir schon seit vielen Jahren. Nun können wir auch Naturkorken individuell bedrucken lassen. Eine Nummerierung, wie sie bei einer limitierten Kunstedition üblich ist, lässt sich auch problemlos auf den Korken anbringen. Weine für Hochzeiten zum Beispiel können Sie z. B. mit dem Bild des Brautpaares aufwerten.

Anfragen nehmen wir gerne entgegen.

Küchenparty

Der Winzer winzert nicht nur im Weinberg und Weinkeller. Auch der Verkauf muss gefördert werden. So freuten wir uns am vergangenen Wochenende über die Einladung unseres Lieblingsrestaurants Reiler Hof, bei der Küchenparty teilzunehmen und einige unserer Weine vorzustellen. Trinken und Essen auf höchstem Niveau!

Die Kleinigkeiten zum Aperitif wurden in den Speisesälen als Fingerfood gereicht. Schlemmen war angesagt.

Gratinierte Austern, Froschschenkel mit Cremespinat und andere kleine Leckereien überzeugten.

Die Vorspeisen ebenfalls deliziös: Z.B. Créme Brülée von der Gänseleber oder Thunfisch mit Currymango und asiatischem Gemüsesalat. 

Als Sattmacher und Hauptspeise folgten weitere Köstlichkeiten aus der Restaurantküche, die vom Dessert gekrönt wurden.

Bis auf das Fingerfood mussten sich die Gäste selbst in der Küche und bei den vier im Lokal anwesenden Rieslingwinzern bedienen. Das ganze als Küchenparty zelebriert. Nicht steif am Tisch sitzen und sich bedienen lassen, sondern ständig in Bewegung bleibend um Nachschub an Trink- und Essbarem zu besorgen und nebenbei noch andere nette Menschen kennenlernen.

Gegenbesuch

Foto: Christian Millen

Es hat zwar etwas gedauert, aber am kommenden Wochenende kommt der Gegenbesuch von unseren Biowinzerkollegen von Terroirmarche aus Italien.

Nachdem meine Moselwinzerkollegen und ich in den letzten drei Jahren die Gastfreundschaft in Italien genossen haben, können wir diese nun erwidern. Neben sightseing an der Mosel – wir zeigen unsere Heimat natürlich nur von der Schokoladenseite -, findet am Sonntag anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Marken, Italien, eine gemeinsame Weinpräsentation mit ECOVIN Mosel und den Kollegen von Terroirmarche statt.

Die Weinpräsentation findet am kommenden Sonntag im Frankenturm in Trier statt. Geöffnet ist von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Wer Zeit, Lust und Interesse an Wein hat, ist willkommen.

Zeitgleich findet in der direkten Umgebung das Trierer Altstadtfest statt, das mit Hunderten Musikern auf fünf Haupt- und zahlreichen kleineren Bühnen, mit abwechslungsreicher Livemusik von Jazz und Bigbands über Swing und Schlager bis Rock und Pop ein Event der Superlative und der Höhepunkt des Sommers ist.

Per i miei amici italiani – Für meine italienischen Freunde

Foto: Archiv, tM Festival 2017

Sono lieto di essere stato invitato per la terza volta dai miei colleghi viticoltori del Terroir Marche, (Italia), come ospite speciale alla presentazione del vino, il 19 maggio alle ore 20 a Macerata. Al fine di presentare la Mosella e il suo Riesling. Sarò accompagnato dai miei colleghi Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv e Markus Boor dalla cantina Klein in Tr-Trarbach.

E‘ possibile trovare me e i nostri vini Riesling della Mosella, che vorrei presentarvi nelle in Antichi forni. Non vedo l’ora della vostra visita!

Altri ospiti d’onore quest’anno sono i produttori di vino dell’Associazione Italiana Luccabiodinamica con i loro vini.

Oltre alla presentazione del vino in Antichi Forni, ci sono ancora Degustazione di vini al Teatro della Società Filarmonico Drammatica, la Mostra fotografica „Io pure sarò vigna“ di Hassan Badreddine nel Palazzo Buonaccorsi, Laboratori Cucina regionale e stagionale in collaborazione con i vini dei miei ospiti italiani e un concerto nel contesto del San Severino Blues Festival.

* 19 e 20 maggio 2018 – tM Festival 2018 *
tM Festival TerroirMarch alla fiera banchi di assaggio e vendita
180 vini – 18 cantine marchigiane
ospiti: Lucca Biodinamica & Ecovin Mosella
dalle ore 16 all ore 22
Ingresso 13 euro
c / o Antichi Forni (via Piaggia della Torre, 4, Macerata)
Ulteriori informazioni possono essere trovate qui: www.terroirmarche.com


Ich freue mich, dass ich zum dritten mal von meinen Winzerkollegen von Terroirmarche, Italien, Region Marken, als ospite speciale, zu deren Weinpräsentation am 19. bis 20. Mai nach Macerata eingeladen bin. Um die Mosel und ihre Rieslinge zu präsentieren, sind meine Kollegen Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach mit dabei.

Im Antichi Forni in der nähe des Uhrturms an der Piazza della Libertà findet ihr mich und unsere Rieslingweine von der Mosel, die ich Euch dort präsentieren möchte. Ich freue mich über Euren Besuch!

Als weitere Ehrengäste sind in diesem Jahr die Winzer der ital. Vereinigung Luccabiodinamica mit ihren Weinen dabei.

Neben der Weinpräsentation im Antichi Forni gibt es noch Weinverkostungen im Teatro della Società Filarmonico Drammatica, die Fotoausstellung „Io pure sarò vigna“ von Hassan Badreddine im Palazzo Buonaccorsi, Workshops regionale und saisonale Küche in Verbindung mit den Weinen meiner ital. Gastgeber und ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival.

Mehr Information gibt es hier:www.terroirmarche.com

Balsam für die Seele

Im letzten Herbst ist das Buch „die neue mosel“ erschienen. Ich dachte mir, dass es wieder so ein übliches Moselbuch mit den üblichen Bildern und den immer gleichen Winzern ist. Ich wollte es mir einmal anschauen, wenn es mir in einer Buchhandlung begegnet, kaufen sicherlich nicht.

Bei einem Besuch bei Freunden lag dieses Buch zufälligerweise rum und ich begann darin zu blättern und anschließend zu lesen. Das Buch hatte mich in Kürze in seinen Bann gezogen.

„..wirft einen überraschenden und ungewohnten Blick auf das Weinanbaugebiet Mosel. Wer die Mosel mit verstaubten Etiketten und schlechter Küche assoziiert, wird in diesem Buch eines Besseren belehrt. Wolfgang Faßbender stellt neue und außergewöhnliche Winzer und Köche vor, führt Interviews mit den wichtigsten Protagonisten und zeigt wie die „Wein-Mosel“ zukünftig aussehen könnte. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise, die an der Obermosel und in Luxemburg beginnt und flussabwärts führt, …“ so der Pressetext des Verlages.

Dem kann ich voll zustimmen. Frische, gut geschriebene Texte von Wolfgang Faßbender, die dazu führen, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Dazu Bilder von Andreas Durst, die die Mosel aus einem anderen Blickwinkel zeigen.

Wir soffen uns langsam den Fluß hinab,… und auf jeder dritten Station stiegen wir aus und sahen nach, wie es mit dem Weine wäre. Es war.“ schrieb schon Kurt Tucholsky auf seiner Moselreise 1929. Dies taten auch die beiden Autoren des Buches – zumindest die Mosel hinab reisen – und die große Überraschung für mich konnte ich auf den letzten Seiten des Buches lesen.

Zu einem war ich erwähnt – neben vielen anderen  Kollegen, die nicht zu den „immer gleichen Winzern“ zählen – , zum anderen kamen sehr lobende Worte über unser Weingut und unsere Weine darin vor.

„bekannt geworden…für seine klugen Blogberichte… keiner tut es so klug und präzise, unterlegt von kühnen Fotos, wie Harald Steffens…“

Das war ja schon Balsam für meine Seele, aber Wolfgang Faßbender setzte noch einen obendrauf:

„Die trockene Spitze, ist weitgehend unabhängig von den Besonderheiten des Jahrgangs, auch von den Großen Gewächsen des Anbaugebietes Mosel kaum zu übertreffen, besitzt eigene, von Kräuterwürze geprägte Klasse, die Preise bleiben ohnehin auf dem Teppich. Dass hier ökologisch gearbeitet wird, hängt niemand an die große Glocke, die Qualität von Steffens hausgemachtem, komplexen Balsamessig ebenfalls nicht.“

Aber unabhängig, ob mir in diesem Moselbuch geschmeichelt wird: lesenswert! Ein muß für dem Weinliebhaber!

„die neue mosel – von weinen und winzern“, Wolfgang Faßbender / Andreas Durst

Mondo Verlag, Heidelberg
208 Seiten, gebunden, gebunden, vierfarbig, 20,1 x 25,4 cm, ISBN: 978-3-938839-36-2, 34,95 €

Abfüllplanungen

Dieser Tage standen wie jedes Jahr alle Jungweine zum Probieren auf den Tisch. Die jährliche Jungweinprobe mit Freunden und Winzerkollegen, um der eigenen Betriebsblindheit vorzubeugen und um unser neues Weinsortiment zu gestalten. Wie jedes Jahr Diskussionen, ob der Wein in der qualitativen Reihenfolge richtig eingereiht war oder nicht und ob er der vorgesehenen Qualitätseinstufung meinerseits entspricht.  Bis auf kleine Abweichungen, die meine Freunde anders sahen als ich, passte es.

Die Qualität sehr gut, frische Frucht, Eleganz und saftig. Die Alkoholgehalte, bis auf die beiden hochwertigsten Rieslingauslesen, wie immer moderat, so dass diese wieder als Spaßweine bezeichnet werden können.

Das schmeichelt dem Ego

Eichelmann 2018 KopieDickes Lob gab es für die 2016er Rieslinge im Eichelmann Weinführer, der uns zu den besten Weingütern Deutschlands zählt. Der Erste, der mittlerweile vier verschiedenen jährlich erscheinenden Weinführer für deutsche Weine, ist ab dem 09. November käuflich zu erwerben. Wie gewohnt – dort wird unser Weinstil und unsere Weine geliebt – schnitten wir wie in den letzten Jahren sehr gut ab. Das schmeichelt natürlich unserem Ego.

Der Eichelmann-Weinführer schreibt folgendes über unsere Weine:

„Schon der geradlinige, zugängliche Literwein gefällt ausgezeichnet, der Wein aus dem Hahnenschrittchen ist kraftvoll und zupackend, der Goldlay-Riesling steht ihm nicht nach. Der Goldlay-Kabinett begeistert mit seiner Präzision und einem überdurchschnittlichen Spiel, ist ein klein wenig druckvoller als der ebenfalls sehr präzise Kabinett aus dem Hahnenschrittchen. Die Spätlesen sind etwas kraftvoller, aber alles andere als übertrieben. Es sind Weine, die man wirklich trinken mag.“