Eine Winzerreise, Teil 2: Kollegenbesuch

Schon auf der Hinreise zur Weinpräsentation in Gradara machte ich Station in Südtirol bei Armin Kobler in Margreid. Es sollte nur ein sehr kurzer Besuch sein, sozusagen nur Guten Tag sagen. Es wurde natürlich viel länger. Es gab viel zu erzählen. Sie wissen schon, Weinbau, Weinkeller, Wetter, die kommende Ernte und viele andere Sachen, über die Winzer miteinander sprechen.

Faszinierend – immer wieder – der moderne unterirdische Weinkellerneubau von Armin, ein architektonisches Schmuckstück. Hier können Sie mehr über diesen lesen.

Da ich zu Hause abkömmlich war, besuchte ich nach der leider ausgefallenen Weinpräsentation einige Kollegen von Terroirmarche, die im Juni bei uns an der Mosel zu Gast waren. Von Giorgio Santini wurde ich fürstlich in seinem Restaurant La Baita empfangen. Wein probieren und Essen bis zum Abwinken. Dazu ein herrlicher Weitblick von dem hoch gelegenen Restaurant über die Hügel der Marken.

Das zum Restaurant gehörende kleine Weingut Broccanera wurde erst vor einigen Jahren aus dem Boden „gestampft“. Sozusagen alles Neu und mit bester Technik ausgestattet.

Kurz nur der Besuch bei Col di Corte. Dort war man mitten in den Erntevorbereitungen. Claudio hatte aber Zeit für eine Kellerbesichtigung und natürlich auch für eine Weinprobe. Interessant der Vino Rosato Frizzante, der nach der Méthode ancestrale zu Sekt verarbeitet wird.

Spannend der Besuch bei Paola und Paolo im Weingut Fiorano. Da in Italien auf jedem Hügelchen ein Dörflein, eine Burg/Schloß, eine Kirche oder ein Weingut thront und dieses meistens seine Weinberge rund ums Haus hat, schickte mich Paola, die mich empfangen hatte, per Fingerzeig zu einem Weinberg unterhalb des Weingutes, in dem Paolo Traubenproben für die analytische Reifemessung erntete. Ich gesellte mich dazu und probierte die Trauben, um auf deren Reifezustand zu schließen. Sozusagen als Ergänzung zur Probenentnahme für die Analyse. Danach schauten wir uns einige andere Weinberge an, bevor wir zur Weinkellerbesichtigung gingen.

Sie wissen schon, wenn Winzer sich treffen, wie bei Armin Kobler: Weinbau, Weinkeller, Wetter, die kommende Ernte und viele andere Sachen, über die Winzer miteinander sprechen.

Als krönenden Abschluß besuchten wir einen Palazzo in Cossignano mit einem historischem Gewölbekeller, in dem heute Vino Cotto, eine regionale Weinspezialität, produziert wird.

Zwei weitere Weingüter standen noch auf meinem Programm. La Valle Del Sole und Vallorani. Leider ohne Bilder, aber mit guten Erinnerungen an die Weine, insbesondere die Weißweine von Pecorino und Verdicchio.

Einen grandiosen Ausblick hatte man von beiden Weingütern auf den Apennin mit seinem höchsten Berg, dem Gran Sasso.

Bei allen besuchten Weingütern war bemerkenswert, wie entspannt die Kollegen die Weinernte meistern. Durch das Rebsortenspektrum kann die Erntezeit durch die verschiedenen Reifezeitpunkte sehr auseinandergezogen werden. Es war des Öfteren von einer Erntezeit von ca. sechs Wochen die Rede.  Natürlich nicht am Stück. Eine Rebsorte ernten, dann etwas Pause bis die Nächste reif ist usw. Bei uns leider nicht möglich, da wir uns auf den Riesling beschränkt haben, der zudem noch etwas fäulnisempfindlich ist.

Neidisch bin ich auf die Traubengröße bei einigen Rebsorten, die dort angepflanzt werden. Rasend schnell zu ernten bei geringem Personalaufwand. Ich schrieb schon letzte Woche über die Riesentrauben der Sorte Passerina.

An dieser Stelle vielen Dank für die Gastfreundschaft an die Kollegen

Teil 1 finden Sie hier: Eine Winzerreise, Teil 1: Die Weinpräsentation

Eine Winzerreise, Teil 1: Die Weinpräsentation

Zum zweiten mal bin ich auf Einladung von Luca, einem ital. Sommelier, zum „wine tasting & street food festival“ nach Gradara eingeladen worden. In dem kleinen, wunderschönen Dorf mit seiner mittelalterlichen Festung  waren wir Winzer über das ganze Dorf verteilt und präsentierten unsere Weine. Dazu gab es Leckereien der besseren Art von der örtlichen Gastronomie und für die Stimmung sorgte eine sehr gute Jazzband.

Wie auch vom letzten Jahr gewohnt, stürmten die Besucher abends zu hunderten in das kleine Dörfchen. Freitags war das Interesse an unserem Riesling riesengroß und ich fürchtete schon, dass meine mitgebrachten Flaschen schon vorzeitig geleert sein würden.

Leider kam es ganz anders.

Ein aufkommender Gewittersturm am Samstag führte zum Abbruch des Festivals, am Sonntagabend – gut für Winzer und Landwirte, nicht gut für die Veranstaltung – regnete es in Strömen und wieder nix mit „wine tasting & street food festival“.

Zu später Stunde dann, als der Regen aufhörte, im kleinen Kreis ein „mini wine tasting & street food festival“ mit den verbliebenen Winzern und den Veranstaltern. Das angrenzende Lokal lieferte ital. Spezialitäten und wir Winzer hatten ja genügend Wein „übrig“. Direkt angrenzend, man durfte gerne zuschauen, wurde frische Pasta hergestellt. Sehr appetitanregend!

Weinernte 2018: Nächste Woche

Nächste Woche meinte mein Kollege Alessandro vom Weingut La Valle Del Sole, Offida,  Italien, als wir soeben seine Weinberge besichtigt haben: Erntebeginn bei den weißen Rebsorten. Ganz gemütlich und entspannt.

Nicht diese „Panikstimmung“ wie in Deutschland, wo sich alle gegenseitig verrückt machen,  die Journaillie entsprechende Verlautbarungen über eine sehr frühe Ernte verbreitet und ich von Kunden schon gefragt werde, ob die Trauben schon geerntet sind usw. Vom prognostizierten Jahrhundertjahrgang einmal abgesehen.

Im Vorfeld meiner Italienreise – ich werde noch darüber berichten – hatte ich mich schon darauf gefreut, einmal dort zu ernten. Geplant war schon vor längerer Zeit die Mithilfe bei Armin Kobler in Südtirol. Jetzt die Hoffnung,  dass einer meiner Kollegen in den Marken schon am Traubenpflücken ist.  Aber leider Pustekuchen. Ich hätte gerne einmal solch riesengroße Trauben geerntet, die im Gegensatz zu unseren viel kleineren Rieslingtrauben den Ernteanhänger rasant schnell füllen.

Besuch von Terroirmarche

Der Gegenbesuch unserer ital. Winzerfreunde von Terroirmarche erfolgte vergangenen Wochenende. Es machte  sehr viel Spaß, den Freunden unsere Mosellandschaft zu zeigen und diese von der Mosel zu begeistern. Während ich nur spärlich Fotografierte, werden in Italien jetzt sicherlich Tausende Bilder von der Mosel betrachtet, da die Kollegen dauernd am Knipsen waren.

Ein Spaziergang an der Pündericher Marienburg mit Blick ins Moseltal und auf die Moselschleife begeisterte am ersten Tag die Italiener.

Der Bremmer Calmont war am zweiten Tag das Ziel. Der Klettersteig mit den grandiosen Ausblicken auf die Mosel und die extrem steilen Weinberge faszinierten Gastgeber wie Gäste.

Da gutes Essen und Trinken die Seele zusammenhält, hatten wir gut vorgesorgt. Der im Rucksack mitgebrachte Imbiss der im Calmont mit Blick auf die Mosel verzehrt wurde,

das abendliche Grillen im Weingut bis hin zur Trierer Spezialität Pferdesteak mit geschmorten Zwiebeln und Knoblauchsoße im Restaurant Zur Glocke in Trier.

Über das abendliche Trinken Wein probieren brauche ich weniger zu schreiben. Gehört berufsbedingt dazu.

Tagsüber wurden noch einige Weingüter und deren Weinkeller besichtigt und natürlich gefachsimpelt, soweit die Verständigung auf Englisch möglich war.

Die gemeinsame Weinpräsentation anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Italien, fand im wunderschönen Ambiente des Frankenturmes statt. Leider war der Besucherandrang etwas schwach und so hatten wir Zeit um untereinander die Weine zu probieren und zum Erfahrungsaustausch.

Spannend natürlich die kurze Stadtbesichtigung in Trier mit den imposanten antiken Baudenkmälern und ihre Geschichte als einer der Hauptstädte des Römischen Reiches.

Selbstverständlich wurde die Karl-Marx-Statue in Augenschein genommen, die am 5. Mai 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx vom Bildhauer Wu Weishan gestaltet wurde und ein Geschenk der Volksrepublik China ist.

Vielen Dank für das schöne Wochenende an die Winzer und Winzerinnen Federica Pantaloni, Paolo, Rocco Vallorani und Stefano ValloraniGiorgio Santini und Allessandro Stortini, Frank und Jutta Brohl, Jan Klein, Christian Klein, Ulricke und Markus Boor und Sven Zerwas.

Gegenbesuch

Foto: Christian Millen

Es hat zwar etwas gedauert, aber am kommenden Wochenende kommt der Gegenbesuch von unseren Biowinzerkollegen von Terroirmarche aus Italien.

Nachdem meine Moselwinzerkollegen und ich in den letzten drei Jahren die Gastfreundschaft in Italien genossen haben, können wir diese nun erwidern. Neben sightseing an der Mosel – wir zeigen unsere Heimat natürlich nur von der Schokoladenseite -, findet am Sonntag anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Marken, Italien, eine gemeinsame Weinpräsentation mit ECOVIN Mosel und den Kollegen von Terroirmarche statt.

Die Weinpräsentation findet am kommenden Sonntag im Frankenturm in Trier statt. Geöffnet ist von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Wer Zeit, Lust und Interesse an Wein hat, ist willkommen.

Zeitgleich findet in der direkten Umgebung das Trierer Altstadtfest statt, das mit Hunderten Musikern auf fünf Haupt- und zahlreichen kleineren Bühnen, mit abwechslungsreicher Livemusik von Jazz und Bigbands über Swing und Schlager bis Rock und Pop ein Event der Superlative und der Höhepunkt des Sommers ist.

Per i miei amici italiani – Für meine italienischen Freunde

Foto: Archiv, tM Festival 2017

Sono lieto di essere stato invitato per la terza volta dai miei colleghi viticoltori del Terroir Marche, (Italia), come ospite speciale alla presentazione del vino, il 19 maggio alle ore 20 a Macerata. Al fine di presentare la Mosella e il suo Riesling. Sarò accompagnato dai miei colleghi Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv e Markus Boor dalla cantina Klein in Tr-Trarbach.

E‘ possibile trovare me e i nostri vini Riesling della Mosella, che vorrei presentarvi nelle in Antichi forni. Non vedo l’ora della vostra visita!

Altri ospiti d’onore quest’anno sono i produttori di vino dell’Associazione Italiana Luccabiodinamica con i loro vini.

Oltre alla presentazione del vino in Antichi Forni, ci sono ancora Degustazione di vini al Teatro della Società Filarmonico Drammatica, la Mostra fotografica „Io pure sarò vigna“ di Hassan Badreddine nel Palazzo Buonaccorsi, Laboratori Cucina regionale e stagionale in collaborazione con i vini dei miei ospiti italiani e un concerto nel contesto del San Severino Blues Festival.

* 19 e 20 maggio 2018 – tM Festival 2018 *
tM Festival TerroirMarch alla fiera banchi di assaggio e vendita
180 vini – 18 cantine marchigiane
ospiti: Lucca Biodinamica & Ecovin Mosella
dalle ore 16 all ore 22
Ingresso 13 euro
c / o Antichi Forni (via Piaggia della Torre, 4, Macerata)
Ulteriori informazioni possono essere trovate qui: www.terroirmarche.com


Ich freue mich, dass ich zum dritten mal von meinen Winzerkollegen von Terroirmarche, Italien, Region Marken, als ospite speciale, zu deren Weinpräsentation am 19. bis 20. Mai nach Macerata eingeladen bin. Um die Mosel und ihre Rieslinge zu präsentieren, sind meine Kollegen Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach mit dabei.

Im Antichi Forni in der nähe des Uhrturms an der Piazza della Libertà findet ihr mich und unsere Rieslingweine von der Mosel, die ich Euch dort präsentieren möchte. Ich freue mich über Euren Besuch!

Als weitere Ehrengäste sind in diesem Jahr die Winzer der ital. Vereinigung Luccabiodinamica mit ihren Weinen dabei.

Neben der Weinpräsentation im Antichi Forni gibt es noch Weinverkostungen im Teatro della Società Filarmonico Drammatica, die Fotoausstellung „Io pure sarò vigna“ von Hassan Badreddine im Palazzo Buonaccorsi, Workshops regionale und saisonale Küche in Verbindung mit den Weinen meiner ital. Gastgeber und ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival.

Mehr Information gibt es hier:www.terroirmarche.com

Terroir Marche incontra la Borgogna, Teil 2: Großartig!

2017-05-23 Ausstellung Mazerata

Eine großartige Veranstaltung liegt hinter mir! Am Vorabend der Weinpräsentation in Macerata, Italien, – ich berichtete hier –  gab es einen Empfang im Palazoo Buonaccorsi zur Eröffnung der Fotoausstellung “Le marche di Mario Dondero”. Klasse Schwarz/Weiß Fotografien aus der Region Marken. 2017-05-23 Terroirmarche Präsentation

Die Weinpräsentation hatten die Kollegen von Terroir Marche  bestens organisiert. Als Veranstaltungsort dienten die Gewölbe einer alten Bäckerei, der  Galleria Antichi Forni.

Die Gewölbe waren zeitweise randvoll. Ein Gewimmel an Menschen. Noch niemals hatte ich so einen Andrang auf eine Weinverkostung erlebt. Zeitweise kam ich mit dem Ausschenken der Probeschlucke nicht nach. An Kommunikation war in der Hektik nicht zu denken. War auch etwas schwierig, da die Verständigung in Englisch erfolgte, das ich nicht sehr gut beherrsche, meine Gegenüber aber auch nicht.

Beizeiten gingen mir am Sonntag die Weine aus und ich hatte endlich etwas Zeit, bei meinen italienischen Kollegen zu verkosten. Als Weißweinwinzer habe ich natürlich zuerst die weißen Weine probiert. Meistens aus der Verdicchio Traube gekeltert. Empfehlenswert – auch die Roten –  die Weine von Vigneti Vallorani und La Valle Del Sole.2017-05-23 Theater Mazerata

Im Teatro della Società Filarmonico Drammatica, Macerata,  fanden weitere Veranstaltungen statt. Ein angemessener Raum für das Kulturgut Wein! Feinste Deckenmalereien, Stuckarbeiten an den Wänden usw. Falls Sie einmal dort sind: Sehenswert!2017-05-23 Konzert Macerata

Des Abends gab es Blues mit Francesco Piu und

2017-05-23 Macerata Tasting Theater

tagsüber fanden dann die Weinseminare zum Thema Terroirweine aus dem Burgund (Terroir Marche incontra la Borgogna) im Theatersaal statt.

2017-05-23 Fotograf mauro Macerata

Die Organisatoren hatten ganze Arbeit geleistet. Medial wurde die ganze Veranstaltung perfekt beworben und begleitet. Im Vorfeld wurde massiv Öffentlichkeitsarbeit gemacht und eine Menge Publikum, nebst Journalisten, fand den Weg nach Macerata. Zudem begleitete der Fotograf Mauro Fermariello von den WineStories die ganze Veranstaltung. Hier beim dirigieren der teilnehmenden Winzer für das Gruppenbild.2017-05-23 Macerata Daumen hoch

Ich präsentierte ein kleines Rieslingsortiment. Es wurde mit Weinen von meinem Freund Frank Brohl ergänzt. Die Resonanz war sehr gut, extrem gut! Das Publikum war durchweg begeistert von unseren  Rieslingweinen.

Auch die beim gemeinsamen abendlichen Essen anwesenden Journalisten und Sommelièren (Weinkellner) zollten unseren Moselriesling Anerkennung.

Terroir Marche incontra la Borgogna, Teil 1: ospite speciale

2017-05-18 Terroir Marche Festival

Als ospite speciale, also als special guest, ist La Mosella mit ihren Biorieslingen eingeladen worden. Ich habe den Eindruck, dass wir Moselwinzer uns im letzten Jahr in Italien, auf dem Terroir Marche Festival, der Weinpräsentation der Italienischen Biowinzerkollegen, gut benommen haben. Terroir Marche trifft auf die Mosel und ihre Rieslinge, das Motto der letztjährigen Präsentationen und Verkostungen.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Verkostungen auf Weinen aus dem französischen Burgund von der Winzervereinigung Artisans Vignerons de Bourgogne du Sud.

La Mosella wird durch mich vertreten. Eine Auswahl von Biorieslingen der Mosel werde ich persönlich in Macerata, Italien, vorstellen. Der Riesling ist schon da und ist hoffentlich gut gekühlt. Ich werde morgen anreisen und freue mich schon auf die Kollegen und die Verkostungen im Palazzo Buonaccorsi.

Ich berichtete im vergangenen Jahr über diese sehr gute Veranstaltung:

Terroir Marche incontra la Moselle e il suo Riesling, Teil 1: Die Präsentation

Terroir Marche incontra la Moselle e il suo Riesling, Teil 2:  Die Abendgestaltung

Weinreise ins Piemont Teil 2: Essen und trinken

2017-04-25 Barolo Rotwein

Auf hohem Niveau, das Trinken im Piemont, das Essen auch. Schon bei der Begrüßung in der Familie meiner Gastgeberin gab es einen richtig ordentlichen Basiswein, dazu in Kräuter, Knoblauch und Olivenöl eingelegte Sardellen.

Ein Besuch galt dem Familienweingut Fratelli Revello in La Morra. Keine Touristenführung, sondern eine Winzerführung mit Keller- und Weinbergsbesichtigung. Es gab einen kleinen Erfahrungsaustausch mit dem Winzer und der Winzerin, bevor es in die Vinothek zu probieren ging. Beginnend beim Dolcetto, über Barbera bis hin zu verschiedenen Qualitäten an Baroloweinen, konnte ich die ganze Bandbreite des Angebotes kennenlernen.  2017-04-25 Genoosenschaft Barolo Traubenannahme

Ein ganz anderes Kaliber war die Genossenschaft Terre del Barolo in Crinzane Cavour. Draußen vor der Kellerei die große, moderne Traubenannahmestation.2017-04-26 Barolo Genossenschaft

Im Weinkeller, neben modernen Tankanlagen, überraschenderweise sehr viele Holzfässer, in denen der Wein vinifiziert wird. Bei der Verkostung gab es zuerst einen Weißwein. Einer der wenigen die ich auf dieser Reise verkosten durfte. Danach ein ähnliches Sortiment wie im Weingut Fratelli Revello, zum Schluss noch Barbera und Nebbiolo aus ökologischem Anbau. Fand ich natürlich klasse, also das mit dem Ökowein.

2017-04-25 Piemont Haselnüsse

Zwischen den großen Mahlzeiten die legendären gerösteten Piemonteser Haselnüsse oder die richtig gute weltbeste  Eiscreme der Gelateria in Crinzane Cavour in der Via Garibaldi.2017-04-25 Dinieren PiemontDas leibliche Wohl wurde ergänzt durch ausgiebiges Dinieren, meistens in den Abendstunden. Ausgezeichnet das Essen, z.B. im L‘ Argay in Castiglione Falletto. Die Weinkarte war bestens sortiert und der Service aufmerksam und zuvorkommend.2017-04-25 Azienda Agricola Fratelli Aimasso

Quirliger dagegen das Leben im Civico Undici in Alba.

„Civico Undici ist kein Restaurant, es ist ein Ort, um die Liebe zu den Produkten zu teilen, die die Natur saisonal… gibt. Wir haben keine Speisekarte, die Gerichte des Tages variieren je nach Saison und Angebot. Es kommt immer von kleinen lokalen Produzenten.“ so die grobe Übersetzung der Idee der Eigentümer, die dahinter steht. 

Eine gemütliche und ungewungene Athmosphäre. Das Essen war bodenständiger wie im L’Argay, aber ebenfalls sehr hochwertig. Man kam sehr schnell ins Gespräch mit dem Nachbartisch zur Rechten und trank noch ein Fläschchen Wein zusammen.

2017-04-25 civico undici Alba

Auch der Tisch zur linken prostete uns zu und der Abend verging in dieser netten Gesellschaft wie im Fluge. 2017-04-23 Il Falstaff Verduno

Ein kurzer Besuch im Il Falstaff in Verduno am letzten Tag. Die Küche hatte noch geschlossen, aber Küchenchef und Besitzer Franco Giolitto nahm sich Zeit für ein kurzes Gespräch und es gab wieder einen Wein zu probieren. Eine etwas unbekanntere Rebsorte – den Namen habe ich vergessen -, frischer, leichter und würziger schmeckend, als die bekannten Rebsorten im Barologebiet. Das Il Falstaff werde ich mir vormerken für meinen nächsten Besuch im Piemont. Die Speisekarte lässt einiges erwarten.

Zum ersten Teil meines Reiseberichtes: Weinreise ins Piemont Teil 1: Die Landschaft

Weinreise ins Piemont Teil 1: Die Landschaft

2017-04-25 Barolo WeinbergeDer Winzer war mal wieder unterwegs um ferne Weinländer zu besuchen.  Die Reise ging nach Italien ins Piemont. Genauer gesagt in die Region Langhe mit seinen berühmten Baroloweinen. Eine sehr reizvolle  Hügellandschaft.2017-04-25 Barolo Landschaft Alpen

Bei schönem Wetter sind die Ligurischen Alpen am Horizont zu sehen.   2017-04-25 Barolo Dorf

Auf jedem Weinhügelchen ein Dörfchen mit einer Burganlage oder stattlichen Kirche. Sei es Castiglione Faletto, Crinzane Cavour, Diano d’Alba, La Morra und viele mehr. Pittoreske Dörfer mit Jahrhunderte alten Burgen, Kirchen und Häusern. Sehenswert auch die Stadt  Alba, die durch ihre Trüffel bekannt ist.
2017-04-26 Frostschaden barolo

Natürlich schaute sich der Winzer in den Weinbergen um. Die Rebkultur ähnlich wie bei uns, natürlich angepasst an das regionale Klima und Rebsorten. Querterassiert und mit großen Raupenschleppern mechanisierbar.

Auch dort gab es Schäden durch die Spätfröste Ende April. Im Talgrund waren Rebtriebe durch den Frost erfroren. Nur einige, nicht der Rede wert. Kein Vergleich zu anderen Weinbauregionen. Jedoch, Hagel soll es auch schon gegeben haben, berichtete mir ein Winzer. 2017-04-26 Piemont Haselnüsse

In den Tälern viele Haselnussplantagen, in denen die berühmten Piemonteser Haselnüsse wachsen.

2017-04-25 Korkenzieher Brarolo

Neben den vielen mittelalterlichen Dörfern mit musealem Charakter, besuchte ich in Barolo das dortige, sehr moderne Weinmuseum, das sich im Schloß befindet. Daneben das Korkenziehermuseum mit über 500 Exponaten. Wann, wo und wie wurde der Korkenzieher erfunden: Der Schwerpunkt der Ausstellung.

Viele der ausgestellten antiken und modernen Korkenzieher waren waren mir bekannt, aber obige Variation eines Stoppelziehers hatte ich noch nie gesehen.

Das Kopfkino reagierte… 😉