Sedum album

Sedum album oder weißer Mauerpfeffer genannt. Er ist sehr häufig auf unseren trockenen Schieferböden zu finden.

Er kann in der Küche verwendet werden. Vor der Blüte geerntete, junge Triebe können roh an Salate oder gekocht zu Gemüsegerichten gegeben werden. Das Kraut, das einen scharfen, pfeffrigen Geschmack besitzt, soll ganz jung als Salatwürze zubereitet werden können.

Der Weiße Mauerpfeffer ist  eine beliebte Futterpflanze für Schmetterlinge, zum Beispiel für den seltenen Apollofalter.

Er zählt zu den uralten Arzneipflanzen und schon in den hippokratischen Schriften als Mittel gegen Schwellungen und Entzündungen bezeichnet. Wegen des scharfen Saftes wird der Mauerpfeffer auch zum Vertreiben von Wanzen, Flechten und Hühneraugen gebraucht.

Sedum album ist aber mit Vorsicht für die menschliche Ernährung zu gebrauchen. Alle Quellen sprechen von einer gewissen Giftigkeit, die zu Erbrechen führt, die aber auch therapeutisch bei Diphtherie und anderen Krankheiten zu Nutzen war. Das Kraut soll sogar gelegentlich benützt worden sein, um plötzliches Erkranken zu simulieren, da schon kleine Gaben, besonders bei jüngeren Personen, leicht Erbrechen hervorrufen können, wie man hier nachlesen kann.

es fängt wieder spannend an

Der Austrieb der Rieslingreben hat begonnen. Dank Klimaänderung wieder zu früh. Die meisten Knospen sind im sogenannten Wollestadium, der braune Haarbesatz der Knospe wird sichtbar. Die Knospen werden dick und der Austrieb steht kurz bevor.

Bei einigen wenigen, die etwas weiter sind, erkennt man schon die ersten Blätter. Beginn des Knospenaufbruches nennt man dieses Wachstumsstadium.

Das Vegetationsjahr fängt spannend an. Ein leichter Spätfrost ist für das Wochenende vorhergesagt. Wenn es bei diesen leichten Minustemperaturen bleibt, ist es kein Problem, da die Knospen zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas unempfindlich sind.

Ich möchte nicht nochmals die Bilder aus den vergangenen Jahren sehen, als weite Teile Europas von Spätfrösten betroffen waren und die Winzer große Verluste hinnehmen mussten.

Zum Nachlesen: hier,hier und hier! 

Terrassensaison

Jetzt kommt Schwung in die Natur. Die Knospen der Bäume werden dick und fangen an zu treiben. Das allgemeine Ergrünen der Landschaft wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Weinbergspfirsichbäume haben mit ihrer wunderschönen Blüte den Anfang gemacht. Die anderen Obstbäume werden binnen weniger Tagen folgen.

Bei den Weinreben schwellen so langsam die Knospen an und es fängt ein neuer Lebenszyklus an, der sich schon durch das Bluten der Rieslingreben bemerkbar gemacht hat.

Da die Temperaturen wärmer werden, eröffne ich nun die Terrassensaison und freue mich auf ein Gläschen Riesling auf unserer Terrasse.

Rebenblut

Die Rebe weint Tränen, auch Aqua Vitis oder Lachryma Vitis von den alten Gelehrten genannt. Die Rebwurzeln drücken Wasser und Nährstoffe in die Leitbahnen, welches an der Schnittstelle austropft – der Winzer sagt bluten- bis die Leitbahnen verstopft sind.

Für uns der Beginn der neuen Vegetationsperiode und eines Neuen Lebenszyklusses.

In früheren Zeiten sogar als Heilmittel verwendet:

  • Gegen Warzen aber für die Schwangere,
  • Für Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase
  • Ein Antialkoholicum?
  • Gegen Brechreiz
  • Gegen Sommersprossen und nicht bewältigte Schrecken
  • Gegen Zahnschmerz
  • Für Haut, Augen und Ohren aber gegen die Haare

Lachryma Vitis gegen alles und jedes, für die zarte Haut, besseres sehen und hören, gegen Damenbärte und Nasenhaare.

Wer etwas haben möchte: Nur kurz auf Vorbestellung im Weingut für den sofortigen Verbrauch abholbar. Lachryma Vitis gegen alles und jedes, für die zarte Haut, besseres sehen und hören, gegen Damenbärte und Nasenhaare.

der Frühling darf kommen

Nachdem letzte Woche in den restlichen leeren Weinflaschen die Luft durch Riesling ersetzt wurde und

die Abfüllmaschine wieder im Lager verstaut ist, wird es Zeit, die Winterarbeiten im Weinberg zu beenden.

Noch einige Tage Rebschnitt, dabei dem Azubi den letzten Schliff geben, damit er dieses Jahr seine Abschlussprüfung als Winzer besteht. Die Reben noch nach unten binden und dann

darf der Frühling kommen, den die Zugvögel schon vor einigen Tagen angekündigt haben.

Eine Wohltat für die Augen

Während morgens noch häufig Nebel mit Minustemperaturen beim Rebschnitt die Finger- und Zehenspitzen zum Kribbeln bringen, ändert sich das Wetter rasend schnell, wenn die Sonne den Nebel vertrieben hat.  Blauer Himmel mit wärmenden Sonnenstrahlen, die uns die Winterbekleidung schnell ausziehen lässt.

Ein besonderer Reiz ist der Blick in die Landschaft, die sich durch Frost, Nebel und Sonnenschein laufend verändert und sich in den letzten Tagen mit fulminanten Sonnenuntergängen verabschiedet hat.

Eine Wohltat für die Augen, die in den letzten Wochen meistens nur Wintergrau gesehen haben.

Bois noir und Esca

Bois noir und Esca, zwei Viruskrankheiten, die uns Kummer machen.

Klimaerwärmung und Klimastress, insbesondere die letzten Jahre mit ihrer extremen Witterung (Trockenheits- und Nässephasen), fördern diese Viruserkrankungen, die quasi die Saftleitbahnen der Rebe verstopfen.

Als  einzige Maßnahme bleibt der Weg, die Rebe bis auf einen kleinen Stammrest zurückzuschneiden. Dabei wird das von Erregern befallene Rebholz komplett entfernt. Aus den im kommenden Frühjahr sich neu bildenden Trieben kann der Rebstock dann wieder aufgebaut werden.

In der Regel stellt das kein allzu großes Problem dar. Nur in einem kleinen Weinberg von uns ist die Befallshäufigkeit sehr hoch. Ich weiß nicht warum, aber in den letzten Jahren mussten ca. 25 % der Reben zurückgeschnitten werden. Das bedeutet leider für einige Zeit keine Ernte von diesen Rebstöcken.

Ich schrieb schon  hier und hier über diese beiden Viruserkrankungen.

wechselnde Wetterverhältnisse

In den letzten Tagen gab es reichlich Regen.  Vor Arbeitsbeginn der Blick in verschiedene Wetterapps auf den Handys meiner Mitarbeiter, dann die Entscheidung, ob im Weinkeller gearbeitet oder draußen die Reben geschnitten wurden.

Leichter Nieselregen bzw. schnell wechselnde Wetterverhältnisse bei starkem Wind mit geringem Regen, hinderten uns natürlich nicht nach draußen zu gehen.

Neidisch der Blick zum Nachbarort Burg, wo die Wolken aufrissen, kein Regen fiel und den Einwohnern ein „Licht aufging“ 🙂

Immer noch frei: Ausbildungsplatz

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Da der bisherige Stelleninhaber die Ausbildung in einem Jahr bei uns beenden wird, suchen wir frühzeitig eine/n Nachfolger/in.

Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer/in ist ab dem 01. August 2019 neu zu besetzen.

Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim University besetzt werden.

Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 36 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.