Serviceerweiterung

Individuell gestaltete Sonderetiketten für unsere Kunden machen wir schon seit vielen Jahren. Nun können wir auch Naturkorken individuell bedrucken lassen. Eine Nummerierung, wie sie bei einer limitierten Kunstedition üblich ist, lässt sich auch problemlos auf den Korken anbringen. Weine für Hochzeiten zum Beispiel können Sie z. B. mit dem Bild des Brautpaares aufwerten.

Anfragen nehmen wir gerne entgegen.

Finalprobe Zwanzichachtzehn

Das Steffens-Keß Verkosterteam hat wieder zugeschlagen. Fast alle waren da: Vom Azubi bis hin zum studierten Vollprofi, die Hobbywinzer und Endverbraucher natürlich auch, ergänzt durch eine Azubine des Berufes Weintechnologin, die dieses Jahr das Team verstärkte.

Kurze Unterrichtung meinerseits, was denn so ungefähr auf dem Tisch steht, dann durften alle nacheinander probieren.

Fast wie jedes Jahr. Diskussionen, ob der Wein in der qualitativen Reihenfolge richtig eingereiht war oder nicht. Bei der zweiten und dritten Proberunde wurden einzelne Weine in eine andere Reihenfolge gestellt. Die Jungweine waren mittlerweile wärmer geworden, hatten etwas Luftsauerstoff gezogen und probierten sich besser.

Heute werden noch einige Weine nachprobiert und dann kann es an die Sortiments- und Abfüllplanung gehen.

Ende Februar beginnen wir mit dem Abfüllen, kurz danach ist der 2018er Riesling käuflich hier im Shop erwerbbar und Sie können sich selbst ein Bild über den neuen Jahrgang machen.

Eine „verrückte“ Idee, bei einem Fläschchen Riesling geboren

Eine „verrückte“ Idee, bei einem Fläschchen Riesling geboren. Aber der Reihe nach.

Weinköniginnen, insbesondere die Ortsweinköniginnen werden immer rarer. Während vor einigen Jahren sich die jungen Frauen – die Mütter auch – darum stritten, wer denn Weinkönigin wird,  blieb in den letzten Jahren der Nachwuchs aus. Unsere letzte Weinkönigin Franziska war sogar vier Jahre im Amt. Doch nun geht es weiter, zwar anders als gedacht, aber…

Bei der Eröffnungsfeier des Weihnachtsmarktes in der Nachbarstadt Traben-Trarbach traf ein junger Repräsentant unseres Ortes auf die Ehrengäste des amerikanischen Fliegerhorstes Spangdahlem,. Dabei auch zwei Amerikanerinnen, die sich sehr für Wein, insbesondere den Moselriesling, interessieren, und vom deutschen Weinköniginnenkult sehr angetan sind. Im Laufe des Gespräches, unterstützt von einem – oder mehr? – Fläschchen Riesling, wurde eine skurrile Idee geboren.

Da der Riesling bekanntermaßen die Zunge löst, den Schweigsamen zum Reden bringt und verborgene Gedanken frei werden lässt, zudem Esprit und Fantasie beflügelt, anstatt sie zu lähmen, wurde ein Plan geschmiedet. Per Handschlag wurde vereinbart, dass die beiden als Weinbotschafter – der Titel Weinkönigin ist ja jüngeren, unverheirateten Frauen vorbehalten – Reil und die Mosel präsentieren sollen.

Gemeinderat und Winzerschaft stimmten dem nachträglich zu.

Wir freuen uns, das seit letzten Wochenende Frau Dr. Erin Bailey, als Weinbotschafterin und Stephanie Retka, als Vizebotschafterin, den Reiler Riesling in der Welt repräsentieren werden!

Zudem spricht Dr. Erin Bailey nicht nur Englisch. Bei der Einführung in Ihr Amt hielt Sie Ihre Rede auf Deutsch und Englisch, was die Kommunikation bedeutend vereinfacht.

Und ganz wichtig: Im Vorgespräch sagte Sie, dass, wenn Sie Riesling trinkt, Ihr Deutsch besser wird! 🙂

Lasst uns Riesling trinken. Prost!

Vorbereitungen

Die ersten Vorbereitungen zum Abfüllen der 2018er Rieslinge sind getroffen.

Heute wurde der Kieselgurfilter, den ich mir mit mehreren Kollegen teile, ins Weingut geholt. Die Einkaufsliste für die Filtrationshilfsstoffe ist auch schon geschrieben. Am Donnerstag, Regenwetter ist vorhergesagt, werden dann die Vorbereitungen wie Materialeinkauf, Vorreinigung der benötigten Geräte und so weiter erledigt.

Ebenfalls zum gemeldeten sehr kalten Wetter in der nächsten Woche können wir dann im relativ warmen Keller unsere Rieslingweine filtrieren.

Die vor der Filtration noch vorhandene leichte Hefetrübung behindert das Freisetzen des Bouquets. Erst  nach der Filtration kann man die ganze Bandbreite der Aromen riechen und schmecken.  Ich lasse mich überraschen, welche weiteren Aromen dann bei den überaus guten 2018er Rieslingen schmeck- und riechbar werden.

Zu guter Letzt haben wir heute bei unserem Steffens-Keß Verkosterteam nachgefragt, wann sie denn Zeit hätten, um unsere 2018er Weine zu beurteilen und mit uns das neue Weinsortiment zu gestalten.

Alles passt!

Wie immer wurden zum Jahreswechsel Proben der neuen Weine gezogen und zum Weinlabor gebracht. Neben der chemischen Analyse wurde unser Wein auch der viel wichtigeren sensorischen Analyse unterzogen. Bei dieser ersten Verkostung, die von neutralen, betriebsfremden Verkostern durchgeführt wird, – wir sind ja bekanntermaßen betriebsblind – geht es um vor allen Dingen um die Fehlerfreiheit unserer Weine. Die genaue qualitative Beurteilung erfolgt später durch das Steffens-Keß Verkosterteam.

Die Oenologen des Labors bescheinigten den 2018er Rieslingen fehlerfreiheit und hohe Qualitäten. DIe chemischen Werte sind sehr gut. Insbesondere die ausgewogenen Säuregehalte und die recht tiefen pH-Werte sind sehr erfreulich für den typischen Rieslinggeschmack. Die Alkoholausbeute ist in diesem Jahr etwa höher, aber nicht so hoch wie erwartet. Er liegt immer noch in einem moderaten Bereich für unsere Spaßweine.

Besonders freut es uns, das die Rieslingweine, die für unseren Rieslingsekt vorgesehen sind, analytisch und geschmacklich exakt passend sind.

Bisher alles zu unserer vollsten Zufriedenheit. Alles passt!

Ein sehr guter Jahrgang.  Das Wort Jahrhundert- oder Jahrtausendjahrgang möchte ich nicht verwenden, da diese durch die Klimaänderung häufiger auftreten werden. Superlative, die schon in der Vergangenheit inflationär benutzt wurden.

Danke!

Die gestrige Bio-Glühwei(h)n-Nacht war ein voller Erfolg. Die Mannschaft hinter dem Tresen hatte alle Hände voll zu tun, um den Andrang zu bewältigen. Viele Besucher gaben sich die Türklinke in die Hand. Gefühlt das halbe Dorf war gekommen.

Das Verkaufslager, das wir für diese Veranstaltung leer geräumt hatten, reichte vom Platz nicht und viele Gäste standen bei ordentlichen Minusgraden im Hof und wärmten sich mit unserem Rieslingglühwein.

Nach alter Pfadfinderart (ich war früher auch dabei): Jeden Tag eine gute Tat! Da das Jahr so viel Tage hat, machen wir es einmal richtig und sponsoren seit Jahren für diese Glühweinnacht den Glühwein, natürlich Riesling, Kinderpunsch und Kleinigkeiten zum Essen.

Danke an allen die da waren und nun mit den reichlich eingesammelten Spenden den Verein Somero unterstützen, der in Uganda ein Bildungsprojekt betreibt.

Immer noch frei: Ausbildungsplatz

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Da der bisherige Stelleninhaber die Ausbildung in einem Jahr bei uns beenden wird, suchen wir frühzeitig eine/n Nachfolger/in.

Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer/in ist ab dem 01. August 2019 neu zu besetzen.

Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim University besetzt werden.

Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 36 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

Weinstein

Wir haben in den letzten Tagen den jungen Rieslingwein von der Grobhefe abgetrennt. Beachtenswert war der sehr hohe Weinsteinausfall im neuen Wein. Insbesondere an den Zapfen der Holzfässer führte es zu kleinen Problemen beim Anstich.

Zapfen losschlagen, etwas lockern und dann schnell rausziehen und den Anstichhahn in das Zapfenloch stoßen war nicht so ganz einfach. Der Weinstein blockierte das Herausziehen des Zapfens. Da der Azubi vor der Ernte viel geübt hatte und ich ihm noch einige Tipps aus Kellermeisters Trickkiste gezeigt hatte, klappte es trotzdem sehr gut.

Bei den im Tank gelegenen Armaturen das gleiche Bild. Richtig viel grobkörniger Weinstein, der die dahinter liegende Armatur nicht erkennen lässt.

Weinsteinausfall heißt auch immer Säureminderung, da sich die Weinsäure des Weines mit dem im Wein vorhandenem Kalium verbindet und ausfällt. Chemisch gesehen Kaliumhydrogentartrat (Summenformel KC4H5O6), ein begehrtes Produkt, das bei auch als Küfergold bezeichnet wird. Diese Verringerung der Säure trägt zu der Harmonisierung des Weines bei.

Apropos Riesling: Die Weine zeigen sich momentan von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik und außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist.

Einfach gesagt: Es schmeckt, sehr gut!

Ausbildungsinhalte: Sabrieren

Video: Valentin Heimes

Das Sabrieren steht nicht auf dem Lehrplan für Azubis. Das Abschlagen des Flaschenhalses mittels eines Säbels, hat Azubi Ken trotzdem gelernt und perfekt im Griff, wie Sie im obigem Video sehen können.

Weitere Videos zum Thema Sabrieren finden Sie hier.

Weinernte 2018: Eine kleine Zusammenfassung

Eine kleine Zusammenfassung zum Weinjahr 2018:

Sehr früh, schon Mitte April, ergrünten die Weinberge. Jede Rebknospe trieb aus und der Blütenansatz war sehr groß. Die Rebblüte erfolgte extrem früh im Mai. Trotz niedriger Winterniederschläge sah die Wasserversorgung der Rieslingreben bis Mitte Juni noch sehr gut aus. Dann folgte eine bisher noch nie gekannte Trockenphase, die bis heute anhält. Wir machten uns große Sorgen und hangelten uns von einem Gewitterniederschlag zum nächsten. Die Reben standen unter dauerndem Trockenstreß.

Ab September gab es nach den heißen Sommertemperaturen endlich die gewünschten kühleren Nachttemperaturen, damit der Riesling als cool climate Pflanze seine typischen Aromen in die Trauben einlagern konnte. Mit etwas Glück und einem extra Gewitter über Reil gab es bei uns keine Notreife mit den damit verbundenen Problemen wie niedrige Zuckergehalte in den Beeren, Bitternoten, Säuremangel usw.

Die Weinernte begann schon sehr zeitig Ende September bei bestem Wetter. Keinerlei Wetterwidrigkeiten wie Kälte oder Regen behinderten die Ernte. Die Rieslingtrauben waren ausnahmslos perfekt und Fäulnis suchte man vergebens. Erstmalig konnten wir ohne die bei uns übliche strenge Selektion ernten.

Die Trauben waren alle vollreif und hocharomatisch, die analytischen Werte im optimalen Bereich. Vom Basiswein – dieses Jahr auf einem etwas höheren qualitativem Niveau – über den Sektgrundwein bis hin zur Auslese konnten wir alle Qualitäten ernten.

Die neuen Rieslingweine schmecken extrem gut. Die Erntemengen sind mehr als ausreichend und füllen nach mehreren kleinen Ernten unseren Weinkeller.