Mythos Mosel: Eine Riesling Reise kann beginnen

„Vom 15. bis 16. Juni werden ca. 120 Weingüter auf einer Strecke von 25 km ihre besten Weine präsentieren.

2019 wird die Route im Weinbauort Ürzig beginnen und bis Briedel gehen. Das von der Jungwinzervereinigung Moseljünger organisierte Event lebt davon, dass sich Weingüter aus allen Verbänden und Vereinen zusammentun, um die Mosel zu repräsentieren, fern ab eines Grenzdenkens. Insgesamt wird es 30 Standpunkte, sprich Weingüter, geben, die ihre Pforten öffnen und jeweils 3 andere Winzer einladen. So können die Besucher an einem Ort direkt mehrere Weingüter kennenlernen. Zwischen den Moselorten gibt es erneut ein Busshuttle, das die Besucher jederzeit nutzen können, um sich zwischen den Weingütern zu bewegen. Bei der kompakten Strecke  können die sportlichen Besucher natürlich auch das Rad nutzen oder sogar wandern.“

so auszugsweise der Text von der Homepage von Mythos Mosel.

Die Vorbereitungen für Mythos Mosel, die große Imageveranstaltung der Moselwinzer, am 15. und 16. Juni, sind am laufen. Das Banner hängt am Haus – zwar noch etwas schief, aber das wird noch gerichtet -, die Wegweiser zu unserem Weingut sind gedruckt und werden in einer Gemeinschaftsaktion mit den gastgebenden Winzern aus Reil im Dorf aufgehängt, der Hof ist gekehrt und viele andere Kleinigkeiten sind auch schon vorbereitet.

Gestartet wird am Freitag mit der Eröffnungsveranstaltung in Trarbach. Am Samstagmorgen kommen meine Gastwinzer zum Aufbau und dann kann um 11.00 Uhr mit dem Probieren losgelegt werden. Abends gibt es in verschiedenen Weingütern noch Abendveranstaltungen.

Eintrittskarten gibt es hier auf der Homepage von Mythos Mosel oder direkt bei den Weingütern, also auch bei mir. Das Ticket beinhaltet auch die Bus- und Bahnfahrt im Trierer Verkehrsverbund. Zudem fahren Shuttlebusse  jeden Ort auf der Strecke zwischen Ürzig und Briedel im 20 min Zeittakt an. In Reil steht zusätzlich noch die Moselweinbahn in Richtung Trarbach oder Bullay zur Verfügung.

Sie finden uns ganz einfach: Von der Shuttlebushaltestelle auf der Reil gegenüberliegenden Moselseite, die Brücke überqueren, rechter Hand sehen Sie schon unser Haus (siehe oben), nach rechts abbiegen und nach 40 m sind Sie an unserem Hintereingang. Vom Bahnhof einfach die Hauptstraße bergab gehen und nach 200 m sind Sie ebenfalls an unserem Hintereingang. Das wäre der schnellste und einfachste Weg. Auto- und Fahrradfahrer können auf dem Parkplatz unter der Brücke moselabwärts parken und unser Weingut ist auch schon in Sicht.

Ich würde mich freuen, wenn Sie uns am 15. oder am 16. Juni besuchen würden. Als Gastwinzer sind bei uns im Weingut die Kollegen Max Duhr  von der Domaine Mme Aly Duhr in Ahn, Luxemburg, Karl-Josef Thul von Weingut K.-J. Thul in Törnich und Timo Dienhard vom Weingut Römerkelter in Maring-Noviand.

Weitere Informationen finden Sie in auf der Homepage von Mythos Mosel.

Es gibt ihn noch…

Es gibt ihn noch, den liebevoll mit Hand geschriebenen Brief. Ab und zu auf feinstem Papier unter Zuhilfenahme eines Füllhalters geschrieben, innen drin eine Bestellung oder einfach ein Kompliment über unsere Rieslingweine. Dieses Mal ist das Kompliment schon bei der Adressierung ersichtlich.

Ich freue mich richtig über diese Briefe (gibt es aber auch als E-Mail)! Die schmeicheln dem eigenen Ego mehr als irgendeine Urkunde von einem Weinwettbewerb und es ist Balsam für die Seele. Und dieses Feedback zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Terrassensaison

Jetzt kommt Schwung in die Natur. Die Knospen der Bäume werden dick und fangen an zu treiben. Das allgemeine Ergrünen der Landschaft wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Weinbergspfirsichbäume haben mit ihrer wunderschönen Blüte den Anfang gemacht. Die anderen Obstbäume werden binnen weniger Tagen folgen.

Bei den Weinreben schwellen so langsam die Knospen an und es fängt ein neuer Lebenszyklus an, der sich schon durch das Bluten der Rieslingreben bemerkbar gemacht hat.

Da die Temperaturen wärmer werden, eröffne ich nun die Terrassensaison und freue mich auf ein Gläschen Riesling auf unserer Terrasse.

Unterwegs nach Frankreich

Ein Kunde schrieb mir, dass von einer Lieferung ein Karton Wein fehlt.  Also bei der Sendungsverfolgung von DHL nachgeforscht.

Überraschung! Unterwegs nach Frankreich, obwohl er nur nach Süddeutschland reisen sollte. Der Kunde wurde über den Verbleib des Weines unterrichtet und der fehlende Wein ist mit einem Ersatzpaket schon an diesen geliefert worden.

Nun warte ich darauf, dass das verreiste Paket sich wieder bewegt und in der Sendungsverfolgung neue Nachrichten erscheinen. Seit Tagen liegt es in einem französischen Paketzentrum und bewegt sich nicht. Urlaub für den Moselriesling?

Vor einigen Jahren ist ein Weinpaket von uns sogar über den Äquator nach Sambia in Afrika gereist, um dann zwei Monate später, nach einem vermeintlichen Badeurlaub, wieder bei uns im Weingut aufzutauchen.

Ich werde die Sendungsverfolgung im Auge behalten und lasse mich überraschen, welche weitere Reise unser Riesling in Frankreich macht.

der Frühling darf kommen

Nachdem letzte Woche in den restlichen leeren Weinflaschen die Luft durch Riesling ersetzt wurde und

die Abfüllmaschine wieder im Lager verstaut ist, wird es Zeit, die Winterarbeiten im Weinberg zu beenden.

Noch einige Tage Rebschnitt, dabei dem Azubi den letzten Schliff geben, damit er dieses Jahr seine Abschlussprüfung als Winzer besteht. Die Reben noch nach unten binden und dann

darf der Frühling kommen, den die Zugvögel schon vor einigen Tagen angekündigt haben.

Flaschengeklapper

Seit einigen Tagen und noch einige weitere Tage hallt aus dem Weinkeller das Klappern der Weinflaschen. Die ersten Weine sind abgefüllt und nächste Woche soll der 2018er Riesling komplett auf der Flasche sein.

Vor Tagen haben wir mit den exakten Planungen begonnen. Verlässlich lieferte der Flaschenhändler und der Verschlusslieferant auf den Tag genau nach Absprache. Die Etiketten kamen heute von der Druckerei.

An den Abfüllfreien Tagen wird etikettiert und ab der zweiten Märzwoche kann der neue Jahrgang geliefert werden. Bestellungen nehmen wir jetzt schon gerne entgegen.

Apropos Neuer Jahrgang: Die Weine zeigen sich von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik mit außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist. Etwas kräftiger und schmelziger wie man es von unseren Moselweinen gewohnt ist. Ein Ergebnis des ungewöhnlichen Ausnahmejahres 2018.

Serviceerweiterung

Individuell gestaltete Sonderetiketten für unsere Kunden machen wir schon seit vielen Jahren. Nun können wir auch Naturkorken individuell bedrucken lassen. Eine Nummerierung, wie sie bei einer limitierten Kunstedition üblich ist, lässt sich auch problemlos auf den Korken anbringen. Weine für Hochzeiten zum Beispiel können Sie z. B. mit dem Bild des Brautpaares aufwerten.

Anfragen nehmen wir gerne entgegen.

Finalprobe Zwanzichachtzehn

Das Steffens-Keß Verkosterteam hat wieder zugeschlagen. Fast alle waren da: Vom Azubi bis hin zum studierten Vollprofi, die Hobbywinzer und Endverbraucher natürlich auch, ergänzt durch eine Azubine des Berufes Weintechnologin, die dieses Jahr das Team verstärkte.

Kurze Unterrichtung meinerseits, was denn so ungefähr auf dem Tisch steht, dann durften alle nacheinander probieren.

Fast wie jedes Jahr. Diskussionen, ob der Wein in der qualitativen Reihenfolge richtig eingereiht war oder nicht. Bei der zweiten und dritten Proberunde wurden einzelne Weine in eine andere Reihenfolge gestellt. Die Jungweine waren mittlerweile wärmer geworden, hatten etwas Luftsauerstoff gezogen und probierten sich besser.

Heute werden noch einige Weine nachprobiert und dann kann es an die Sortiments- und Abfüllplanung gehen.

Ende Februar beginnen wir mit dem Abfüllen, kurz danach ist der 2018er Riesling käuflich hier im Shop erwerbbar und Sie können sich selbst ein Bild über den neuen Jahrgang machen.

Eine „verrückte“ Idee, bei einem Fläschchen Riesling geboren

Eine „verrückte“ Idee, bei einem Fläschchen Riesling geboren. Aber der Reihe nach.

Weinköniginnen, insbesondere die Ortsweinköniginnen werden immer rarer. Während vor einigen Jahren sich die jungen Frauen – die Mütter auch – darum stritten, wer denn Weinkönigin wird,  blieb in den letzten Jahren der Nachwuchs aus. Unsere letzte Weinkönigin Franziska war sogar vier Jahre im Amt. Doch nun geht es weiter, zwar anders als gedacht, aber…

Bei der Eröffnungsfeier des Weihnachtsmarktes in der Nachbarstadt Traben-Trarbach traf ein junger Repräsentant unseres Ortes auf die Ehrengäste des amerikanischen Fliegerhorstes Spangdahlem,. Dabei auch zwei Amerikanerinnen, die sich sehr für Wein, insbesondere den Moselriesling, interessieren, und vom deutschen Weinköniginnenkult sehr angetan sind. Im Laufe des Gespräches, unterstützt von einem – oder mehr? – Fläschchen Riesling, wurde eine skurrile Idee geboren.

Da der Riesling bekanntermaßen die Zunge löst, den Schweigsamen zum Reden bringt und verborgene Gedanken frei werden lässt, zudem Esprit und Fantasie beflügelt, anstatt sie zu lähmen, wurde ein Plan geschmiedet. Per Handschlag wurde vereinbart, dass die beiden als Weinbotschafter – der Titel Weinkönigin ist ja jüngeren, unverheirateten Frauen vorbehalten – Reil und die Mosel präsentieren sollen.

Gemeinderat und Winzerschaft stimmten dem nachträglich zu.

Wir freuen uns, das seit letzten Wochenende Frau Dr. Erin Bailey, als Weinbotschafterin und Stephanie Retka, als Vizebotschafterin, den Reiler Riesling in der Welt repräsentieren werden!

Zudem spricht Dr. Erin Bailey nicht nur Englisch. Bei der Einführung in Ihr Amt hielt Sie Ihre Rede auf Deutsch und Englisch, was die Kommunikation bedeutend vereinfacht.

Und ganz wichtig: Im Vorgespräch sagte Sie, dass, wenn Sie Riesling trinkt, Ihr Deutsch besser wird! 🙂

Lasst uns Riesling trinken. Prost!

Vorbereitungen

Die ersten Vorbereitungen zum Abfüllen der 2018er Rieslinge sind getroffen.

Heute wurde der Kieselgurfilter, den ich mir mit mehreren Kollegen teile, ins Weingut geholt. Die Einkaufsliste für die Filtrationshilfsstoffe ist auch schon geschrieben. Am Donnerstag, Regenwetter ist vorhergesagt, werden dann die Vorbereitungen wie Materialeinkauf, Vorreinigung der benötigten Geräte und so weiter erledigt.

Ebenfalls zum gemeldeten sehr kalten Wetter in der nächsten Woche können wir dann im relativ warmen Keller unsere Rieslingweine filtrieren.

Die vor der Filtration noch vorhandene leichte Hefetrübung behindert das Freisetzen des Bouquets. Erst  nach der Filtration kann man die ganze Bandbreite der Aromen riechen und schmecken.  Ich lasse mich überraschen, welche weiteren Aromen dann bei den überaus guten 2018er Rieslingen schmeck- und riechbar werden.

Zu guter Letzt haben wir heute bei unserem Steffens-Keß Verkosterteam nachgefragt, wann sie denn Zeit hätten, um unsere 2018er Weine zu beurteilen und mit uns das neue Weinsortiment zu gestalten.