Im Land der Riesenweingläser

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Mit Freunden wurde in den letzten Tagen ein kleine Wanderreise an die südliche Weinstraße unternommen. Bemerkenswert die Trinkgefässe, bzw. Weingläser die zum Einsatz kamen. Während wir bei den Wanderungen durch den Pfälzer Wald und die Weinberge stets darauf bedacht waren, stilvolle Weingläser zu benutzen und auch sicher zu transportieren, gab es abends beim Vesper die regionaltypischen, traditionellen Trinkgefäße.

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Das sogenannte Dubbeglas, ein Schoppenglas mit einem halben Liter Fassungsvermögen. Der Innbegriff für die Verzahnung von Trink- und Lebenskultur. Wein als alltägliches Getränk und nicht als abgehobener Luxus. Heutzutage vornehmlich für Weinschorle gebraucht, wobei dann am Mineralwasser gespart wird.

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Die Krönung ist der Rhodter Piff, ein Weinglas mit sage und schreibe einem Liter Inhalt. Wird natürlich nicht alleine getrunken sondern in der Gruppe geleert. Wird auch als Trollschoppen bezeichnet. Der letzte Schluck oder Schoppen in der Runde bevor man sich nach Hause „trollt“, falls man noch gehen kann.

Lieserpfad

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Wir waren einmal wieder in der näheren Heimat per pedes unterwegs gewesen. Der Lieserpfad war das Ziel. Bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Mosel aus zu erreichen, starteten wird von Manderscheid in Richtung Wittlich.

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Auf halber Höhe zwischen Tal und Lieser führt der Pfad entlang des Flüsschens. Eltliche steilere Anstiege hat der Wanderweg ebenfalls zu bieten. Einige Flußmäander müssen über die Berghöhen umgangen werden, da kein Weg an der Lieser entlang führt. Bei dem Tempo, welches durch meine Wanderfreunde vorgelegt wurden, ließen die 750 Meter Höhenunterschied mich mächtig ins Schwitzen kommen.

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Unabdingbar ist die Selbstversorgung während der Wanderung. Ebenso wie  Moselriesling mit dabei war. Auf den ersten 22 km gibt es keine Einkehrmöglichkeit und die Zivilisation beschränkt sich auf das einmalige überqueren einer Straße.  Reichlich Wanderhütten bieten Unterschlupf und Rastmöglichkeiten um die ruhige Natur zu genießen.

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Hinter jeder Kurve – immer wieder spannend – gab es andere  Ausblicke und Eindrücke.

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Ein deftiges Essen wurde in der ersten bewirtschafteten Mühle verzehrt, wobei die Weinkarte doch etwas Belustigung bei uns hervorrief.  Nach weiteren 6 Kilometern Fußmarsch in der Dunkelheit, wir saßen sehr gut und lange in der Mühle, erreichten wir Wittlich. Nach einem Dämmerschoppen im Weingut Lüttiken ging es mit den Taxi in Richtung Heimat.

Dieser Wanderweg wird als der schönste in der ganzen Eifel bezeichnet.  Ich werde ihn auf jeden Fall nochmals gehen, etwas langsamer an  einen Frühjahrs- oder Sommertag, um nicht in der Dunkelheit gehen zu müssen und um die Natur noch etwas intensiver zu genießen oder um vielleicht  in die zweite bewirtschaftete Mühle einzukehren.

Collis Turm

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Gestern sind wir mit unseren Freunden auf Schusters Rappen unterwegs gewesen. Bei sommerlichen Temperaturen war das Ziel der Collis Turm mit dem dazugehörigen Steilpfad in Zell/Mosel. Die Aussicht vom hoch gelegenen Aussichtsplateau war berauschend.

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Die Dächerlandschaft von Zell und die Mosel im gleissenden Sonnenlicht,

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und der Runde Turm, das Wahrzeichen der Stadt Zell.

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Die Zwischenrast beim Aufstieg gab es bei Petra. Sie hat vor einigen Jahren einen kleinen verwilderten Weinberg nebst einer schnuckeligen Weinbergshütte erworben, den Weinberg rekultiviert und das Weinbergshäuschen renoviert.

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Gestern war die Hütte bewirtet und neben Riesling gab es noch regionale Spezialitäten, z.B.  Kartoffelsuppe mit Aal oder eine Wurst von der wilden Sau.

 


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Die Ruhe und die Natur suchen

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Ein Kurztrip mit Freunden ins Biertrinkerland Eifel liegt hinter uns. Fast direkt vor unserer Haustüre gelegen, wanderten wir einige Tage in der Südeifel.

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Als Standort für unsere Wanderungen diente das Schloß Hamm. Die größte bewohnte Eifelburg vermietet Ferienwohnungen, die genauso geräumig sind wie Schloßsäle.

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Die Natur war überwältigend. Sehr schöne Wiesentäler und der mäandernte Fluß Prüm begeisterten mich und meine Mitwanderer. Ursprüngliche Natur und nicht mit Touristen überlaufen.

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Die Bäche sind noch sauber und mit Abendessen gefüllt.

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Fürs Foto hielt sogar die Libelle still.

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Nach dem Wandern ein deftiges Eifeler Essen mit einem Bier zum Durstlöschen, dann allabendlich eine Weinprobe mit den mitgenommenen Weinen  im Schloßhof. Ohne Riesling geht es nicht!


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Großer Bahnhof

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Großer Bahnhof war heute angesagt. Der Aussichtsturm bei der Marienburg, über den ich hier berichtete, wurde heute offiziell Eingeweiht. Hohe und niedere Politprominenzen war zu diesem Ereigniss angereist und schwangen Reden.

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Der kath. Pfarrer und sein Ministrant Kollege der ev. Kirche sprachen noch einige geistliche Worte.

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Anschließend weihten sie den Turm mit Weihwasser aus dem Sektkühler und das gemeine Volk durfte den Turm besteigen.

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Die Aussicht war wie immer berauschend.

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Die Zeller Moselschleife mit der Marienburg.

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Der Blick aufs Mittagessen war ebenso anziehend, da der Hunger sich meldete.

Wandertipp: Ahringstal

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Anläßlich des gestrigen Deutschen Mühlentages stand eine Wanderung mit Freunden an. Da wir idealerweise über einen Bahnanschluß verfügen, wurde die ersten Kilometer mit dem Moselweinexpress zurückgelegt. Eine Station weiter, in Kövenig, verliessen wir den Zug um in das nächste Nahverkehrmittel zu wechseln.

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Die Personenfähre zwischen Kövenig und Enkirch brachte uns sicher an das andere Ufer. Ein kurzes, aber nettes Pläuschchen mit der einzigsten Fährfrau der Mosel und wir hatten schon übergesetzt.


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Nach dem Übersetzen ging es per Pedes durch das Ahringstal zur Oberen Starkenburger Mühle. Anläßlich des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag fand dort ein kleines Volksfest stattfand.

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Die erste Rast bei Schmalzbrot und Riesling fand nach der Besichtigung der Mühle statt. Die Mühle ist voll funktionsfähig und die Mühlengesellschaft hatte die Mühlentechnik für die Schaulustigen in Betrieb genommen.

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Faszinierend, wie sich mit so wenig Wasserkraft Getreide zu Mehl mahlen lässt.

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Nachdem wir aus dem Tal zum Felsennest Starkenburg aufgestiegen waren, bot sich wieder die gewohnte Kulisse von Rebsteilhängen und Mosel. Sehr schöne Fotos und Panoramen finden Sie hier.

Nach dem Abstieg über Moselhöhenweg und schmale Weinbergspfade wurde die Rückreise mit Fähre und Bahn angetreten und der Tag bei einem Gläschen Moselriesling im Heimatdorf beendet.

Kulturreise/Weinreise

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Ein Kurztrip nach Sachsen liegt hinter uns. Mit Freunden ging es zum Wandern in die sächsische Schweiz. Ziel war die Bastei bei Rathen. Eine herrliche Wanderung, zwar etwas getrübt durch den Dauerregen aber trotzdem super! Am Amselsee vorbei, die Schwedenlöcher durchklommen und die Bastei mit der Felsenburg Neurathen erkundet: Hinter jeden Fels eine neue spannende Überraschung.

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Neben einem Besuch in Dresden war der sächsische Weinbau das wichtigste Ziel unseres Kurzurlaubes. Mein Kollege Rolf Fehrmann, dessen Tochter Ines vor Jahren ein Praktikum in unserem Weingut abgeleistet hatte, erwies sich als sehr guter Führer durch den Weinbau an der Elbe. Am Anfang besichtigten wir das ökologisch arbeitende Weingut Hoflößnitz und den Staatlichen Weinberg Goldener Wagen, der durch eine Mauer eingegrenzt ist.

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In der Meissener Winzergenossenschaft gab es dann in der neuen Vinothek die ersten Weine zu probieren. 2009-03-15-karrikatur.jpg

Im Obergeschoß waren Karrikaturen zum Thema Wein ausgestellt und weinprobierend schlenderten wir an den Bildern vorbei.

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Der Besuch im Weingut Schloß Proschwitz hinterließ Respekt bei uns. Das ehemalige Familienweingut wurde nach der Wende von Dr. Georg Prinz zur Lippe zurückgekauft, renoviert und mit Leben erfüllt.  Mittlerweise das größte Privatweingut in Sachsen und qualitativ Spitze. Im Gutshof Zadel, der als Kellerei dient und modernst renoviert wurde, gab es noch eine Kellerführung mit Blick in den Barriquekeller.

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Herrlich hinter dem Gutsgebäude gelegen, die Weinberge von Rolf, die zum Abschluss unserer Exkursion besucht wurden. Kleinräumige Terassen, die klimatisch bevorzugt sind und Spitzenweine hervorbringen. Leider hatte der sehr kalte Winter in Sachsen bei bis zu minus 25 Grad sehr viele Rebknospen erfrieren lassen. Rolf rechnet bei einigen Sorten mit bis zu 90 % Knospenschäden. Evtl. sind etliche Reben sogar gänzlich erfroren und müssen ersetzt werden. Klarheit wird es erst beim Austrieb Ende April geben. Ich drücke ihm die Daumen, dass der Schaden geringer ist wie erwartet.

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Im Anschluss gab es eine weitere Weinprobe mit vielen leckeren Weine, bevor es wieder in unser Quartier ging.

Leider war ich der Fahrer und hätte gerne mehr probiert…

Flucht

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Schon fast als Tradition zu werten: Unsere alljährliche Wanderung am Rosenmontag, die Flucht vor Narren und Karnevalstrubel. Der Klettersteig im Erdener Treppchen wurde dieses Jahr als Ziel gewählt. Wir starteten einige Kilometer vorher und näherten uns unserem Ziel über den Moselhöhenweg.  Das auf der anderen Moselseite liegende Erden wirkte vom Berggipfel wie aus der Vogelperspektive.

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Da die Ausschilderung des Klettersteiges nicht optimal war, wurden einige Pfade doppelt gegangen. Es war nicht weiter tragisch, denn es machte sehr viel Spaß die steilen Felsformationen mit den Weinbergen zu erkunden.

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Da Wandern und Klettern hungrig macht, gab anschließend im Hotel Heil in Lösnich ein ordentliches Riesenschnitzel. Machte richtig satt und schmeckte sehr gut.


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Winterwanderung

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Die Mosellandschaft ist in Schnee gehüllt und die Sonne scheint. Nicht sehr häufig bei uns im Tal. Mit unseren Freunden wollten wir die Winterlandschaft geniessen und so wurde eine kleinere Wanderung in Angriff genommen. Es sollte nach Bullay gehen und anschließend mit dem Zug zurück.

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Doch schon bei der ersten Rast am Pündericher Fährhäuschen bei Glühwein und Fingerfood wurde umgeplant.

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Vorbei an der Marienbug wurde als nächstes Ziel Zell angepeilt.

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Im Touristenstädchen Zell wärmten wir uns erst einmal bei einem Kaffee und Kuchen auf, bevor es auf den Rückweg ging.

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In der Dämmerung erreichten wir Briedel.

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Im Abendlicht spiegelten sich die Briedeler Weinberge in der Mosel.


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Nach fast 20 Kilometern rund um die Zeller Moselschleife erreichten wir in der Dunkelheit Pünderich und beendeten die Winterwanderung im Weinhaus Lenz.

Wieder auf der Flucht

Wie im letzten Jahr flüchteten wir auch dieses mal vor dem Rosenmontag. Das Ziel war das gleiche wie im Vorjahr: Das Restaurant „Zum Eichamt“ in Zell-Merl.
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Vorher war jedoch noch wandern angesagt. Über Pünderich und den Bummkopf ging es zur „Schönen Aussicht“ Dort wurde der Blick auf die Zeller Moselschleife genossen, bevor es talwärts ging und der Hunger uns unserem Ziel näher trieb.
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Die kleine aber sehr feine Speisekarte und das Weinangebot waren auch dieses mal sehr überzeugend. Sehr zu empfehlen!