Gegenbesuch

Foto: Christian Millen

Es hat zwar etwas gedauert, aber am kommenden Wochenende kommt der Gegenbesuch von unseren Biowinzerkollegen von Terroirmarche aus Italien.

Nachdem meine Moselwinzerkollegen und ich in den letzten drei Jahren die Gastfreundschaft in Italien genossen haben, können wir diese nun erwidern. Neben sightseing an der Mosel – wir zeigen unsere Heimat natürlich nur von der Schokoladenseite -, findet am Sonntag anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Marken, Italien, eine gemeinsame Weinpräsentation mit ECOVIN Mosel und den Kollegen von Terroirmarche statt.

Die Weinpräsentation findet am kommenden Sonntag im Frankenturm in Trier statt. Geöffnet ist von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Wer Zeit, Lust und Interesse an Wein hat, ist willkommen.

Zeitgleich findet in der direkten Umgebung das Trierer Altstadtfest statt, das mit Hunderten Musikern auf fünf Haupt- und zahlreichen kleineren Bühnen, mit abwechslungsreicher Livemusik von Jazz und Bigbands über Swing und Schlager bis Rock und Pop ein Event der Superlative und der Höhepunkt des Sommers ist.

Es war wieder schön: Terroirmarche

Es war wieder schön! Am vergangenen Wochenende war ich mit meinen Winzerkollegen Jan Klein vom Staffelter Hof, Christian Klein, beide aus Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach, zum dritten Mal beim Terroirmarche Festival in Macerata in Italien, um die Mosel mit ihren Rieslingweinen zu präsentieren.

Ein buntes, weinbezogenes Rahmenprogramm ergänzte die Weinverkostung am vergangenen Samstag und Sonntag. Wie in jedem Jahr gab es eine Fotoausstellung. In diesem Jahr wurden die Bilder von Hassan Badreddine  „Io pure sarò vigna“ im Palazzo Buonaccorsi gezeigt.

Weitere Workshops, ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival, und weitere Veranstaltungen rundeten die Veranstaltung ab.

In der alten Großbäckerei, der Galleria Antichi Forni unter dem Uhrturm, fand die Präsentation der Weine statt.

In den Kellern herrrschte reger Andrang. Da wir an einem Tisch die Moselrieslinge gemeinsam präsentierten, hatte ich genügend Zeit, die italienischen Weine ausgiebig zu verkosten.

Als Weißweinwinzer habe ich natürlich zuerst die weißen Weine aus den Rebsorten Verdicchio und Pecorino und danach die Rotweine probiert. Bis auf den für Moselwinzer etwas hohen Alkoholgehalt waren die Qualitäten sehr gut.

In diesem Jahr bliebt genügend Zeit die italienische Küche zu geniesen. Nach der Präsentation wurde mit den ital. Winzern gespeist, vor der Veranstaltung waren wir auf uns alleine gestellt. Wir hatten trotz leichter Kommunikationsschwierigkeiten immer leckeres Essen auf den Tellern. Besonders gut fand ich den Kaninchenrollbraten in der Osteria dei Fiori, die ich schon vom letzten Jahr her kannte.

Der Eisenmensch

Seit fast einem Jahr steht er in unserem Kräutergarten und bereichert unseren Winzerhof: Der Eisenmensch. Von einem Freund aus alten Weinbergsgerätschaften geschweißt. Eine Erdschippe, alten Pflugscharen, diverse Weinbergshacken, eine Traubengabel und andere Arbeitsgeräte wurden dafür verwendet.

Eine schön Form des Upcyclings: „Kunst“ aus Alteisen.

Raum Nr. 3, 4 und 5

Nachdem Raum Nr. 1 schon seid längerem in Betrieb ist, können nun die Räume 3, 4 und 5 in unserem neuen Betriebsgebäude in Betrieb genommen werden. Die Fertigstellung der Böden hatte etwas länger gedauert wie geplant. Noch einige Stellen mit Farbe bepinseln und dann können nächste Woche die Palettenregale aufgebaut und eingeräumt werden.

Fehlt nur noch der Wasseranschluß, Malerarbeiten im Aussenbereich und andere Kleinigkeiten. Ach ja, fast vergessen, den aufmerksamen Lesern ist es sicherlich aufgefallen. Es gibt noch einen Raum Nr. 2: Die Sanitär- und Sozialräume! Dauert noch etwas. Bisher hatten wir keine und daher vermissen wir sie auch nicht so richtig.

Per i miei amici italiani – Für meine italienischen Freunde

Foto: Archiv, tM Festival 2017

Sono lieto di essere stato invitato per la terza volta dai miei colleghi viticoltori del Terroir Marche, (Italia), come ospite speciale alla presentazione del vino, il 19 maggio alle ore 20 a Macerata. Al fine di presentare la Mosella e il suo Riesling. Sarò accompagnato dai miei colleghi Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv e Markus Boor dalla cantina Klein in Tr-Trarbach.

E‘ possibile trovare me e i nostri vini Riesling della Mosella, che vorrei presentarvi nelle in Antichi forni. Non vedo l’ora della vostra visita!

Altri ospiti d’onore quest’anno sono i produttori di vino dell’Associazione Italiana Luccabiodinamica con i loro vini.

Oltre alla presentazione del vino in Antichi Forni, ci sono ancora Degustazione di vini al Teatro della Società Filarmonico Drammatica, la Mostra fotografica „Io pure sarò vigna“ di Hassan Badreddine nel Palazzo Buonaccorsi, Laboratori Cucina regionale e stagionale in collaborazione con i vini dei miei ospiti italiani e un concerto nel contesto del San Severino Blues Festival.

* 19 e 20 maggio 2018 – tM Festival 2018 *
tM Festival TerroirMarch alla fiera banchi di assaggio e vendita
180 vini – 18 cantine marchigiane
ospiti: Lucca Biodinamica & Ecovin Mosella
dalle ore 16 all ore 22
Ingresso 13 euro
c / o Antichi Forni (via Piaggia della Torre, 4, Macerata)
Ulteriori informazioni possono essere trovate qui: www.terroirmarche.com


Ich freue mich, dass ich zum dritten mal von meinen Winzerkollegen von Terroirmarche, Italien, Region Marken, als ospite speciale, zu deren Weinpräsentation am 19. bis 20. Mai nach Macerata eingeladen bin. Um die Mosel und ihre Rieslinge zu präsentieren, sind meine Kollegen Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach mit dabei.

Im Antichi Forni in der nähe des Uhrturms an der Piazza della Libertà findet ihr mich und unsere Rieslingweine von der Mosel, die ich Euch dort präsentieren möchte. Ich freue mich über Euren Besuch!

Als weitere Ehrengäste sind in diesem Jahr die Winzer der ital. Vereinigung Luccabiodinamica mit ihren Weinen dabei.

Neben der Weinpräsentation im Antichi Forni gibt es noch Weinverkostungen im Teatro della Società Filarmonico Drammatica, die Fotoausstellung „Io pure sarò vigna“ von Hassan Badreddine im Palazzo Buonaccorsi, Workshops regionale und saisonale Küche in Verbindung mit den Weinen meiner ital. Gastgeber und ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival.

Mehr Information gibt es hier:www.terroirmarche.com

Balsam für die Seele

Im letzten Herbst ist das Buch „die neue mosel“ erschienen. Ich dachte mir, dass es wieder so ein übliches Moselbuch mit den üblichen Bildern und den immer gleichen Winzern ist. Ich wollte es mir einmal anschauen, wenn es mir in einer Buchhandlung begegnet, kaufen sicherlich nicht.

Bei einem Besuch bei Freunden lag dieses Buch zufälligerweise rum und ich begann darin zu blättern und anschließend zu lesen. Das Buch hatte mich in Kürze in seinen Bann gezogen.

„..wirft einen überraschenden und ungewohnten Blick auf das Weinanbaugebiet Mosel. Wer die Mosel mit verstaubten Etiketten und schlechter Küche assoziiert, wird in diesem Buch eines Besseren belehrt. Wolfgang Faßbender stellt neue und außergewöhnliche Winzer und Köche vor, führt Interviews mit den wichtigsten Protagonisten und zeigt wie die „Wein-Mosel“ zukünftig aussehen könnte. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise, die an der Obermosel und in Luxemburg beginnt und flussabwärts führt, …“ so der Pressetext des Verlages.

Dem kann ich voll zustimmen. Frische, gut geschriebene Texte von Wolfgang Faßbender, die dazu führen, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Dazu Bilder von Andreas Durst, die die Mosel aus einem anderen Blickwinkel zeigen.

Wir soffen uns langsam den Fluß hinab,… und auf jeder dritten Station stiegen wir aus und sahen nach, wie es mit dem Weine wäre. Es war.“ schrieb schon Kurt Tucholsky auf seiner Moselreise 1929. Dies taten auch die beiden Autoren des Buches – zumindest die Mosel hinab reisen – und die große Überraschung für mich konnte ich auf den letzten Seiten des Buches lesen.

Zu einem war ich erwähnt – neben vielen anderen  Kollegen, die nicht zu den „immer gleichen Winzern“ zählen – , zum anderen kamen sehr lobende Worte über unser Weingut und unsere Weine darin vor.

„bekannt geworden…für seine klugen Blogberichte… keiner tut es so klug und präzise, unterlegt von kühnen Fotos, wie Harald Steffens…“

Das war ja schon Balsam für meine Seele, aber Wolfgang Faßbender setzte noch einen obendrauf:

„Die trockene Spitze, ist weitgehend unabhängig von den Besonderheiten des Jahrgangs, auch von den Großen Gewächsen des Anbaugebietes Mosel kaum zu übertreffen, besitzt eigene, von Kräuterwürze geprägte Klasse, die Preise bleiben ohnehin auf dem Teppich. Dass hier ökologisch gearbeitet wird, hängt niemand an die große Glocke, die Qualität von Steffens hausgemachtem, komplexen Balsamessig ebenfalls nicht.“

Aber unabhängig, ob mir in diesem Moselbuch geschmeichelt wird: lesenswert! Ein muß für dem Weinliebhaber!

„die neue mosel – von weinen und winzern“, Wolfgang Faßbender / Andreas Durst

Mondo Verlag, Heidelberg
208 Seiten, gebunden, gebunden, vierfarbig, 20,1 x 25,4 cm, ISBN: 978-3-938839-36-2, 34,95 €

Raum Nr. 1

Der in der Archtektenzeichnung als Raum Nr. 1 genannte Kellerraum  ist nun voll betriebsbereit. Mit Abfüllung des neuen Jahrganges ist das neue Verkaufslager – bei größeren Versendern heißt das Logistikzentrum – nun voll im Betrieb. Es ist genügend Platz für alle Weine und die entsprechenden Kartonagen vorhanden. Die Arbeitsabläufe sind gegenüber den alten Räumlichkeiten bedeutend besser geworden.

Nächste Woche werden die anderen Lagerräume in unserem neuen Betriebsgebäude wahrscheinlich fertiggestellt. Bis auf kleinere Handwerkerarbeiten können dann alle Betriebsräumlichkeiten ohne Einschränkungen genutzt werden. Die Außenarbeiten sind auch schon weit gediehen, ein Ende der Bauarbeiten ist in Sicht.

Frühlingsgefühle

Immer öfter wärmenden Sonnenschein beim Rebschnitt, die Tage werden auch länger und

erste Korbblüter, die irritiert durch den bisher warmen Winter, schon oder immer noch ihre Blütenpracht zeigen. Vorboten des Frühlings, wären da nicht die Meterologen, die einen Kälteeinbruch für die nächsten Tagen vorhersagen.

Es wird nächste Woche frühmorgens beim Rebschnitt eiskalte Finger geben, die hoffentlich durch die aufgehende Sonne wieder gewärmt werden.

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder: Das Entmisten der Reiler Kirche! Das Zusammenkehren der Fledermauskacke im Dachboden der Reiler Kirche ist die leichteste Übung. Der Abtransport eine andere. Sämtliche Lösungen, durch die kleine Dachgaube mittels eines Rohres den Fledermausguano nach unten zu transportieren, waren sehr mühsam. Vor zwei Jahren endete die Entmistungsaktion desaströs. Letztes Jahr wurde der für uns wichtige Dünger in Säcke gepackt und mit Manpower durch den Kirchturm nach unten getragen. Die bisher beste Lösung.

Dieses Jahr war der Abtransport paradiesisch einfach. Ein Gerüst steht an der Kirche und zum Materialtransport ist ein Dachdeckeraufzug vorhanden. Ratzfatz war der Rebendünger auf dem Anhänger. Leider nur dieses Jahr, denn die Bodenkonstruktion im Dach – Querlattung, Schaltafeln und die darauf liegende Kunststofffolie – wird in den nächsten Tagen vom Naturschutzbund (Nabu) Südeifel erneuert, bzw. renoviert und es muss einiges an Material rauf und runter transportiert werden.

Das mit dem Aufzug würde mir für die nächsten Jahre gefallen. Aber leider aus Kostengründen nicht machbar. Dann wird der Winzer die Säcke schleppen und seine Muskeln trainieren.

Hochwasser 2018, Teil 4: Wir sind wieder betriebsbereit

Wieder haben wir ein Moselhochwasser verabschiedet. Der Weinkeller ist generalgereinigt, ordentlich aufgeräumt, und wieder betriebsbereit.  Nur die Zurrgurte, die die Holzfässer auf dem Fasslager sichern, erinnern noch an den lästigen Besuch der Mosel in unserem Keller.

Wie ich schon in einem früheren Beitrag schrieb: Ein kleines Hochwasser, nur einmal kurz ärgern, mehr war dieses Mal nicht. Wir konnten noch nicht einmal einen Strich zu den bisherigen Hochwassermarken im Treppenhaus ziehen.