Seminar

Ein Seminar zum Thema „Schreiben“; „Story-Telling“; „Bloggen“. Angeboten von unserem Ökoverband ECOVIN in den Räumen der Agrarberatung in Oppenheim am Rhein.

Heike Faller, Journalistin bei der ZEIT, referiert zum Thema Schreiben im Newsletter oder in sozialen Medien. Textaufbau,  Dramaturgie, Gestaltung der Überschrift sind unter anderem Thema.

Obwohl es Samstagabend ist – dieser Text ist während des Seminars entstanden – sind alle Teilnehmer aufmerksam und machen in der Gruppe Textübungen mit der Referentin.

Anhand von Textbeispielen gibt es wertvolle Tipps zum Schreiben und Texten. Vieles weiß ich schon, seit 2003 übe ich ja schon hier im Blog, einiges ist neu für mich und wird in Zukunft sicherlich in meine Texte einfließen.

Kacken für den Biowinzer

Wie seit Jahren schon wurde der Dachboden der Reiler Kirche entmistet. Die große Fledermauskolonie in der Reiler Pfarrkirche war in ihr Winterquartier übergesiedelt und der Weg frei um den Dachstuhl vom Fledermausguano zu befreien. Die neue Bodenkonstruktion, die letztes Jahr eingebaut wurde, erleichterte das Zusammenkehren des für uns wertvollen Düngers.

Leider war die Ausbeute sehr gering. In Spitzenzeiten, als noch fast 5000 Fledermäuse im Dachstuhl lebten – es soll die größte Kolonie des Großen Mausohrs in Deutschland sein – gab es reichlich Dünger für den Biowinzer. Anhand der diesjährig zusammengekehrten Mistmenge gehe ich von einer weniger als halb so großen Sommerkolonie an Fledermäusen aus.

Insektensterben? Veränderte Lebens-, Umwelt- oder/und Standortbedingungen? Oder eine ganz natürliche Schwankung in der Population? Schwierig zu sagen. Ich werde die Spezialisten vom Naturschutzbund (Nabu) Südeifel nach den Ursachen fragen und hoffen, das die Fledermauspopulation sich in den nächsten Jahren wieder erhöht.

wechselnde Wetterverhältnisse

In den letzten Tagen gab es reichlich Regen.  Vor Arbeitsbeginn der Blick in verschiedene Wetterapps auf den Handys meiner Mitarbeiter, dann die Entscheidung, ob im Weinkeller gearbeitet oder draußen die Reben geschnitten wurden.

Leichter Nieselregen bzw. schnell wechselnde Wetterverhältnisse bei starkem Wind mit geringem Regen, hinderten uns natürlich nicht nach draußen zu gehen.

Neidisch der Blick zum Nachbarort Burg, wo die Wolken aufrissen, kein Regen fiel und den Einwohnern ein „Licht aufging“ 🙂

Danke!

Die gestrige Bio-Glühwei(h)n-Nacht war ein voller Erfolg. Die Mannschaft hinter dem Tresen hatte alle Hände voll zu tun, um den Andrang zu bewältigen. Viele Besucher gaben sich die Türklinke in die Hand. Gefühlt das halbe Dorf war gekommen.

Das Verkaufslager, das wir für diese Veranstaltung leer geräumt hatten, reichte vom Platz nicht und viele Gäste standen bei ordentlichen Minusgraden im Hof und wärmten sich mit unserem Rieslingglühwein.

Nach alter Pfadfinderart (ich war früher auch dabei): Jeden Tag eine gute Tat! Da das Jahr so viel Tage hat, machen wir es einmal richtig und sponsoren seit Jahren für diese Glühweinnacht den Glühwein, natürlich Riesling, Kinderpunsch und Kleinigkeiten zum Essen.

Danke an allen die da waren und nun mit den reichlich eingesammelten Spenden den Verein Somero unterstützen, der in Uganda ein Bildungsprojekt betreibt.

Immer noch frei: Ausbildungsplatz

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Da der bisherige Stelleninhaber die Ausbildung in einem Jahr bei uns beenden wird, suchen wir frühzeitig eine/n Nachfolger/in.

Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer/in ist ab dem 01. August 2019 neu zu besetzen.

Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim University besetzt werden.

Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 36 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

Ausbildungsinhalte: Sabrieren

Video: Valentin Heimes

Das Sabrieren steht nicht auf dem Lehrplan für Azubis. Das Abschlagen des Flaschenhalses mittels eines Säbels, hat Azubi Ken trotzdem gelernt und perfekt im Griff, wie Sie im obigem Video sehen können.

Weitere Videos zum Thema Sabrieren finden Sie hier.

Drecksack!

Hat jemand aus Reil Mosel in den letzten Tagen den Drecksack gesehen, der meine erntereifen Weinbergspfirsiche in der Reiler Goldlay (Reilkirch) gänzlich(!) geerntet hat? Oder treffender ausgedrückt, geklaut hat? Sogar wurmiges Fallobst wurde mitgenommen.

Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, gibt es eine eine Belohnung. Infos bitte an mich!

Nur übers Wetter reden…

So schön der abendliche Blick ins Moseltal mit den Rieslingweinbergen auch ist, im Detail macht sich der Winzer des Wetters wegen Sorgen. Den Wassermangel in den Böden sieht man jetzt den Weinreben verstärkt an, wenn man näher hinschaut.

Bei etlichen jungen Reben, die sehr deutlich unter Wassermangel gelitten haben, wurden die Fruchtruten mit den Trauben entfernt, um die Rebstöcke zu entlasten.

Viele Reben sehen besser aus, als wir aufgrund der hohen Temperaturen erwartet haben. Wir haben Weinberge, die immer noch „ausreichend“ Wasser im Boden finden und denen man die Trockenheit nicht ansieht, bis hin zu stark trockengestressten Rebstöcken, bei denen die Triebspitzen und die unteren Blätter schon verdorrt sind.

Ein junger Weinberg wurde bewässert, damit die Rieslingreben vital bleiben. Ein sanfter Landregen mit reichlich Wasser vom Himmel wäre mir lieber.

Bisher angekündigte Gewitter regneten immer am falschen Ort, ist auch manchmal gut so, wenn Hagel dabei ist.

Es ist schon Paradox, wie mein Kollege Eberhard Klein aus Württemberg via Twitter schreibt:

„…ca 30 L in den letzten 8 Wochen. Rundum Hagel — braucht dann auch kein Mensch. Paradox — kann kaum an den Neckar gehen um zu fischen wg. Hochwasser und die Weinberge daneben verdursten…“

Trotz der Trockenheit und fast fehlender Taunässe findet man hin und wieder junge Blätter, die vom Peronosporapilz befallen sind. Wahrscheinlich eine Infektion durch das kleine Gewitter Anfang Juli und den darauf folgenden Taunächten. Diese Pilzinfektionen kann man zur Zeit vernachlässigen. Die Trauben können nicht mehr durch diesen heimtückischen Pilz infiziert werden und es bleiben genügend Rebblätter übrig, die für die Reife der Trauben wichtig sind.

Besuch von Terroirmarche

Der Gegenbesuch unserer ital. Winzerfreunde von Terroirmarche erfolgte vergangenen Wochenende. Es machte  sehr viel Spaß, den Freunden unsere Mosellandschaft zu zeigen und diese von der Mosel zu begeistern. Während ich nur spärlich Fotografierte, werden in Italien jetzt sicherlich Tausende Bilder von der Mosel betrachtet, da die Kollegen dauernd am Knipsen waren.

Ein Spaziergang an der Pündericher Marienburg mit Blick ins Moseltal und auf die Moselschleife begeisterte am ersten Tag die Italiener.

Der Bremmer Calmont war am zweiten Tag das Ziel. Der Klettersteig mit den grandiosen Ausblicken auf die Mosel und die extrem steilen Weinberge faszinierten Gastgeber wie Gäste.

Da gutes Essen und Trinken die Seele zusammenhält, hatten wir gut vorgesorgt. Der im Rucksack mitgebrachte Imbiss der im Calmont mit Blick auf die Mosel verzehrt wurde,

das abendliche Grillen im Weingut bis hin zur Trierer Spezialität Pferdesteak mit geschmorten Zwiebeln und Knoblauchsoße im Restaurant Zur Glocke in Trier.

Über das abendliche Trinken Wein probieren brauche ich weniger zu schreiben. Gehört berufsbedingt dazu.

Tagsüber wurden noch einige Weingüter und deren Weinkeller besichtigt und natürlich gefachsimpelt, soweit die Verständigung auf Englisch möglich war.

Die gemeinsame Weinpräsentation anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Italien, fand im wunderschönen Ambiente des Frankenturmes statt. Leider war der Besucherandrang etwas schwach und so hatten wir Zeit um untereinander die Weine zu probieren und zum Erfahrungsaustausch.

Spannend natürlich die kurze Stadtbesichtigung in Trier mit den imposanten antiken Baudenkmälern und ihre Geschichte als einer der Hauptstädte des Römischen Reiches.

Selbstverständlich wurde die Karl-Marx-Statue in Augenschein genommen, die am 5. Mai 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx vom Bildhauer Wu Weishan gestaltet wurde und ein Geschenk der Volksrepublik China ist.

Vielen Dank für das schöne Wochenende an die Winzer und Winzerinnen Federica Pantaloni, Paolo, Rocco Vallorani und Stefano ValloraniGiorgio Santini und Allessandro Stortini, Frank und Jutta Brohl, Jan Klein, Christian Klein, Ulricke und Markus Boor und Sven Zerwas.

Gegenbesuch

Foto: Christian Millen

Es hat zwar etwas gedauert, aber am kommenden Wochenende kommt der Gegenbesuch von unseren Biowinzerkollegen von Terroirmarche aus Italien.

Nachdem meine Moselwinzerkollegen und ich in den letzten drei Jahren die Gastfreundschaft in Italien genossen haben, können wir diese nun erwidern. Neben sightseing an der Mosel – wir zeigen unsere Heimat natürlich nur von der Schokoladenseite -, findet am Sonntag anlässlich der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Trier und Ascoli Piceno, Marken, Italien, eine gemeinsame Weinpräsentation mit ECOVIN Mosel und den Kollegen von Terroirmarche statt.

Die Weinpräsentation findet am kommenden Sonntag im Frankenturm in Trier statt. Geöffnet ist von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Wer Zeit, Lust und Interesse an Wein hat, ist willkommen.

Zeitgleich findet in der direkten Umgebung das Trierer Altstadtfest statt, das mit Hunderten Musikern auf fünf Haupt- und zahlreichen kleineren Bühnen, mit abwechslungsreicher Livemusik von Jazz und Bigbands über Swing und Schlager bis Rock und Pop ein Event der Superlative und der Höhepunkt des Sommers ist.