Feste feiern, August 2005

Weinfest, August 2005

Weinfest! Mit den Dorfvereinen wird
in einem festlichen Umzug die Weinkönigin mit Ihrer Prinzessin
abgeholt und zum Festplatz am Moselufer gebracht. An der Spitze des
Festumzuges gehen natürlich die Kleinen: Unsere Kindertanzgruppe.

Unsere Reiler Weinkönigin Ellen
eröffnet mit Ihrer Prinzessin Jacqueline das Reiler Weinfest.
Unterstützung bekamen die beiden durch weitere Weinköniginnen
aus den umliegenden Gemeinden.

Während unten im Tal gefeiert wird,
hat man oberhalb der Weinberge eine gute Aussicht ins Moseltal und
auf die angrenzenden Hügel von Hunsrück und Eifel.

Die Hauptwachstumsphase im Weinberg ist vorbei. Die Beeren sind schon
dick und werden in einigen Wochen anfangen zu reifen.

Die Blätter in der Traubenzone haben wir entfernt, damit die
Trauben gegen Pilzkrankheiten abgehärtet werden und in der Traubenschale
mehr Aroma eingelagert wird. Jetzt noch einen schönen Altweibersommer
und dann können wir uns auf die kommende Ernte freuen.

Rebblüte, Juni 2005

Zögerlich begann Mitte Juni die
Rebblüte

Die Blütenkäppchen werden
abgeworfen (links unten im Bild zu sehen), und danach ist die Rebe
(rechts) in der Vollblüte. Man sieht deutlich die Staubgefäße
und die Narbe. Die Rebe ist ein Selbstbestäuber.

Gleichzeitig mit der Rebblüte setzte
sehr warmes Wetter ein und führte zu einem schnellen Verblühen.
Die jungen Beeren wachsen sehr schnell.

Gewitterstimmung im Moseltal.

Im Juni hatte es nicht geregnet und wir wünschten uns für
die Reben ausgiebige Regenfälle. Die ergiebigen Regenfälle
kamen Ende Juni, allerdings ohne Hagel oder andere Wetterunbilden.

Die Weinberge sind ergrünt, Mai 2005

Die Reben hier in der Reiler Goldlay wachsen
schnell. Durch die Niederschläge der vergangenen Wochen ist der
Boden und somit auch die Reben gut mit Wasser versorgt.

In einigen Weinbergen haben wir neben anderen Begrünungspflanzen
auch Walderdbeeren stehen, die dazu verlocken, eine kleine Arbeitspause
einzulegen um sie zu kosten.

Zur Zeit widmen wir uns auch einem leckeren
Nebenprodukt unseres Weingutes. Wir vergären guten Riesling zu
Essig. In einem offenen Isolierbehälter wird bei 29 o Celsius der
Wein zu Essig vergoren. Die Essigbakterien (Acetobacter Orleanensis)
schwimmen an der Oberfläche und veratmen mittels Luftsauerstoff
den Alkohol zu Essig. Kleine Schwimmkugeln helfen der sogenannten Essigmutter,
an der Oberfläche zu bleiben und somit weiter atmen zu können.
Da die Bakterien sehr empfindlich sind, wird der Gäransatz stufenweise
so alle 2 Wochen vermehrt. Ostern hatten wir mit 500 ml angefangen und
jetzt sind es 80 Liter. Es werden noch einige Wochen ins Land gehen,
bis wir bei der Endgröße von ca. 500 Liter sind und der Alkohol
zu Essig vergoren ist.

Der Frühling ist da, April 2005

Die Reben beginnen durch die warmen Temperaturen
zu wachsen.

Von nun an bestimmt die Natur den Tagesrhythmus
des Winzers. Neben der Weinrebe wächst auch die vielfältige
Begrünung in den Weinbergen. Mit unserem Kettenschlepper mähen
die Begrünung in den Steillagen.

Unserem Freund und Hobbywinzer Michael
war vor vier Jahren in einem unwegsamen Weinbergsgelände eine
Trockenmauer eingestürzt. Nach langjähriger Handarbeit,
so ganz ohne Bagger und andere Hilfsmaschinen, wurde in einer Gemeinschaftsaktion
mit Freunden das Werk vollendet: Eine klassische Trockenmauer aus
Schiefer ohne verbindenden Mörtel.

Frühjahr an der Mosel, März 2005

Neben den wichtigsten Winterarbeiten
wie Rebschnitt und Binden werden in der kalten Jahreszeit alte Rebanlagen
für die Neuanpflanzung gerodet. Die alten Reben werden aus
phytosanitären Gründen verbrannt und die alten Pfähle
und Drähte fachgerecht entsorgt.

Nachdem Gesteinsmehle als Grunddüngung
gestreut wurden, wird der Boden durch einen seilgezogenen Rigolpflug
tief gelockert. Die jungen Reben können dann Ende April/Anfang
Mai gepflanzt werden.

In den vorjährig gepflanzten
Rebanlagen wird der Drahtrahmen erstellt, an dem sich die Reben
emporranken können.

Moselland ist auch Urlaubsland

So manch romantische Ecken kann man
in den Winzerdörfern der Mosel entdecken.

Oder vielleicht einmal mit einer der letzten Moselfähren das
Ufer wechseln, bevor diese durch eine Brücke ersetzt wird.Zur
Stärkung nach einem Urlaubstag gibt es neben dem Moselwein
ein reichhaltiges Angebot kulinarischer Köstlichkeiten und
regionalen Spezialitäten in der heimischen Gastronomie.

Winterzeit an der Mosel, Februar 2005

Winterzeit ist auch Hochwasserzeit. Bisher hatten wir
noch Glück. Die Mosel hat nur den tiefer gelegenen Parkplatz vor
unserem Weingut überschwemmt.

Da die Mosel uns bisher verschont hat, konnten die
Arbeiten im Weinkeller zügig vorangehen. Und so ist der Flaschenkeller
zur Zeit nicht mit Wasser gefüllt sondern mit 2004er Weinen, die
auch jetzt zum Verkauf bereit stehen.

Diese alte Dekorationsflasche aus Pappmaché
hat uns eine Berliner Freundin geschenkt.

Wiedererkannt? Wie sagt man heute? Bekannt durch Funk
und Fernsehen!

Wie unsere Freundin erzählte, stammt diese große Dekoflasche
aus dem alten Berliner Hotel Esplanade und soll schon mit Heinz Ehrhard
Filme gedreht haben. Zwar nicht die Hauptrolle, jedoch spielte sie sicherlich
eine wichtige Nebenrolle.

Nun hat sie ihren Platz in unserer Probierstube gefunden.

Weinernte 2004

So sollten reife Rieslingtrauben aussehen: Gesund, ohne
Fäulnis, gelbe, leicht ins bräunliche übergehende Beerenfarbe
und äußerst aromatisch, so daß man fast schmecken kann
wie der spätere Wein wird.

Unser Lesehelfer Mathias konzentriert bei der Arbeit:

Faule, unreife oder pilzbefallene Trauben werden bei der Ernte verworfen,
damit keine negativen Geschmäcker in späteren Wein auftauchen.

Christoph, der ebenfalls bei der Weinernte half, ruft
die Erntemannschaft mit seinem Horn zum zweiten Frühstück und
versucht zugleich, den Nebel zu vertreiben.

Ob es Christoph mit seiner Tröte war oder die Sonne:
Der dichte Morgennebel lichtet sich unter einem strahlend blauen Himmel
und gibt den Blick auf Reil frei.

Wer viel arbeitet muß auch viel essen. Unsere Tochter
Alice hat mal wieder Heißhunger

Derweilen gärt im Weinkeller der Riesling. Die
Gärung wird etwas gekühlt, so daß die Gärung langsamer
verläuft und die Fruchtaromen im Wein bleiben. Der Duft soll im Faß
bleiben und nicht den Keller aromatisieren.

September 2004

Der gute Behang beim Riesling läßt
hoffen, das unsere Lieferschwierigkeiten behoben werden.

Im Weingut beginnen zur Zeit die Erntevorbereitungen.

Generalreinigung ist angesagt. Die
Stahltanks im Verarbeitungskeller werden für die neue Ernte
vorbereitet.

Aufwendiger gestaltet sich die Reinigung
unserer Holzfässer. Während beim Stahltank Wasser und
Bürste reichen, müssen beim Holzfaß zusätzlich
noch der Hochdruckreiniger mit einer speziellen Düse eingesetzt
werden. Unter Zuhilfenahme von Heißdampf und viel Wasser erfolgt
dann die endgültige Reinigung.

Unser neues Holzfaß!

Wir haben unseren Holzfaßkeller um ein Holzfaß erweitert,
damit unsere Rieslinge auch weiterhin in einem Naturprodukt heranreifen
können.

Die Böttgerei Aßmann, eine der letzten in Deutschland,
hat uns dieses Faß nach unseren Wünschen gefertigt.

Mai 2004

Am 24 Mai hatten wir noch einen Spätfrost,
der leichte Schäden beim Rivaner verursachte. Triebspitzen
und die oberen Blätter und Blütenstände sind teilweiser
erfroren.

In den anderen Weinbergen sieht es
dagegen gut aus. Es sind reichlich Blütenstände an den
Reben vorhanden. Ob jedoch alle Blüten befruchtet werden, hängt
allerdings vom Wetter während der Blüte ab.

Moselland auch Urlaubsland! Herrliche
Ausblicke bieten sich, wenn man die Moseluferstraße verläßt
und sich in den Weinberg begibt. Hier blicken Sie auf unser Burger
Hahnenschrittchen hinab.

Das ganze gibt es noch als 360
Grad Rundumblick, bzw. Kugelpanorama.

Eine Ruhepause an der Mosel? Die Aussicht
auf die Reiler Goldlay genießen? Die Gedanken schweifen lassen?
Romantische Ecken findet man überall am Moselufer. Und wenn
es zu heiß ist, kann man ein kühlendes Bad in der Mosel
nehmen. Sand- und Kiesstrände gibt es Einige.


Der Frühling naht, März 2004

Viele fragen
sich, was der Winzer im Winter macht. Winterschlaf? Urlaub? Den
jungen Wein probieren oder gar nichts?

Die Hauptarbeit im Winter/Frühjahr
ist der Rebschnitt. Durch den Rückschnitt der Reben wird die
Ertrags- und Qualitätsleistung gesteuert, bzw. in das richtige
Verhältnis gebracht.

Natürlich ist im Keller auch
sehr viel zu tun. Die jungen Weine werden beobachtet, filtriert
und abgefüllt. Arbeit für die ganze Familie. Auch unserer
Tochter Sophie hat viel Spaß beim Abfüllen.

Es muß natürlich auch getestet
werden, was in die Flasche kommt. Marita Keß und Ihr Vater
Reinhard beim Probieren des neuen Jahrgangs.

Im Weinberg werden die Flächen
vorbereitet, die neu bepflanzt werden sollen. Mit einem seilgezogenen
Pflug wird der Boden tief gelockert, damit die jungen Reben ihn
gut durchwurzeln können. Wenn die Pflanzstäbe stehen,
können die Reben im April/Mai gepflanzt werden.