Es war wieder schön: Terroirmarche

Es war wieder schön! Am vergangenen Wochenende war ich mit meinen Winzerkollegen Jan Klein vom Staffelter Hof, Christian Klein, beide aus Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach, zum dritten Mal beim Terroirmarche Festival in Macerata in Italien, um die Mosel mit ihren Rieslingweinen zu präsentieren.

Ein buntes, weinbezogenes Rahmenprogramm ergänzte die Weinverkostung am vergangenen Samstag und Sonntag. Wie in jedem Jahr gab es eine Fotoausstellung. In diesem Jahr wurden die Bilder von Hassan Badreddine  „Io pure sarò vigna“ im Palazzo Buonaccorsi gezeigt.

Weitere Workshops, ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival, und weitere Veranstaltungen rundeten die Veranstaltung ab.

In der alten Großbäckerei, der Galleria Antichi Forni unter dem Uhrturm, fand die Präsentation der Weine statt.

In den Kellern herrrschte reger Andrang. Da wir an einem Tisch die Moselrieslinge gemeinsam präsentierten, hatte ich genügend Zeit, die italienischen Weine ausgiebig zu verkosten.

Als Weißweinwinzer habe ich natürlich zuerst die weißen Weine aus den Rebsorten Verdicchio und Pecorino und danach die Rotweine probiert. Bis auf den für Moselwinzer etwas hohen Alkoholgehalt waren die Qualitäten sehr gut.

In diesem Jahr bliebt genügend Zeit die italienische Küche zu geniesen. Nach der Präsentation wurde mit den ital. Winzern gespeist, vor der Veranstaltung waren wir auf uns alleine gestellt. Wir hatten trotz leichter Kommunikationsschwierigkeiten immer leckeres Essen auf den Tellern. Besonders gut fand ich den Kaninchenrollbraten in der Osteria dei Fiori, die ich schon vom letzten Jahr her kannte.

Der Eisenmensch

Seit fast einem Jahr steht er in unserem Kräutergarten und bereichert unseren Winzerhof: Der Eisenmensch. Von einem Freund aus alten Weinbergsgerätschaften geschweißt. Eine Erdschippe, alten Pflugscharen, diverse Weinbergshacken, eine Traubengabel und andere Arbeitsgeräte wurden dafür verwendet.

Eine schön Form des Upcyclings: „Kunst“ aus Alteisen.

Infloreszenz

Die Infloreszenz – der Winzer sagt Geschein – oder der Blütenstand der Rieslingrebe. Dieses Jahr sind reichlich Blütenstände vorhanden, die auf viele Rieslingtrauben und volle Keller hoffen lassen.

Einige Gescheine sind riesig geraten. Das könnten Monstertrauben werden. Da man ja den Tag nicht vor dem Abend loben soll und der volle Weinkeller noch nicht in Sicht ist, beschränke ich mich auf die nahe Zukunft. Ich wünsche mir einen ordentlichen Regenguss – es wird so langsam trocken – und optimales Wetter für die Rebblüte, die in einigen Wochen beginnt.

Das alte Teil

Gestern den Mulcher an die Raupe angebaut und heute fing ich an, unsere Begrünungen zu mähen. Klappte alles Prima. Das alte Teil mit den vielen Schweißnähten und Verstärkungseisen funktionierte wie am ersten Tag, der schon über 20 Jahre zurückliegt. Zwischendurch mal einen der vier Antriebskeilriemen gewechselt, ganz normaler Verschleiß. Dann jedoch kam die Stelle in unseren Weinbergen, in denen das Reiler Goldlayschwein im Winter sein Unwesen getrieben hatte.

Ich schrieb schon damals, dass das Mulchgerät sich „freuen“ wird. Die Mulchmesser hatten durch die Wühlarbeiten der Wildschweine des Öfteren Bodenkontakt und eine sogenannte Reibscheibe, die größere Beschädigungen am Antrieb verhindern soll, musste mehrfach ausgetauscht werden. Lästig, das Teil zu wechseln und die Rebzeile, die nur teilweise gemäht war, nochmals zu mulchen. Zudem in kurzer Zeit mehr Reibscheiben verschlissen, wie ich sonst im ganzen Jahr benötige.

Die erste Hürde ist überstanden

Die erste Hürde ist überstanden. Dank des hochsommerlichen Wetters letzter Woche ist das Rebwachstum rasant fortgeschritten. Vor einer Woche war noch nichts grünes zu sehen und jetzt sind schon die ersten Blättchen entfaltet. Aus allen Knospen wachsen Rebtriebe.

Es gibt fast keine Verluste durch Austriebsschädlinge, die die Knospen ausfressen. Auch kein Frost in Sicht, der bittere Gedanken an das letzte Jahr aufkeimen lässt.

Bisher gefällt mir das aktuelle Weinjahr. Noch ist alles im grünen Bereich und ich hätte nichts dagegen, dass es so weitergeht. Vielleicht einmal eine Normalernte mit vielen gefüllten Weinfässern? Dann hoffe ich einmal, dass uns dieses Jahr die Witterung freundlich gesonnen ist.

Wo kein Mistus, da hilft auch kein Christus

Gestern Morgen saß ich noch mit dem kleinen grünen Schippchen in der Transportwanne des Kettenschleppers, um den Fledermausguano als Dünger im Weinberg zu verteilen. Mittags war der Schleuderstreuer an der Raupe angebaut und der Azubi brachte alleine das pelletierte Federmehl aus. Meine Hilfe beschränkte sich auf das Nachfüllen des Streuers und der Vermittlung von Lerninhalten.

„Wo kein Mistus, da hilft auch kein Christus“, eine alte Bauernweisheit. Der „Mist“ bringt die Nährstoffe in den Boden zurück, die der Winzer ihm mit dem Wein entzieht. Es ist zwar nicht viel was die Rebe benötigt, aber Ersatz ist wichtig, damit die Weinreben nachhaltig vital und gesund bleiben.

Nächste Woche wird der Dünger in einigen Weinbergen mit dem Grubber eingearbeitet und die Grundlage für einen guten Vegetationsstart ist von meiner Seite aus gegeben. Jetzt muss in den nächsten Monaten nur noch das Wetter mitspielen.

Raum Nr. 3, 4 und 5

Nachdem Raum Nr. 1 schon seid längerem in Betrieb ist, können nun die Räume 3, 4 und 5 in unserem neuen Betriebsgebäude in Betrieb genommen werden. Die Fertigstellung der Böden hatte etwas länger gedauert wie geplant. Noch einige Stellen mit Farbe bepinseln und dann können nächste Woche die Palettenregale aufgebaut und eingeräumt werden.

Fehlt nur noch der Wasseranschluß, Malerarbeiten im Aussenbereich und andere Kleinigkeiten. Ach ja, fast vergessen, den aufmerksamen Lesern ist es sicherlich aufgefallen. Es gibt noch einen Raum Nr. 2: Die Sanitär- und Sozialräume! Dauert noch etwas. Bisher hatten wir keine und daher vermissen wir sie auch nicht so richtig.

Start in das neue Weinjahr

Jetzt kommt Schwung in die Natur. Die letzten warmen Tage bemerkt man schon an den Pflanzen. Das allgemeine Ergrünen der Landschaft wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die Pfirsichbäume stehen kurz davor, die Blüten zu entfalten, die anderen Obstbäume werden sicherlich binnen weniger Tagen folgen.

Die Startbedingungen für die Reben sind auf jeden Fall hervorragend. Der in den letzten Tagen reichlich gefallene Regen füllte die Bodenwasservorräte auf.  Der Austrieb der Rieslingreben ist durch die kalten Tage in den letzten Wochen verzögert worden und später als im letzten Jahr.  Die Gefahr durch Spätfröste ist dadurch geringer. Wenn uns in den kommenden Wochen beim Austrieb der Rhombenspanner in Ruhe lässt, wäre das ein idealer Start in das neue Weinjahr 2018.

Per i miei amici italiani – Für meine italienischen Freunde

Foto: Archiv, tM Festival 2017

Sono lieto di essere stato invitato per la terza volta dai miei colleghi viticoltori del Terroir Marche, (Italia), come ospite speciale alla presentazione del vino, il 19 maggio alle ore 20 a Macerata. Al fine di presentare la Mosella e il suo Riesling. Sarò accompagnato dai miei colleghi Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv e Markus Boor dalla cantina Klein in Tr-Trarbach.

E‘ possibile trovare me e i nostri vini Riesling della Mosella, che vorrei presentarvi nelle in Antichi forni. Non vedo l’ora della vostra visita!

Altri ospiti d’onore quest’anno sono i produttori di vino dell’Associazione Italiana Luccabiodinamica con i loro vini.

Oltre alla presentazione del vino in Antichi Forni, ci sono ancora Degustazione di vini al Teatro della Società Filarmonico Drammatica, la Mostra fotografica „Io pure sarò vigna“ di Hassan Badreddine nel Palazzo Buonaccorsi, Laboratori Cucina regionale e stagionale in collaborazione con i vini dei miei ospiti italiani e un concerto nel contesto del San Severino Blues Festival.

* 19 e 20 maggio 2018 – tM Festival 2018 *
tM Festival TerroirMarch alla fiera banchi di assaggio e vendita
180 vini – 18 cantine marchigiane
ospiti: Lucca Biodinamica & Ecovin Mosella
dalle ore 16 all ore 22
Ingresso 13 euro
c / o Antichi Forni (via Piaggia della Torre, 4, Macerata)
Ulteriori informazioni possono essere trovate qui: www.terroirmarche.com


Ich freue mich, dass ich zum dritten mal von meinen Winzerkollegen von Terroirmarche, Italien, Region Marken, als ospite speciale, zu deren Weinpräsentation am 19. bis 20. Mai nach Macerata eingeladen bin. Um die Mosel und ihre Rieslinge zu präsentieren, sind meine Kollegen Jan Klein, Staffelter Hof, Kröv und Markus Boor vom Weingut Klein in Tr.-Trarbach mit dabei.

Im Antichi Forni in der nähe des Uhrturms an der Piazza della Libertà findet ihr mich und unsere Rieslingweine von der Mosel, die ich Euch dort präsentieren möchte. Ich freue mich über Euren Besuch!

Als weitere Ehrengäste sind in diesem Jahr die Winzer der ital. Vereinigung Luccabiodinamica mit ihren Weinen dabei.

Neben der Weinpräsentation im Antichi Forni gibt es noch Weinverkostungen im Teatro della Società Filarmonico Drammatica, die Fotoausstellung „Io pure sarò vigna“ von Hassan Badreddine im Palazzo Buonaccorsi, Workshops regionale und saisonale Küche in Verbindung mit den Weinen meiner ital. Gastgeber und ein Konzert im Rahmen des San Severino Blues Festival.

Mehr Information gibt es hier:www.terroirmarche.com

fast fertig

Die Winterarbeiten im Weinberg sind fast fertig. Letzte Woche wurde der sehr zeitaufwendige Rebschnitt beendet. Die nach dem Rebschnitt verbliebenen Fruchtruten der Rieslingreben werden nun im Drahtrahmen nach unten gebogen und festgebunden. Ein kleines Helferlein, der Beli Rebenbinder, umschlingt die Rute und den Weinbergsdraht mit einem dünnen Draht und verdrillt diesen.

Mehr Info über dieses kleine Helferlein finden Sie hier, ein passendes Video hier.

Endlich eine Arbeit, die viel schneller vonstatten geht, als der Rebschnitt. Einige Tage noch und auch diese Arbeit ist fertig.

Trotz der sehr kalten Tage zum Monatswechsel, die ein Arbeiten im Weinberg verhinderten, und der Renovierung unseres neuen Betriebsgebäudes, liegen wir sehr gut in der Zeit.

Jetzt darf muss der Frühling kommen, damit die Natur erwacht und alles ergrünt.