Immer noch frei: Ausbildungsplatz

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Da der bisherige Stelleninhaber die Ausbildung in einem Jahr bei uns beenden wird, suchen wir frühzeitig eine/n Nachfolger/in.

Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer/in ist ab dem 01. August 2019 neu zu besetzen.

Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim University besetzt werden.

Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 36 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

Weinstein

Wir haben in den letzten Tagen den jungen Rieslingwein von der Grobhefe abgetrennt. Beachtenswert war der sehr hohe Weinsteinausfall im neuen Wein. Insbesondere an den Zapfen der Holzfässer führte es zu kleinen Problemen beim Anstich.

Zapfen losschlagen, etwas lockern und dann schnell rausziehen und den Anstichhahn in das Zapfenloch stoßen war nicht so ganz einfach. Der Weinstein blockierte das Herausziehen des Zapfens. Da der Azubi vor der Ernte viel geübt hatte und ich ihm noch einige Tipps aus Kellermeisters Trickkiste gezeigt hatte, klappte es trotzdem sehr gut.

Bei den im Tank gelegenen Armaturen das gleiche Bild. Richtig viel grobkörniger Weinstein, der die dahinter liegende Armatur nicht erkennen lässt.

Weinsteinausfall heißt auch immer Säureminderung, da sich die Weinsäure des Weines mit dem im Wein vorhandenem Kalium verbindet und ausfällt. Chemisch gesehen Kaliumhydrogentartrat (Summenformel KC4H5O6), ein begehrtes Produkt, das bei auch als Küfergold bezeichnet wird. Diese Verringerung der Säure trägt zu der Harmonisierung des Weines bei.

Apropos Riesling: Die Weine zeigen sich momentan von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik und außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist.

Einfach gesagt: Es schmeckt, sehr gut!

Küchenparty

Der Winzer winzert nicht nur im Weinberg und Weinkeller. Auch der Verkauf muss gefördert werden. So freuten wir uns am vergangenen Wochenende über die Einladung unseres Lieblingsrestaurants Reiler Hof, bei der Küchenparty teilzunehmen und einige unserer Weine vorzustellen. Trinken und Essen auf höchstem Niveau!

Die Kleinigkeiten zum Aperitif wurden in den Speisesälen als Fingerfood gereicht. Schlemmen war angesagt.

Gratinierte Austern, Froschschenkel mit Cremespinat und andere kleine Leckereien überzeugten.

Die Vorspeisen ebenfalls deliziös: Z.B. Créme Brülée von der Gänseleber oder Thunfisch mit Currymango und asiatischem Gemüsesalat. 

Als Sattmacher und Hauptspeise folgten weitere Köstlichkeiten aus der Restaurantküche, die vom Dessert gekrönt wurden.

Bis auf das Fingerfood mussten sich die Gäste selbst in der Küche und bei den vier im Lokal anwesenden Rieslingwinzern bedienen. Das ganze als Küchenparty zelebriert. Nicht steif am Tisch sitzen und sich bedienen lassen, sondern ständig in Bewegung bleibend um Nachschub an Trink- und Essbarem zu besorgen und nebenbei noch andere nette Menschen kennenlernen.

Ausbildungsinhalte: Sabrieren

Video: Valentin Heimes

Das Sabrieren steht nicht auf dem Lehrplan für Azubis. Das Abschlagen des Flaschenhalses mittels eines Säbels, hat Azubi Ken trotzdem gelernt und perfekt im Griff, wie Sie im obigem Video sehen können.

Weitere Videos zum Thema Sabrieren finden Sie hier.

Weinernte 2018: Eine kleine Zusammenfassung

Eine kleine Zusammenfassung zum Weinjahr 2018:

Sehr früh, schon Mitte April, ergrünten die Weinberge. Jede Rebknospe trieb aus und der Blütenansatz war sehr groß. Die Rebblüte erfolgte extrem früh im Mai. Trotz niedriger Winterniederschläge sah die Wasserversorgung der Rieslingreben bis Mitte Juni noch sehr gut aus. Dann folgte eine bisher noch nie gekannte Trockenphase, die bis heute anhält. Wir machten uns große Sorgen und hangelten uns von einem Gewitterniederschlag zum nächsten. Die Reben standen unter dauerndem Trockenstreß.

Ab September gab es nach den heißen Sommertemperaturen endlich die gewünschten kühleren Nachttemperaturen, damit der Riesling als cool climate Pflanze seine typischen Aromen in die Trauben einlagern konnte. Mit etwas Glück und einem extra Gewitter über Reil gab es bei uns keine Notreife mit den damit verbundenen Problemen wie niedrige Zuckergehalte in den Beeren, Bitternoten, Säuremangel usw.

Die Weinernte begann schon sehr zeitig Ende September bei bestem Wetter. Keinerlei Wetterwidrigkeiten wie Kälte oder Regen behinderten die Ernte. Die Rieslingtrauben waren ausnahmslos perfekt und Fäulnis suchte man vergebens. Erstmalig konnten wir ohne die bei uns übliche strenge Selektion ernten.

Die Trauben waren alle vollreif und hocharomatisch, die analytischen Werte im optimalen Bereich. Vom Basiswein – dieses Jahr auf einem etwas höheren qualitativem Niveau – über den Sektgrundwein bis hin zur Auslese konnten wir alle Qualitäten ernten.

Die neuen Rieslingweine schmecken extrem gut. Die Erntemengen sind mehr als ausreichend und füllen nach mehreren kleinen Ernten unseren Weinkeller.

Weinernte 2018: tänzelnde Eleganz

Rieslingtrauben an den steilen Moselhängen ernten, heißt auch harte körperliche Arbeit. Das Abschneiden der Trauben ist noch relativ einfach, dass Aufsammeln der Erntekisten und stapeln auf dem Anhänger ist schon bedeutend anstrengender. Um die körperliche Belastung zu minimieren, wechselten die Erntehelfer sich untereinander ab.

Auch die Mädels packten mit an, um die Kisten in die Weinpresse zu entleeren.  Bewundert durch die männlichen Helfer wanderten die Trauben in die Weinpresse und die männliche Hauruck Fraktion staunte nicht schlecht über die tänzelnde Eleganz mit der Dies geschah. Ein weiteres Bild gibt es hier.

Weinernte 2018: Wir haben fertig!

Nachdem der Kampf um die letzten Rieslingtrauben in der letzten Rebzeile ohne gegenseitige Schnittverletzung beendet war, kann ich jetzt verkünden: „Wir haben fertig!“

Und wie immer an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Lesemannschaft Niels, Tjaakje, Chefin Marita, Nena, Halil (knieend), Felix, Freddy, Azubi Ken, Barış, (v.l.n.r.) und die heute nicht dabei gewesenen Alice, Christoph, Louis, Greta, Emma, Valentin, Rosi, Maria, Elke, Jörn, Lea und Sophie.

Wie immer: Rasend schnell, immer gut drauf und alle Neuigkeiten aus dem Dorf wissend.

Weinernte 2018: Winzerwunschwetter

Die morgendliche Ernte startet fast immer im dichten Nebel bei kühlen Temperaturen. Das Vorauskommando verteilt am Weinberg die Erntekisten.

Kurze Zeit später folgt die froh gelaunte, warm angezogenen Erntemannschaft (hier nur ein Teil), um mit dem Tagewerk zu beginnen.

Aber dann, wenn der Nebel sich gelichtet hat, scheint die Sonne bei strahlend blauem Himmel bis in die Abendstunden.

 

So warm, dass die mitgenommenen Gummibärchen für die Frühstückspause zu schmelzen beginnen und eine einheitliche Masse werden.

Bisher haben wir noch nie eine solche Weinernte erlebt. Es herrscht bester Altweibersommer ohne jeglichen Regen, morgendlich angenehme, kühle Temperaturen und mittags hat, hitzebedingt, fast keiner Lust zum Arbeiten.

Die Rieslingtrauben erfreuen sich noch nie da gewesener Gesundheit, dazu beste Qualität und es ist auch die bisher größte Weinernte, die wir ernten durften.

Weinernte 2018: Teamwork mit dem Dream-Team

Es läuft! Sehr gut! Hand in Hand arbeiten unsere Erntehelfer im Weinberg und Weinkeller. Seit etlichen Jahren sind sie ein eingespieltes Team. Neue Helfer werden umgehend eingebunden. Ohne das großartige Anweisungen unsererseits gegeben werden, verteilen sich die Helfer im Weinberg auf die Rebzeilen zum Ernten. Auch der Transport der Trauben aus dem Weinberg organisiert sich fast von selbst.

Kaum im Weingut angekommen wird sofort der Raupenschlepper vom Tieflader gefahren und dieser abgehängt.

Für das Entleeren der Erntekisten in die Weinpresse finden sich,

wie auch für das Einstampfen der Pressrückstände für die Tresterbrandherstellung, schnell fleißige Hände (und Füße).

An dieser Stelle einmal ein Dankeschön an unsere Helfer und Helferinnen für die sehr entspannte Zusammenarbeit und für das tolle Teamwork.