Seminar

Ein Seminar zum Thema „Schreiben“; „Story-Telling“; „Bloggen“. Angeboten von unserem Ökoverband ECOVIN in den Räumen der Agrarberatung in Oppenheim am Rhein.

Heike Faller, Journalistin bei der ZEIT, referiert zum Thema Schreiben im Newsletter oder in sozialen Medien. Textaufbau,  Dramaturgie, Gestaltung der Überschrift sind unter anderem Thema.

Obwohl es Samstagabend ist – dieser Text ist während des Seminars entstanden – sind alle Teilnehmer aufmerksam und machen in der Gruppe Textübungen mit der Referentin.

Anhand von Textbeispielen gibt es wertvolle Tipps zum Schreiben und Texten. Vieles weiß ich schon, seit 2003 übe ich ja schon hier im Blog, einiges ist neu für mich und wird in Zukunft sicherlich in meine Texte einfließen.

Vorbereitungen

Die ersten Vorbereitungen zum Abfüllen der 2018er Rieslinge sind getroffen.

Heute wurde der Kieselgurfilter, den ich mir mit mehreren Kollegen teile, ins Weingut geholt. Die Einkaufsliste für die Filtrationshilfsstoffe ist auch schon geschrieben. Am Donnerstag, Regenwetter ist vorhergesagt, werden dann die Vorbereitungen wie Materialeinkauf, Vorreinigung der benötigten Geräte und so weiter erledigt.

Ebenfalls zum gemeldeten sehr kalten Wetter in der nächsten Woche können wir dann im relativ warmen Keller unsere Rieslingweine filtrieren.

Die vor der Filtration noch vorhandene leichte Hefetrübung behindert das Freisetzen des Bouquets. Erst  nach der Filtration kann man die ganze Bandbreite der Aromen riechen und schmecken.  Ich lasse mich überraschen, welche weiteren Aromen dann bei den überaus guten 2018er Rieslingen schmeck- und riechbar werden.

Zu guter Letzt haben wir heute bei unserem Steffens-Keß Verkosterteam nachgefragt, wann sie denn Zeit hätten, um unsere 2018er Weine zu beurteilen und mit uns das neue Weinsortiment zu gestalten.

Alles passt!

Wie immer wurden zum Jahreswechsel Proben der neuen Weine gezogen und zum Weinlabor gebracht. Neben der chemischen Analyse wurde unser Wein auch der viel wichtigeren sensorischen Analyse unterzogen. Bei dieser ersten Verkostung, die von neutralen, betriebsfremden Verkostern durchgeführt wird, – wir sind ja bekanntermaßen betriebsblind – geht es um vor allen Dingen um die Fehlerfreiheit unserer Weine. Die genaue qualitative Beurteilung erfolgt später durch das Steffens-Keß Verkosterteam.

Die Oenologen des Labors bescheinigten den 2018er Rieslingen fehlerfreiheit und hohe Qualitäten. DIe chemischen Werte sind sehr gut. Insbesondere die ausgewogenen Säuregehalte und die recht tiefen pH-Werte sind sehr erfreulich für den typischen Rieslinggeschmack. Die Alkoholausbeute ist in diesem Jahr etwa höher, aber nicht so hoch wie erwartet. Er liegt immer noch in einem moderaten Bereich für unsere Spaßweine.

Besonders freut es uns, das die Rieslingweine, die für unseren Rieslingsekt vorgesehen sind, analytisch und geschmacklich exakt passend sind.

Bisher alles zu unserer vollsten Zufriedenheit. Alles passt!

Ein sehr guter Jahrgang.  Das Wort Jahrhundert- oder Jahrtausendjahrgang möchte ich nicht verwenden, da diese durch die Klimaänderung häufiger auftreten werden. Superlative, die schon in der Vergangenheit inflationär benutzt wurden.

Kacken für den Biowinzer

Wie seit Jahren schon wurde der Dachboden der Reiler Kirche entmistet. Die große Fledermauskolonie in der Reiler Pfarrkirche war in ihr Winterquartier übergesiedelt und der Weg frei um den Dachstuhl vom Fledermausguano zu befreien. Die neue Bodenkonstruktion, die letztes Jahr eingebaut wurde, erleichterte das Zusammenkehren des für uns wertvollen Düngers.

Leider war die Ausbeute sehr gering. In Spitzenzeiten, als noch fast 5000 Fledermäuse im Dachstuhl lebten – es soll die größte Kolonie des Großen Mausohrs in Deutschland sein – gab es reichlich Dünger für den Biowinzer. Anhand der diesjährig zusammengekehrten Mistmenge gehe ich von einer weniger als halb so großen Sommerkolonie an Fledermäusen aus.

Insektensterben? Veränderte Lebens-, Umwelt- oder/und Standortbedingungen? Oder eine ganz natürliche Schwankung in der Population? Schwierig zu sagen. Ich werde die Spezialisten vom Naturschutzbund (Nabu) Südeifel nach den Ursachen fragen und hoffen, das die Fledermauspopulation sich in den nächsten Jahren wieder erhöht.

wechselnde Wetterverhältnisse

In den letzten Tagen gab es reichlich Regen.  Vor Arbeitsbeginn der Blick in verschiedene Wetterapps auf den Handys meiner Mitarbeiter, dann die Entscheidung, ob im Weinkeller gearbeitet oder draußen die Reben geschnitten wurden.

Leichter Nieselregen bzw. schnell wechselnde Wetterverhältnisse bei starkem Wind mit geringem Regen, hinderten uns natürlich nicht nach draußen zu gehen.

Neidisch der Blick zum Nachbarort Burg, wo die Wolken aufrissen, kein Regen fiel und den Einwohnern ein „Licht aufging“ 🙂

Danke!

Die gestrige Bio-Glühwei(h)n-Nacht war ein voller Erfolg. Die Mannschaft hinter dem Tresen hatte alle Hände voll zu tun, um den Andrang zu bewältigen. Viele Besucher gaben sich die Türklinke in die Hand. Gefühlt das halbe Dorf war gekommen.

Das Verkaufslager, das wir für diese Veranstaltung leer geräumt hatten, reichte vom Platz nicht und viele Gäste standen bei ordentlichen Minusgraden im Hof und wärmten sich mit unserem Rieslingglühwein.

Nach alter Pfadfinderart (ich war früher auch dabei): Jeden Tag eine gute Tat! Da das Jahr so viel Tage hat, machen wir es einmal richtig und sponsoren seit Jahren für diese Glühweinnacht den Glühwein, natürlich Riesling, Kinderpunsch und Kleinigkeiten zum Essen.

Danke an allen die da waren und nun mit den reichlich eingesammelten Spenden den Verein Somero unterstützen, der in Uganda ein Bildungsprojekt betreibt.

Ich bring dich zum Glühen…

Gemütliches Beisammensein bei leckerem  Bio-Glühwein – natürlich aus Riesling –  Infos und Gespräche zum Öko-Landbau.

Am kommenden Samstag, den 15. Dezember, ab 16.oo Uhr, findet zum x-ten Mal in unseren Kellerräumen die Bio-Glühwei(h)n-Nacht statt.

Wie gehabt spenden wir den Glühwein und Ihr ins Spendenschwein. Der Erlös geht an eine wohltätige Organisation. Welche ist noch unklar. Der Familienrat wird sich noch beraten.

Für die, die von weiter herkommen und auch Durst haben: Der letzte Zug ab Reil fährt um 22.13 nach Bullay, dort besteht Anschluß nach Trier bzw. Koblenz. In Richtung Tr.-Trarbach fährt der letzte Zug um 21.44 Uhr.

Immer noch frei: Ausbildungsplatz

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Da der bisherige Stelleninhaber die Ausbildung in einem Jahr bei uns beenden wird, suchen wir frühzeitig eine/n Nachfolger/in.

Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer/in ist ab dem 01. August 2019 neu zu besetzen.

Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft der Hochschule Geisenheim University besetzt werden.

Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 36 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

Weinstein

Wir haben in den letzten Tagen den jungen Rieslingwein von der Grobhefe abgetrennt. Beachtenswert war der sehr hohe Weinsteinausfall im neuen Wein. Insbesondere an den Zapfen der Holzfässer führte es zu kleinen Problemen beim Anstich.

Zapfen losschlagen, etwas lockern und dann schnell rausziehen und den Anstichhahn in das Zapfenloch stoßen war nicht so ganz einfach. Der Weinstein blockierte das Herausziehen des Zapfens. Da der Azubi vor der Ernte viel geübt hatte und ich ihm noch einige Tipps aus Kellermeisters Trickkiste gezeigt hatte, klappte es trotzdem sehr gut.

Bei den im Tank gelegenen Armaturen das gleiche Bild. Richtig viel grobkörniger Weinstein, der die dahinter liegende Armatur nicht erkennen lässt.

Weinsteinausfall heißt auch immer Säureminderung, da sich die Weinsäure des Weines mit dem im Wein vorhandenem Kalium verbindet und ausfällt. Chemisch gesehen Kaliumhydrogentartrat (Summenformel KC4H5O6), ein begehrtes Produkt, das bei auch als Küfergold bezeichnet wird. Diese Verringerung der Säure trägt zu der Harmonisierung des Weines bei.

Apropos Riesling: Die Weine zeigen sich momentan von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik und außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist.

Einfach gesagt: Es schmeckt, sehr gut!