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Raum Nr. 3, 4 und 5

Nachdem Raum Nr. 1 schon seid längerem in Betrieb ist, können nun die Räume 3, 4 und 5 in unserem neuen Betriebsgebäude in Betrieb genommen werden. Die Fertigstellung der Böden hatte etwas länger gedauert wie geplant. Noch einige Stellen mit Farbe bepinseln und dann können nächste Woche die Palettenregale aufgebaut und eingeräumt werden.

Fehlt nur noch der Wasseranschluß, Malerarbeiten im Aussenbereich und andere Kleinigkeiten. Ach ja, fast vergessen, den aufmerksamen Lesern ist es sicherlich aufgefallen. Es gibt noch einen Raum Nr. 2: Die Sanitär- und Sozialräume! Dauert noch etwas. Bisher hatten wir keine und daher vermissen wir sie auch nicht so richtig.

Raum Nr. 1

Der in der Archtektenzeichnung als Raum Nr. 1 genannte Kellerraum  ist nun voll betriebsbereit. Mit Abfüllung des neuen Jahrganges ist das neue Verkaufslager – bei größeren Versendern heißt das Logistikzentrum – nun voll im Betrieb. Es ist genügend Platz für alle Weine und die entsprechenden Kartonagen vorhanden. Die Arbeitsabläufe sind gegenüber den alten Räumlichkeiten bedeutend besser geworden.

Nächste Woche werden die anderen Lagerräume in unserem neuen Betriebsgebäude wahrscheinlich fertiggestellt. Bis auf kleinere Handwerkerarbeiten können dann alle Betriebsräumlichkeiten ohne Einschränkungen genutzt werden. Die Außenarbeiten sind auch schon weit gediehen, ein Ende der Bauarbeiten ist in Sicht.

Raum für die Zukunft

2017-02-16 Neubau

Im Trockenlager war der Platz bei uns immer knapp. In den letzten Jahren wurde es unangenehm eng, sehr eng. Beim Etikettieren stand der Zweitstapler meistens, des Öftern mit Wein gefüllte Paletten vor der Türe, damit wir im Lager arbeiten konnten. Während der Weinernte erreichte die Raumknappheit den Höhepunkt, da dort auch gekeltert wurde.

Jetzt hat das alles ein Ende. Wir konnten ein angrenzendes Gebäude erwerben, das bis Mitte der siebziger Jahre zu unserer Hofstelle gehörte. Es wurde vom damaligen Besitzer abgetrennt und verkauft.

Mit Renovierung, Modernisierung, teilweisem Abbruch und Wiederaufbau werden wir uns die nächsten Wochen beschäftigen. Reichlich trockener Platz im Gebäude – alles mit dem Gabelstapler zu erreichen -, eine große Hoffläche und eine weitere Zufahrt zur Moselstraße werden uns dann zur Verfügung stehen, die Arbeit erleichtern und optimieren. Unsere Gebäude haben dann Raum für die Zukunft.

Traumschleifen, Seitensprünge und Steige

2016-05-11-geierslayNatürlich ist der Moselsteig mein Lieblingswanderweg, dessen Teilabschnitte ich schon öfters erwandert habe. Dieser Weitwanderweg mit insgesamt 365 km ist zum schönsten Wanderweg 2016 gekürt worden.

Aber auch in Eifel und Hunsrück gibt es viele Weitwanderwege wie z.B. der Saar-Hunsrück-Steig. Daneben gibt es noch unzählige Seitensprünge und Traumschleifen.

Bemerkenswert ist die Etappe 19 des Saar-Hunsrück-Steiges oder die Geierlayschleife, denn beide führen über die längste Hängeseilbücke Deutschlands, die an einem Felsabhang namens Geierlay über den Mörsdorfer Bach führt. Ein absolutes Muss, wenn man in der Moselregion Urlaub macht. Idealerweise unter der Woche zu erwandern, da am Wochenende doch sehr viel Betrieb auf der Brücke ist. Wenn man dann hungrig nach der Wanderung ist, kann man im Besucherzentrum der Geierlaybrücke in Mörsdorf einkehren und sich stärken.

Foto und Realisation: Wilfried Pinsdorf

Mit gedrückter Maustaste kann man das Bild drehen und beim anklicken der Pfeile kommt man zum nächsten Bildstandort.

Weinernte 2012: Der Alptraum wurde wahr

Gestern noch über Freud und Leid geschrieben, heute die Fortsetzung. Nicht über die Freude, nein, über das Leid. So richtig desaströs! Ein richtiges Debakel. So etwas ähnliches gab es schon im letzten Jahr. Scheint sich zu wiederholen.

Aber nun vom Anfang an. Heute morgen, beim inspizieren der großen Holzfässer, konnte ich in eine der Faßdauben locker einen Schraubenzieher stoßen. Der Alptraum jedes Holzfassausbauenden Winzers wurde wahr: Holzschwamm!! (Link führt zu einem ähnlichen holzzerstörenden Pilz) Mit einer Holzküferei telefoniert, ob es reparabel ist. Im Prinzip ja. Aber! Holzfass abbauen, in die Werkstatt bringen (über 100 km), zusammenbauen und Reparatur, abbauen und in den Keller und wieder zusammenbauen. Und im übrigen und sowieso und überhaupt haben wir vor Mitte 2014 keine Zeit, die Auftragsbücher sind voll. Kurz noch eine Schnellkalkulation geben gelassen und festgestellt, das es sich wirtschaftlich nicht lohnt.

Also mit dem Abbau des Fasses begonnen. Gar nicht so einfach! Eichenholz, 5-6 cm Fassholzdicke, nicht wie bei Ikea furniert und leicht, sondern massiv und richtig schwer! So abbauen, das das daneben liegende Faß nicht beschädigt wird. Mit der Faßwinde schräg stellen, Faßreifen lockern, Faßdauben vom Faßboden lösen, mit dem richtig dicken Hammer vorderen Faßboden lockern und entfernen. Dann ging es nicht mehr weiter. Sind richtig stabil gebaut. Die hinteren Faßreifen, die nur gelockert waren, hielten mit aller Macht das Holz zusammen.

Nach einigem Grübeln – ich hoffe, dass die Berufsgenossenschaft hier nicht mitliest – den Winkelschleifer genommen und ganz vorsichtig, zum wegspringen bereit, halb versteckt hinter dem Nachbarfass, die Fassreifen durchtrennt. Schlagartig hatte sich mein Problem gelöst.

Das war einmal ein 3000 l Holzfass. Zum trocknen auf der Palette. Zu schade, um es im Ofen zu verheizen. Im Gegensatz zum gestrigen Moselfuderfass doppelt so dickes Eichenholz!  Ideales Möbelbauholz!  Lange abgelagert und Jahrzehnte mit Riesling gebeizt! Ich werde meinen Schreiner fragen. Oder hat sonst jemand Interesse?

Das ist eine der beiden beschädigten Dauben. Der Holzschwamm  hat 80% der Daubendicke zerstört. Als Ersatz habe ich mir kurzfristig únd mit viel Glück noch den letzten verfügbaren Edelstahltank bei meinem Kellereiartikelhändler geordert. Zwar nur ein zweitausender, aber, wie ich schon schrieb, bei Holzfässern hat man lange Lieferzeiten, sind fast doppelt so teuer und für die erwartete kleinere Ernte wird der Platz im Weinkeller reichen.

Traumstoff

 

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Die 2009er Rieslinge sind abgefüllt und sind ab sofort lieferbar, wenn denn endlich die Druckerei die Etiketten fertig hätte. Wurden mir für Gestern Morgen zugesichert, dann für heute Morgen und jetzt heißt es Morgen…! Die Lieferzeiten auf der Homepage der Druckerei sollten vielleicht in „Morgen“ geändert werden.

Ein verdammt guter Jahrgang! Schon an den Trauben während der Weinlese erkennbar: Extrem reife und gesunde Trauben deren Geschmack sich in den jungen Weinen wiederfindet. Viel frische Frucht im Auftakt, sehr elegante klare Struktur, intensives Bouquet mit betörender Aromatik nach Pfirsich, Mango und anderen tropischen Früchten und mit würziger Mineralität. Weine mit einer unnachahmlichen Konzentrierung von Bouquet und Aromastoffen; es ist fast zu schade sie schon jetzt zu trinken, sie könnten noch einige Monate Reifezeit vertragen.

Würde das Wort Jahrhundertjahrgang nicht so inflationär gebraucht und hätten wir nicht die Kimaänderung: Ja würde ich sagen auf die Frage, ob es ein Jahrhundertwein ist. Jedoch die Jahrhunderte werden durch die Erderwärmung immer kürzer und die sogenannten Jahrhundertjahrgänge sind fast an der Tagesordnung. Zudem gab in den letzten 20 Jahren keine schlechten Jahrgänge mehr. Einfach abgeschafft!

Am besten selbst probieren, ob es ein Superjahrgang ist. Die eigene Meinung bilden! Dafür haben wir wie in jedem Jahr ein Probesortiment geschnürt, damit sie sich selbst einen Überblick verschaffen können.

Chance verpasst

Bei der heutigen Weinbergsarbeit begegnete mir heute ein ausgeschwärmtes Bienenvolk, das sich in einem Rebstock zu einer Schwarmtraube zusammen gefunden hatte.

Äußerst friedlich ging es zu. Kein hektisches Treiben wie am Bienenstock im  Weingut. Wie im Streichelzoo hätte man die Bienen anfassen und streicheln können.

Da ausgeschwärmte Bienenvölker als Herrenlos gelten, hatte  der Winzer jedoch andere Gedanken. Schnell noch die Rebzeile fertig machen, dann den Kurzzeitpraktikanten abholen. Die Bienenfangutensilien wären auch schnell zusammen gesucht, aber…

Leider hatte dann der Bienenschwarm das Weite gesucht und der Traum von einem weiteren Bienenvolk hatte sich erledigt.

Weinernte 2018: Läuft!

Nachdem das Kurzehosenwetter vergangener Woche gestern nach einem kräftigem Gewitterregen durch kühles, winzerfreundliches, Langeunterhosenwetter abgelöst wurde, haben wir heute mit der Rieslingernte begonnen. Traumhaftes Wetter mit den lange vermissten kalten Morgenstunden. Die nächsten Tage soll es kühl bleiben.

Perfekte Trauben, ohne jegliche Fäulnis wanderten in die Weinpresse. Der Traubenmost ist geschmacklich und analytisch perfekt für unseren Sektgrundwein. Punktlandung! Sehr erfreulich ist die Erntemenge, die über unseren Erwartungen liegt.

Weinernte 2018: Erntevorbereitungen

Die Erntevorbereitungen sind im Weingut fast beendet. Die Fässer, Tanks und der Kleckerkram sind generalgereinigt und warten auf die kommende Ernte. Nur noch die Holzfässer müssen mit einem Pflegeöl eingerieben und auf dem Fasslager ausgerichtet werden.

Bevor das über den Sommer konservierende Wasser in den Fässern abgelassen wurde, durfte der Azubi nochmals den Anstich bei unserem typischen Moselfuderfass üben. Den Zapfen am Fass mit dem Hammer lösen, diesen ganz schnell herausziehen und ebenso schnell den Hahn mit dem Anstichkonus in das Zapfenloch stoßen. Eigentlich ganz einfach. Die Kunst ist es nur, so wenig Flüssigkeit wie möglich daneben laufen zu lassen.

Da Azubi aber an jedem Fass üben konnte, kann er es jetzt und darf muss dann an mit Riesling gefüllten Fässer den Anstich durchführen.

Jetzt fehlt nur noch die Betriebsbereitschaft der Weinpresse. Vor zwei Wochen wurde das Presstuch nach 11 Jahren Einsatz erneuert und die Presse durchgecheckt. Bei Inbetriebnahme stellten wir fest, dass eine Sicherung geschmolzen war. Kein Problem, Steckdose gewechselt und die Presse lief.

Gestern sollte sie gereinigt werden. Beim Einschalten funktionierte nichts, aber auch rein gar nichts. Der abends herbeigerufene Elektriker diagnostizierte eine defekte Sicherung innerhalb der Maschine. Sicherung erneuert und die Maschine hatte Strom. Weiter überprüften wir diese nicht. Heute der erneute Versuch der Reinigung. Wieder ein Problem! Das Luftablassventil reagierte nicht. Nach kurzer Zeit war der Elektriker da und die Suche begann. Da das Ventil nachträglich eingebaut worden war, gab es keine Schaltpläne von diesem und die Diagnose dauerte etwas länger. Nach geraumer Zeit stellten wir fest, dass an der Steuerelektronik des Stellventiles ein Kurzschluss entstanden war. Jetzt hatten wir die Erklärung für die beiden kaputten Sicherungen. Ein komplett neues Luftventil (elektronikfrei!) ist bestellt und wird nächste Woche eingebaut.

Ich hoffe, das war es für diese Saison. Vor etlichen Jahren gab es schon einmal massiv Probleme. Nach und nach versagten etliche Komponenten der Weinpresse und fast täglich waren die Monteure bei uns im Weingut. Hier nachzulesen: Murphys Gesetz „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Verrieseln

Das Verrieseln, das Abstoßen der nicht befruchteten Beeren. Ein ganz normaler Vorgang. Normalerweise werden nicht alle Rebblüten bestäubt, je nach Rebsorte nur 30 bis 60% der Blüten. Die nicht befruchteten Beerchen fallen später raus, rieseln nach unten.

Idealerweise soll die mittlere Tagestemperatur bei der Rebblüte mindestens 15 °C, besser jedoch 20–25 °C betragen. Zudem trockenes Wetter. Während des Blütezeitraumes vor zwei Wochen lagen die Temperaturen etwas höher, so das eine geringere Bestäubung statt fand. Zudem konkurrierten Rebblüte und Triebspitzen um die gebildeten Nährstoffe, was durch das rasend schnelle Wachstum zu einem Nachteil für die Blüte führte, da die Triebspitze vorrangig versorgt wird.

Die nun die verbliebenen Rieslingbeeren haben bei dem nun folgenden Dickenwachstum mehr Platz und es besteht hoffentlich nicht die Gefahr, dass sich die dicken Beeren schon vorzeitig abquetschen und Fäulnis entsteht wie im letzten Jahr.

Da dieses Jahr sehr große und viele Blütenstände vorhanden waren, mache ich mir um geringen Ertrag – wenn sonst keine weiteren Wetterunbilden dazu kommen –  wirklich keine Sorgen, eher das Gegenteil.