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Hochwasser 2018, Teil 4: Wir sind wieder betriebsbereit

Wieder haben wir ein Moselhochwasser verabschiedet. Der Weinkeller ist generalgereinigt, ordentlich aufgeräumt, und wieder betriebsbereit.  Nur die Zurrgurte, die die Holzfässer auf dem Fasslager sichern, erinnern noch an den lästigen Besuch der Mosel in unserem Keller.

Wie ich schon in einem früheren Beitrag schrieb: Ein kleines Hochwasser, nur einmal kurz ärgern, mehr war dieses Mal nicht. Wir konnten noch nicht einmal einen Strich zu den bisherigen Hochwassermarken im Treppenhaus ziehen.

Hochwasser 2018, Teil 3: Lästiger Besucher

Schaurig schön, das Moselhochwasser vor unserem Weingut in der nächtlichen Dunkelheit. Nach den gestrigen Prognosen waren wir sehr entspannt. Heute stieg die Anspannung nach den morgendlichen Hochwasserprognosen wieder. Ein Wiederanstieg über den bisherigen Höchststand wurde für morgen vorhergesagt. Mit der Tendenz weiter zu steigen.  Meine persönliche Schmerzschwelle war damit überschritten.

Azubi Ken war sofort zur Stelle, als ich Ihn anrief. Übrigens das erste Mal, dass bei einem Hochwasser der Lehrling oder Praktikant erreichbar war und mithalf. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, oder durch Wasser beschädigt werden kann, kam in Gitterboxen und wurde ins Trockene gebracht. Die Holzfässer wurden mittels Gurten am Fasslager festgezurrt.

Der ganze Flaschenkeller wurde umgestapelt. Unter die gefüllten Gitterboxen kam eine leere Box. Moselschlammverkrustete Weinflaschen sind vor dem etikettieren nicht so leicht zu reinigen. Nun sind die Weinflaschen bis zu einem Pegelstand von knapp über 9 m gesichert.

Zu guter Letzt entfernten wir die gestern angebrachte Abdichtung, die verhinderte, dass die Mosel über die Regenwasserkanalisation in den Keller kam. Da wir ja einiges unter dem Wasserstand der Mosel lagen, schoß das Wasser mit Kraft in den Weinkeller.

Ich lasse mich einmal überraschen, wie lange sich dieser lästige Besucher in unserem Weinkeller aufhält.

Hochwasser 2018, Teil 2: Die Sache mit der Decke

Als ich heute Morgen in den Keller kam, lief die Mosel schon in diesen. Das Hochwasser war stärker gestiegen als prognostiziert. Die Hochwasserwarnungen heute Morgen gingen von einem weiteren Steigen der Mosel aus. Ein Ende war nicht absehbar.

Wichtigstes Arbeitsmaterial, und auch sofort eingesetzt, war daher heute Morgen eine alte Decke und ein Hochdruckfass. Die Decke wurde exakt (!) viermal gefaltet und auf den Schacht, aus dem über die Regenwasserkanalisation die Mosel in den Keller strömte, gelegt. Dann kam die Schachtabdeckung auf die Decke, die mit dem Drucktank beschwert wurde. Und dicht war das Ganze. Die Mosel war vorerst ausgesperrt.

In aller Ruhe wurde dann mit dem Sichern des Weinkellers begonnen. Da das Hochwasser nicht allzu hoch kommen würde, wurde nur das kleine Programm durchgeführt: Weinpumpe, Kleckerkram, der auf dem Kellerboden stand und einige Paletten mit Spezialtanks wurden eine Etage höher gebracht.

Zwischendurch immer wieder der Blick ins Internet mit den aktuellen Hochwasserprognosen. Heute Mittag dann schon darüber nachgedacht, dass der Keller doch noch geflutet werden müsste. Also das ganz große Programm des Weinkellers aufräumen. Ab dem späten Vormittag dann die Entwarnung. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, fällt die Mosel wieder. Laut aktueller Prognose soll in 24 Stunden unser Kellerfußboden wieder oberhalb der Wasserlinie unseres Flusses sein.

Nur einmal kurz ärgern, mehr war dieses Mal nicht. Wir konnten noch nicht einmal einen Strich zu den bisherigen Hochwassermarken im Treppenhaus ziehen.

Das bisher „angenehmste“ Moselhochwasser!