Nur übers Wetter reden…

So schön der abendliche Blick ins Moseltal mit den Rieslingweinbergen auch ist, im Detail macht sich der Winzer des Wetters wegen Sorgen. Den Wassermangel in den Böden sieht man jetzt den Weinreben verstärkt an, wenn man näher hinschaut.

Bei etlichen jungen Reben, die sehr deutlich unter Wassermangel gelitten haben, wurden die Fruchtruten mit den Trauben entfernt, um die Rebstöcke zu entlasten.

Viele Reben sehen besser aus, als wir aufgrund der hohen Temperaturen erwartet haben. Wir haben Weinberge, die immer noch „ausreichend“ Wasser im Boden finden und denen man die Trockenheit nicht ansieht, bis hin zu stark trockengestressten Rebstöcken, bei denen die Triebspitzen und die unteren Blätter schon verdorrt sind.

Ein junger Weinberg wurde bewässert, damit die Rieslingreben vital bleiben. Ein sanfter Landregen mit reichlich Wasser vom Himmel wäre mir lieber.

Bisher angekündigte Gewitter regneten immer am falschen Ort, ist auch manchmal gut so, wenn Hagel dabei ist.

Es ist schon Paradox, wie mein Kollege Eberhard Klein aus Württemberg via Twitter schreibt:

„…ca 30 L in den letzten 8 Wochen. Rundum Hagel — braucht dann auch kein Mensch. Paradox — kann kaum an den Neckar gehen um zu fischen wg. Hochwasser und die Weinberge daneben verdursten…“

Trotz der Trockenheit und fast fehlender Taunässe findet man hin und wieder junge Blätter, die vom Peronosporapilz befallen sind. Wahrscheinlich eine Infektion durch das kleine Gewitter Anfang Juli und den darauf folgenden Taunächten. Diese Pilzinfektionen kann man zur Zeit vernachlässigen. Die Trauben können nicht mehr durch diesen heimtückischen Pilz infiziert werden und es bleiben genügend Rebblätter übrig, die für die Reife der Trauben wichtig sind.

Kommentare

  1. meint

    Sieht wunderbar aus. Auf den ersten Bluck und aus der Distanz.
    Wir freuen uns trotzdem sehr auf die Weinprobe am 31.8., müssen noch eine Zeit ausmachen.
    Herzliche Grüße von
    Anne Samson- Jansen

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