Weinreise ins Piemont Teil 2: Essen und trinken

2017-04-25 Barolo Rotwein

Auf hohem Niveau, das Trinken im Piemont, das Essen auch. Schon bei der Begrüßung in der Familie meiner Gastgeberin gab es einen richtig ordentlichen Basiswein, dazu in Kräuter, Knoblauch und Olivenöl eingelegte Sardellen.

Ein Besuch galt dem Familienweingut Fratelli Revello in La Morra. Keine Touristenführung, sondern eine Winzerführung mit Keller- und Weinbergsbesichtigung. Es gab einen kleinen Erfahrungsaustausch mit dem Winzer und der Winzerin, bevor es in die Vinothek zu probieren ging. Beginnend beim Dolcetto, über Barbera bis hin zu verschiedenen Qualitäten an Baroloweinen, konnte ich die ganze Bandbreite des Angebotes kennenlernen.  2017-04-25 Genoosenschaft Barolo Traubenannahme

Ein ganz anderes Kaliber war die Genossenschaft Terre del Barolo in Crinzane Cavour. Draußen vor der Kellerei die große, moderne Traubenannahmestation.2017-04-26 Barolo Genossenschaft

Im Weinkeller, neben modernen Tankanlagen, überraschenderweise sehr viele Holzfässer, in denen der Wein vinifiziert wird. Bei der Verkostung gab es zuerst einen Weißwein. Einer der wenigen die ich auf dieser Reise verkosten durfte. Danach ein ähnliches Sortiment wie im Weingut Fratelli Revello, zum Schluss noch Barbera und Nebbiolo aus ökologischem Anbau. Fand ich natürlich klasse, also das mit dem Ökowein.

2017-04-25 Piemont Haselnüsse

Zwischen den großen Mahlzeiten die legendären gerösteten Piemonteser Haselnüsse oder die richtig gute weltbeste  Eiscreme der Gelateria in Crinzane Cavour in der Via Garibaldi.2017-04-25 Dinieren PiemontDas leibliche Wohl wurde ergänzt durch ausgiebiges Dinieren, meistens in den Abendstunden. Ausgezeichnet das Essen, z.B. im L‘ Argay in Castiglione Falletto. Die Weinkarte war bestens sortiert und der Service aufmerksam und zuvorkommend.2017-04-25 Azienda Agricola Fratelli Aimasso

Quirliger dagegen das Leben im Civico Undici in Alba.

„Civico Undici ist kein Restaurant, es ist ein Ort, um die Liebe zu den Produkten zu teilen, die die Natur saisonal… gibt. Wir haben keine Speisekarte, die Gerichte des Tages variieren je nach Saison und Angebot. Es kommt immer von kleinen lokalen Produzenten.“ so die grobe Übersetzung der Idee der Eigentümer, die dahinter steht. 

Eine gemütliche und ungewungene Athmosphäre. Das Essen war bodenständiger wie im L’Argay, aber ebenfalls sehr hochwertig. Man kam sehr schnell ins Gespräch mit dem Nachbartisch zur Rechten und trank noch ein Fläschchen Wein zusammen.

2017-04-25 civico undici Alba

Auch der Tisch zur linken prostete uns zu und der Abend verging in dieser netten Gesellschaft wie im Fluge. 2017-04-23 Il Falstaff Verduno

Ein kurzer Besuch im Il Falstaff in Verduno am letzten Tag. Die Küche hatte noch geschlossen, aber Küchenchef und Besitzer Franco Giolitto nahm sich Zeit für ein kurzes Gespräch und es gab wieder einen Wein zu probieren. Eine etwas unbekanntere Rebsorte – den Namen habe ich vergessen -, frischer, leichter und würziger schmeckend, als die bekannten Rebsorten im Barologebiet. Das Il Falstaff werde ich mir vormerken für meinen nächsten Besuch im Piemont. Die Speisekarte lässt einiges erwarten.

Zum ersten Teil meines Reiseberichtes: Weinreise ins Piemont Teil 1: Die Landschaft

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