Desaströs

2015-12-22 Gestell

Heute sollte es passieren, wie jedes Jahr: Das Ausmisten des Reiler Kirchendaches. Jede Menge Fledermauskacke für den Biowinzer. Ich berichtete schon mehrfach darüber. Da das alte Rohr, durch das die Fledermauskacke über das Dach der Kirche in den Anhänger rutschen sollte, immer wieder verstopft war, heute das Nachfolgemodel. Ein spacig aussehendes Transportwägelchen mit einer innovativen Drehvorrichtung sollte die neuen Metallrohre sanft über das Schieferdach nach unten gleiten lassen und zudem nicht mehr verstopfungsanfällig sein.

Soweit die Theorie!

2015-12-22 RohrLeider verhinderte die Geometrie der Dachgaube das sanfte bergab Rollen des Wägelchens. Nur mit rohen Muskelkräften und mit viel Hauruck konnten wir das Rohr platzieren. Die Konstruktion war leider etwas zu schwer geraten….

Nun das erste Desaster. Da wir doch etwas spät im Jahr den Dung aus dem Dach entfernen wollten, war dieser durch die Luftfeuchtigkeit dermaßen klebrig geworden, dass nix, aber auch gar nix durch das Rohr nach unten wollte. Das Rohr war vollständig verklebt. Frust machte sich breit und es wurde abgebrochen.

Nur noch der Abbau des Rohres stand bevor. War es noch „einfach“ die Rohre morgens zu verlegen, bahnte sich nun ein weiteres Desaster an. Auch hier wieder: Nix, auch rein gar nix ging. Der Ruf nach einer Arbeitsbühne oder ähnlichem wurde laut. Dachdecker? Feuerwehr mit Rettungsleiter?

Drei Männerköpfe überlegten, dachten nach und fanden eine Lösung. Zeitweise hatte ich beim darauf folgenden Abbau der Rohrkonstruktion Muffensausen – es verhakte sich u.a. in der Regenrinne, die Akrobatiknummer des Naturschützers vom Nabu auf der Leiter war auch nicht ohne -, aber es funktionierte.

Im Januar soll der nächste Versuch gestartet werden. Wir haben schon Alternativen diskutiert. Ich hoffe, dass eine funktionierende Lösung darunter sein wird. Falls nicht, muss schlimmstenfalls per Eimerkette über Glockenturm und Sakristei – ich wage nicht daran zu denken – entmistet werden.

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