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Weinrallye 81: Wir schenken uns reinen Wein ein

Wie sollte es auch anders sein um die Jahreswende:

„Weihnachten, Jahresende, Zeit für Geschenke. Wie auch im letzten Jahr wollen wir uns ein bisschen beschenken. Mit feinem Wein. Let’s call it Wichteln.
Die letzte Weinrallye des Jahres steht im Zeichen der Weine, die wir lieben und die wir gerne mit anderen Weinfreunden teilen wollen.“ so Susa auf Ihrem Blog Hundertachtziggrad.

Unter dem Motto „wir schenken uns reinen Wein ein“ organisierte Susa den Ringtausch unter den Weinfreunden. Fast zeitgleich mit der Abreise meines Wichtelpaketes trudelte der mir zugedachte Wein ein.

Dorothee Beil vom Kochblog bushcooks kitchen schickte mir meinen Wichtelwein. „Bei den letzten Aktionen dieser Art habe ich immer einen Riesling von unserem Freund Uli Stein, Haus Waldfrieden verschickt“ stand auf der beigelegten Karte und „…und…da Ihr sicher seine Weine kennt“ hatte Dorothee natürlich einen anderen Wein ausgewählt. War auch gut so, da ich die Weine von Uli Stein – der fußläufig von uns zu erreichen ist – kenne.

2014-12-28 Eser

Ein 2010er Rheingauer Spätburgunder trocken vom Weingut August Eser wurde an Weihnachten seiner Verwendung zugeführt. Neben einigen anderen Weinen begleitete er unser Weihnachtsmenü. Glasklar in der Aromatik, ein eher schlanker Spätburgunder mit eher dezenten Holzaromen aus der Barriquelagerung. Respektierlich, alle Achtung!

Typisch für den Jahrgang, typisch für die Rebsorte und mit „nur“ 12,5% Alkohol noch ein leichter Rotwein, der einen guten Trinkfluss besaß, wie Sie an der leeren Flasche sehen können. Durchaus ein Wein, den man auch solo, also ohne Essenbegleitung – wir brauchen keinen Grund um Wein zu trinken – genießen kann. Über die Lagerung im Barrique und Geschmacksbeeinflussung dadurch kann man trefflich streiten. Mein Fall ist es weniger, zumindest subjektiv.

Der Stift berichtet: Weihnachtsschlemmerei vs. Weinrallye

Jedes Jahr zum Jahresende werden die Aktivitäten in der Küche spürbar erhöht und es geht darum seine Liebsten zu bekochen. Seit in letztem Jahr der Winzer und Bloggerkollege Thomas Lippert vom Winzerblog im Rahmen der Weinrallye zum Weinwichteln aufrief, hat sich das Ganze schon zu einer liebgewordenen Tradition am Jahresende entwickelt.

Dieses Jahr war es Susanne Werth-Rosarius, die auf Ihrem Blog hundertachtziggrad zur nunmehr 81. Auflage der Weinrallye aufgerufen hat und von der ich meinen Wichtelwein bekam.

Meine Überlegung war es, zu den mir geschickten Weinen ein entsprechendes Menü zu kreieren – das Ganze an Heiligabend im Kreise der Familie.

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Begonnen haben wir mit einer Pissaladière (Zwiebelkuchen aus der Provence) in Kombination mit unserem 2012 Riesling Sekt brut – was soll ich sagen, die Zwiebeln, der frische Thymian und die Basilikumpaste ergaben mit dem Sekt ein rundes, überzeugendes Mundgefühl, die Zwiebeln gerieten in den Hintergrund und man spürte eine leichte frische Süße mit einem Hauch von Würze.

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Weiter ging es mit dem Wichtelwein, der mir von Susa geschickt wurde (als ich hörte, dass ich von Ihr den Wein bekomme, dachte ich eigentlich aufgrund unserer gemeinsamen Liebe zu französischen Weinen an einen eher kraftvollen Rotwein – kraftvoll war er, aber auf andere Art.), der 2013 Feld Gewürztraminer vom Südtiroler Winzerkollegen Armin Kobler. Nach Rücksprache mit Ihm und Susa gab es dazu Frühlingsrollen mit einem süßscharfen Ingwerdressing „nach Moselart“.

Für alle Neugierigen hier das Rezept: 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer geschält und geraspelt, Saft von einer Limette, 2 EL Mosto Cotto, 1 Prise Salz, 1/2 TL Paprikaflocken, 4 EL kaltgepresstes Rapsöl und 2 EL kaltgepresstes Walnussöl. Das Ganze verrühren und ein wenig ziehen lassen.

Der Wein duftete nach Rosenblüten und Gewürznelken, die von leichten  floralen Aromen unterstützt wurden. Am Gaumen ergab sich mit den süßscharfen Frühlingsrollen ein stimmiges Bild, die typische Gewürtraminernote trat zurück und es entwickelte sich eine würzige, fruchtige Note. Solo ist mir der Wein persönlich aber mit seinen 15 Vol% Alkohol zu kraftvoll und aromenintensiv.

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Zum eigentlichen Hauptgang, dem Raclette gab es dann 2 Rieslinge von Christin und Lars, die in Ihrem kleinen Eltviller Weingut Rieslinge vom Mittelrhein und Rheingau produzieren. Vom Rheingau den 2013 Martinsthaler Riesling QbA trocken – frisch und saftig mit würziger Pfirsischfrucht und vom Mittelrhein den 2013 Fürstenberg Riesling trocken – saftig und dicht, mit kandierten Zitrusfrüchten und einer kühlen Schiefermineralik und langem Abgang. Beides perfekte Weine zum Raclette.
Ich hoffe beide hatten mit meinem Wichtelwein, einem barriquegereiften Merlot von der kleinen Weingärtnergenossenschaft in Aspach auch Ihre Freude.

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Zum Abschluss unserer Schlemmerei gab es dann eine selbstgemachte Tarte Tatin mit Vanilleeis in Kombination mit meinem Projektwein, den 2014 Fortified Brothers, einen Likörwein, den ich zusammen mit meinem Lehrherr in diesem Jahr produzieren durfte. Für meine Frau die erste Gelegenheit den Wein zu kosten und was sich vorher schon herauskristallisiert hatte, wurde mit diesem Gang bestätigt: Der Wein zu Stollen, Apfelpfannkuchen und zur karamellgeschwängerten Tarte.

Alles in Allem eine schöne Weihnachtsschlemmerei und auf eine Weinrallyefortsetzung im kommenden Jahr.

Der Stift berichtet : Weinrallye #80 – Herbst 2014

Der letzte Freitag im Monat – es ist wieder Weinrallye Zeit. Christin vom Weingut Daalgard & Jordan hat in Ihrem Blog zu Beiträgen zum Thema Herbst 2014 aufgerufen.

2014-10-29 Clauer3

Der Kellerschoppen, Quelle der Inspiration

Wir haben hier in den Bildergeschichten schon recht ausführlich über den Herbst berichtet, momentan sind wir dabei die ersten Weine abzustechen und in den Weinbergen die ersten Parzellen zu schneiden. Auch haben wir schon die ersten neuen Triebe entdeckt.

2014 – ein spannendes Jahr – kaum Niederschläge im Frühjahr, dafür sehr viele im Sommer – es hätte eine reiche Ernte werden können, wenn denn nicht der Regen vor und in der Lese gewesen wäre – aber kein Grund zu klagen….2014-10-08 Riss1

 Manche wollten nicht auf die Presse warten…

Die Jungweine verkosten sich schon sehr gut, im Vergleich zum Vorjahr mehr Schmelz bei dezentem Alkohol – die Frucht versteckt sich noch ein wenig, aber die wird sich im Januar nach der Filtration der Weine schon wieder rauskitzeln lassen. Alles in allem freue ich mich auf den ersten Jahrgang, bei dem ich mitwirken durfte.

Kleines Update zum Projektwein – die Aufsprittung ist erfolgt und kommende Woche werden wir eine Hälfte abschwefeln, um Ihn dann Ende Dezember unfiltriert abzufüllen,  die andere Hälfte wird zur Oxidation vorbereitet und später abgefüllt.

Zum Schluss noch ein kleiner Veranstaltungshinweis für Köln:

Joerg Utecht  von Utecht schreibt… veranstaltet mit Marco Krämer vom Marieneck den ersten Kölner Schwarzmarkt am 28.12.2014.……………………………………. p

 

 

Weinrallye 79: Wein trinken an schönen Orten

Thomas vom Winzerblog hat zur aktuellen Weinrallye aufgerufen:

„Es ist nicht mehr normal in der Öffentlichkeit eine Flasche oder ein Glas Wein zu trinken, es kann passieren dass man schräg angeschaut wird, oder noch schlimmer, dass das beispielsweise in bestimmten Stadtteilen das Ordnungsamt vorbeikommt, dir den öffentlichen Weingenuss verbietet und ein Bussgeld auferlegt. Völlig Absurd, aber in einigen Orten und Städten bereits traurige Realität.
Wein trinken an schönen Orten soll zeigen dass Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit nicht zwangsläufig mit Sauferei zu tun hat und dass es das normalste auf der Welt ist an einem schönen Ort ein Glas Wein zu genießen. Wir wissen ja alle, der wahre Genuss von Wein hat viel mehr damit zu tun in welcher Gesellschaft und welcher Umgebung der Wein genossen wird!“

Ich habe schon lange nicht mehr an einer Weinrallye mitgemacht. Aber das Thema passt so richtig und natürlich wird mitgemacht.

Aber was heißt mitgemacht. Wie es auch Thomas Lippert handhabt, muss ich nicht erst mit einem Gläschen, Korkenzieher und Weinflasche in die weite Welt ziehen, einen schönen Ort suchen und dort Wein trinken. Es ist fast Alltag, das ich und meine Freunde Wein an schönen Orten trinken. Ich berichtete schon mehrmals darüber.

2014-09-01 Terasse

Schöne Orte gibt es da viele. Bekannt die heimatliche Terrasse, um bei lauen Sommernächten ein Gläschen Wein zu  trinken, natürlich gut gekühlt.

2013-05-01 Wanderung

Bei Wanderungen mit Freunden ist der Riesling immer dabei. Mitten auf dem Wirtschaftsweg oder

auf einer Wiese am Wegesrand ein Gastgeschenk von Thomas Lipperts Arbeitgeber, dem Weingut Clauer in Heidelberg, genießen.

2012-05-01 Goldlay

Idealerweise der Wein, der genau da wächst, wo man z. B. an der Mosel gerade entlangwandert, wie hier der Reiler Goldlay Riesling oberhalb der Reiler Goldlay.

Und wenn man nicht in einem Weinbaugebiet ist oder kein anderer Wein in der Nähe ist, bringt man den Wein selber mit und die schönen Orte werden noch interesannter.

2013-12-15 Vesper

Zum Essen gehört Wein auch einfach dazu und

wenn man die Seele baumeln lässt und die Landschaft betrachtet, passt es auch.

Versuchen Sie es einmal, das mit dem Wein trinken an schönen Orten!

Der Stift berichtet: Projektwein, Weintrinken an schönen Orten aka Weinrallye

Nachdem die Ernte 2014 nach einigen Wetterturbulenzen und die ersten Abstiche gemacht sind, ist Zeit über meinen ersten Projektwein zu berichten.

Nach dem Vorbild der Rancio Sec Weine aus dem Roussillon möchte ich einen sogenannten „Fortified Riesling“ aus einem Teil der Trauben des letzten Lesetages herstellen. Derzeit befindet sich der Wein noch in der Gärphase, die wohl Anfang der kommenden Woche durch die Zugabe von hochprozentigen Alkohol beendet wird. Eine erste Fütterung der Hefen ist erfolgt und der Wein präsentiert sich sauber und fruchtbetont.

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Nach der sogenannten Aufsprittung erfolgt dann die kontrollierte Oxidation des Weines, um dann hoffentlich im Frühjahr bereit für die Abfüllung zu sein.

Im Optimalfall ist er dann der perfekte Begleiter zu Blauschimmelkäsen, wie z.B. den Hard – Roque der Langenburger Schafskäserei oder zu winterlichen Desserts mit Trockenfrüchten.

Ich freue mich jedenfalls auf meinen ersten Wein und bedanke mich bei Harald für die Mithilfe an der Umsetzung.

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Nun aber zum heutigen Thema der Weinrallye, deren Existenz regelmäßigen Lesern der Bildergeschichten durchaus ein Begriff ist. Es dreht sich bei Weinrallye #79, ausgerichtet von Urblogger Thomas Lippert, um das Weintrinken an schönen Orten.

Spontan fällt mir zu diesem Thema unser Münstermaifelder Innenhof ein, wo ich gemeinsam mit meiner Frau und Freunden schon die ein oder andere Flasche Wein geleert habe.

Darum soll es heute aber nicht gehen – die weitaus schöneren Orte haben wir auf unseren Wanderungen entlang der Untermosel erlebt. Sei es auf dem Tatzelwurmweg in Kobern Gondorf,  dem Würzlaysteig zwischen Lehmen und Löf, oder auf dem Hatzenporter Traumpfad.

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Allen Wegen gemein ist, dass Sie Teil des neu geschaffenen Moselsteigs sind und zumeist auf schmalen Pfaden oberhalb der Weinberge entlang führen. Ein Rast dort auf einem der zahlreichen Bänken, eine Flasche Moselriesling und der Ausblick auf eine atemberaubende Kulturlandschaft – es scheint die Welt bleibt für einen kurzen Moment stehen…

Als kleine Einstimmung auf die Rallye gab es eine 1987 Klüsserather Bruderschaft Riesling Spätlese vom Weingut Monika Krisam, wunderbar gereift, mit feiner Phenolnote. Moselriesling für Liebhaber.

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Die Beiträge zur aktuellen Weinrallye findt man unter www.winzerblog.de

Weinrallye 59: Exotische Weine

Die erste Weinrallye im Neuen Jahr, mittlerweile sogar die 59zigste. Peter Ladinig hat dazu eingeladen:

„Im neuen Jahr wollen wir uns auch neuen Weinen widmen. Es geht um Weine aus fernen Ländern, wo man eigentlich keinen Wein vermuten würde. Ebenso geht es aber auch um unbekannte Weine und Rebsorten aus bekannten Regionen.

Exoten, das nicht alltägliche, so etwas ähnliches hatten wir ja schon einmal bei einer Weinrallye gehabt:  Weine der letzten EU Beitrittstaaten. Aber noch exotischer? Klar kein Problem, mein Weinkühlschrank mit den Gastgeschenken gab noch etwas her.

Na, was wohl? Riesling! Zwar als Rebsorte nicht exotisch, jedoch die Herkunft! Aus Brasilien als Gastgeschenk zu mir gekommen und mit Freunden verkostet. Wir fragten uns, was denn die Cool Climate Pflanze Riesling in den Tropen, bzw. Subtropen Brasiliens zu suchen hat.

„Reifebeginn bei warmen Nächten, bzw. ohne große Tag/Nacht Temperaturamplitute, bedeutet Zuckereinlagerung, null Aroma! Warme Tage/kühle Nächte bedeutet Zucker und Aromaeinlagerung! Um ein Maximum an Aroma, diese bezaubernden Fruchtaromen des Rieslings,  bilden zu können, braucht der Riesling kühle Reifenächte.“  schrieb ich einmal in einem anderen Beitrag zu einer Weinrallye.

Erwartungsgemäß null Rieslingaroma, – wie gesagt, die warmen Reifenächte – insgesamt, passend zu dieser Weinrallye, ein sehr, sehr exotischer Geschmack, man könnte auch sagen seltsam. Jenseits von uns bekannter positiver Aromatik. Jeder meiner Mitverkoster probierte, schüttelte den Kopf – nicht in Richtung Zustimmung – und trotz der kleinen Flasche verblieb ein überaus großer Rest in dieser, der den Weg in den Ausguß fand. Das, obwohl die Homepage wie folgt schwärmt: „aroma de frutas cítricas típico da variedade Riesling“. Auch ohne portugiesisch zu sprechen verständlich.

Nun ja, die Geschmäcker und Geschmacksempfindungen anderer Kulturen sind halt anders als meine. Der eine mag Lebertran, der andere vergorene Fische, ich halt einen Riesling aus den kühleren Klimazonen dieser Erde.

 

Weinrallye 58: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

 „Dem Winzerblog habe ich viel zu verdanken, unter anderem unzählige Teilnahmen an Veranstaltungen, viele großartige Bekanntschaften, aber auch wahre Freundschaften! Und Freundschaften soll man pflegen, die meisten Weinblogger kennen sich mittlerweile persönlich  und darum möchte ich anregen das wir uns zum Jahresende hin mit dem beschenken was wir alle gemeinsam so lieben – Wein!

Der Grundgedanke dieser Weinrallye ist ganz einfach, Vorbild ist das Wichteln, nur wir verzichten dabei auf die Anonymität.

Ich möchte diese Weinrallye so handhaben wie eine Ringverkostung, jeder Teilnehmer bekommt eine Flasche Weine geschenkt und jeder Teilnehmer verschenkt eine Flasche Wein. Mir ist klar das diese Weinrallye somit durch das Porto jedem Teilnehmer zusätzlich Geld kosten wird, aber ich habe irgendwie die Hoffnung das sich trotzdem genügend Leute finden werden die bereit sind für diesen Spass dieses “Extra” in Kauf zu nehmen.“

So die Vorgabe von Thomas Lippert für die aktuelle Weinrallye. Da musste ich natürlich unbedingt mitmachen, nachdem ich nun einige Male nicht an der Weinrallye teilnehmen konnte.

Thomas sortierte die Teilnehmer und dann kam schon recht schnell ein Päckchen für mich. Gottseidank vom Zoll unberührt. Ich wusste ja schon was drin war. Peter Züllig aus der Schweiz hatte mir den Wichtelwein geschickt, anschließend hier im Blog gelesen und festgestellt, das ich schon einmal über dieses Weingut geschrieben hatte. Und so schrieb er mir folgende Mail:

„Gestern ist die Flasche, die Du von mir erhalten wirst, weg, weg aus der Schweiz. … Ich wollte Dir einen Schweizer Weisswein zukommen lassen, damit Du auch siehst, dass Schweizer auch Weissweine machen können. Leider habe ich erst nachträglich Dein Beitrag bei der Weinrallye über Schweizerweine nochmals gelesen und… Ich habe just den gleichen Wein, den Du damals beschrieben hast (anderer Jahrgang) gewählt. Eigentlich schade.
Trotzdem: Der damalige Beschrieb, respektive Deine Zurückhaltung als Produzent von hervorragenden Weissweinen, kannst Du nun überprüfen, revidieen und berichten. Dies erleichtert wohl die Arbeit.
Ich bin gespannt!
Herzlich
Peter“

Da war ich natürlich erfreut! Hocherfreut! Man hat ja nicht alle Tage einen Kultwein im Hause. Ausser dem eigenen natürlich. Herzlichen Dank an Peter für diese gute Flasche Wein. Hier berichtet er über seinen Wichtelwein, den er von Thomas Lippert erhalten hat.

Das ist er, mein Wichtelwein. Ich mußte mich beherrschen, ihn nicht vor Weihnachten zu trinken. So lag das Fläschchen dann untern Weihnachtsbaum und wurde Heiligabend nebst anderen Weinen probiert. Ich berichtete hier darüber.

Ich wusste so ungefähr, was ich erwarten konnte, da ich schon bei der Weinrallye 53 zum Thema Schweizer Weine vom Weingut Gantenbein eine Flasche Kultwein auf dem Tisch stehen hatte. Ich zitiere kurz:

„Die beiden wichtigeren Weine sollten sogenannte Kultweine aus Graubünden sein. Mit Respekt öffneten wir sie und erwarteten, ja was erwarteten wir eigentlich? Das  neunte Weltwunder? Nie gekannte Geschmackserlebnisse? Oder was auch immer. Aber die ersten Probeschlucke zeigten mal wieder, das alle Winzer und Kellermeister mit dem gleichen Wasser kochen. Der eine kanns besser, der andere weniger. Respekt muß man nur vor dem Preis haben, den diese Kultweine am Markt erzielen….

Die zweite Probe ein 2005er Chardonnay von Gantenbein. Da kann ich natürlich mehr mitreden. Ich bin ja selbst Weißweinproduzent und kenne mich da viel besser aus als beim Roten…. „

Also mit Respektlosigkeit beim Essen geöffnet – interessanterweise gab es wie bei der Schweizer Weine Weinrallye Reiler Goldlayschwein – und probiert. Jetzt bitte nicht mit mir diskutieren, ob ein 2007er Chardonnay aus Graubünden in der Schweiz zum wilden Schwein passt. Wichtig ist: Kein Bier zum Essen!

Wie erwartet! Fast genau so, wie ich es bei der Weinrallye 53 geschrieben hatte:

„Ich schmeckte förmlich die hochreifen, top gesunden Trauben. Sauberst vinifiziert! Man könnte neidisch werden, kurz vor perfekt,…“

Genau so! Wieder kurz vor perfekt. Aber nun das Aber! Auch genau so wie bei der Weinrallye:

„…wäre da nicht dieses kleine Holzfass.

Ich mag es halt nicht, das kleine Holzfass, das Eichenholzaromen an den Wein abgibt. Evtl. beim Rotwein ein wenig. Ich will die Traube pur riechen. Es ist ja auch gut so, das wir nicht alle den gleichen Geschmack haben. Hier geht es zu meinem Weinrallyebeitrag über Schweizer Weine.

Natürlich habe ich auch Wein zum Wichteln verschickt. Mangels kleinem Postkarton habe ich drei Flaschen auf den Weg gebracht. Ich habe ja genügend im Weinkeller. Bastian Foerg vom Blog geschmacksreich hat sich gefreut: 3 Flaschen statt einer – woher der Harald Steffens wohl weiß, dass ich in diesem Jahr so brav war? Hoch erfreut ziehe ich“

Er hat alle geöffnet und alle für gut befunden. Danke für den positiven Bericht.

Die Zusammenfassung der Weinrallyebeiträge wird es in einigen Tagen beim Winzerblog geben.

Weinrallye 53: Schweizer Weine

„Auf den ersten Blick vielleicht ein etwas exotische Thema. Doch es gibt ihn, den Schweizerwein, allen Unkenrufen zum Trotz. Die Schweiz ist mit knapp 15‘000 Hektaren Rebland ein kleiner und wenig bekannter Weinproduzent, vor allem im Vergleich mit Nachbarn wie Frankreich und Italien. Nur ein ganz kleiner Teil der Gesamtproduktion wird exportiert (gerade mal 2-5 %). Schweizerweine sind also ausserhalb der Schweiz nur schwer erhältlich. Sozusagen eine Rarität. „

Der jetzige Aufruf zur Weinrallye von Peter Züllig ließ ja auch nichts anderes erwarten, da Peter Züllig in der Schweiz studiert, gearbeitet hat und dort auch lebt. Schweizer Weine hatten wir zwar schon einmal, es war bei der Weinrallye 29, aber die jetzige Weinprobe zu diesem Thema hatte viel mehr spaß gemacht und es war hochkarätiges Publikum angereist!

Nach langem hin und her – der Termin für einen Besuch war schwer zu finden – war es am letzten Wochenende soweit. Thomas Lippert und Theo Huesmann nebst Gattin und Tochter kamen mich besuchen. Mosel kennen lernen, gut Essen und Riesling trinken. Am Freitag Abend eine kleinere Wein-, Essig- und Mosto Cotto Probe, die sich bis spät in die Nacht zog.

Samstags ging es dann auf Schusters Rappen durch die Weinberge zum Aussichtturm bei Pünderich. Thomas berichtete hier und hier davon.

Schweizer Weine für diese Weinrallye hatte Thomas (rechts, Theo links) einige Tage vorher angekündigt. War natürlich super, denn bis dahin hatte ich noch keine Flasche greifbar. Greifbar jedoch ein weiterer Winzer, der mit uns diese Weine probieren wollte. Karl-Josef Thul – das ist der, der sich hinter den Flaschen versteckt – ergänzte das Probenteam.

Natürlich blieb es bei dieser Sonntagvormittäglichen Weinprobe nicht bei den drei Schweizer Weinen. Weitere Weine aus Südtirol, Österreich und natürlich unser Moselriesling ergänzten die Probe.

Doch nun zu den eidgenössischen Weinen:

Den Anfang machte ein Charmant Sekt, ein hellgekelterter Spätburgunder, der sich sehr blumig, fruchtig präsentierte. War aber weniger wichtig in dieser Weinprobe. Vielleicht auch etwas zu süß.

Die beiden wichtigeren Weine sollten sogenannte Kultweine aus Graubünden sein. Mit Respekt öffneten wir sie und erwarteten, ja was erwarteten wir eigentlich? Das  neunte Weltwunder? Nie gekannte Geschmackserlebnisse? Oder was auch immer. Aber die ersten Probeschlucke zeigten mal wieder, das alle Winzer und Kellermeister mit dem gleichen Wasser kochen. Der eine kanns besser, der andere weniger. Respekt muß man nur vor dem Preis haben, den diese Kultweine am Markt erzielen.

Der 2009er Pinot Noir von Thomas Studach ein Gedicht. Glasklar in der Aromatik, ein eher schlanker Spätburgunder mit eher dezenten Holzaromen aus der Barriquelagerung. Der Rest der Flasche wurde abends zum Reiler Goldlay Schwein serviert. Passte hervorragend!

Die zweite Probe ein 2005er Chardonnay von Gantenbein. Da kann ich natürlich mehr mitreden. Ich bin ja selbst Weißweinproduzent und kenne mich da viel besser aus als beim Roten. Ich schmeckte förmlich die hochreifen, top gesunden Trauben. Sauberst vinifiziert! Man könnte neidisch werden, kurz vor perfekt, wäre da nicht dieses kleine Holzfass.

Diese viel zu viel geübte Lagerung im Barrique, dass an den Wein die Eichenholzaromatik abgibt. Ein alter Kellermeisterspruch sagt, das gute Weine dadurch besser werden können. Können! Leider mittlerweile auch bei dürftigsten Weinen gehandhabt. Vielleicht besser so, um das Dürftige nicht schmecken zu müssen. Leider aber auch sehr oft übertrieben wie bei diesem Chardonnay. Viel zu stark diese Eichenholzaromatik. Erschlug die typischen Aromen des Chardonnays. Ich hasse das! Von der Eichenholzlatte tot geschlagen. Eine künstliche Aromatisierung auf die ich gerne verzichten kann. Egal ob Kultwein oder nicht.

Zum neidisch werden die Preise der Weine. Der Rote so um 50, der weiße um die 90. Euro wohlgemerkt, sind halt Kultweine. Kultweine hab ich zwar auch, leider hat es noch keiner gemerkt, geschweige denn soviel Geld dafür bezahlt. Irgendetwas mache ich verkehrt…

Wie Thomas diese Weine geschmeckt haben und welche Eindrücke er hatte, können sie auf seinem Blog 25cl.de nachlesen.

 

Weinrallye 52: Hitzewallungen im Weinberg, Klimawandel

 

 

 

 

Da ist Sie wieder: Die Weinrallye! Es war einige Zeit sehr ruhig um diese Internetveranstaltung. Längere Pause und einige Themen, die ich mangels Zeit und/oder Ideen nicht mit Leben erfüllen konnte. Aber zum jetzigen Thema muß ich einfach schreiben. Thorsten Goffin vom Blog Glasklare Gefühle hat das Thema vorgegeben:

„Ein paar kurze Worte zum Thema: Cabernet Sauvignon von der Mosel, Syrah aus der Pfalz, Sauvignon Blanc allüberall – die Zeichen der globalen Erwärmung und der damit einhergehenden Klimaverschiebung sind auch in der Weinwelt nicht zu übersehen. Diese Weinrallye möchte sich den weingewordenen Auswirkungen dieses Wandels widmen. Gefragt und erwünscht sind dabei nicht nur Beiträge, die die oben erwähnten Neuzugänge in Deutschland thematisieren. Ebenso willkommen sind Beiträge, die sich mit den Auswirkungen dieses Wandels auf den tradtionellen Weinbau beschäftigen. Alkoholstarken Rieslingen von der Mosel, 16%-Alkohol-Monstern aus dem Süden Europas. Vielleicht mag ja auch jemand Weine probieren aus Gegenenden, in denen der Weinbau vor kurzem noch undenkbar schien (Belgien, Niederlande oder Cornwall anyone?). Ich rufe ausdrücklich dazu auf, dieses Thema so weit, wie nur irgend möglich zu interpretieren.“

Leider Gottes ist die Klimaänderung ein Problem, dass hauptsächlich die Weißweinsorten betrifft. Den Rotwein weniger. Ich möchte nicht über alternative, klimawandelgerechte Rebsorten schreiben, die überall gleich langweilig schmecken und ihre Herkunft nicht verraten. Ebenso werde ich nicht über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wetter  schreiben.

Ich schreibe lieber über den Riesling, Moselriesling!

Gehen wir einmal tiefer in die Materie. Es wird wärmer, wird wohl jeder bemerkt haben! Oder? Subjektiv sieht es teilweise so aus: Die ganze Woche warm und Sonnenschein, Mensch sitzt im Büro, natürlich klimatisiert, am Wochenende, Mensch will in die Natur oder ins Schwimmbad, Regen und kühles Wetter. Was sagt dieser Mensch: Scheiß Sommer!.

Gehen wir aber einmal weg von diesen subjektiven Wettergefühlen, dann sieht das ganze etwas anders aus. Seit 1988 gab es an der Mosel keine schlechten Jahrgänge! Abgeschafft dank Klimaänderung. Natürlich gab es seit 1988 Weinjahrgänge ohne hohe Qualitäten wie z.B. Spätlese oder Auslese, aber die Alltagsweine waren gut, aromatisch.  Ich kenne da noch Jahrgänge, die würde man heute an die Automobilindustrie zum Lackabbeizen verkaufen. Wurde damals alles getrunken, man kannte es nicht anders. Die Pflanze ist als Messstab viel genauer wie wir Menschen. Seit 1988 gab es eine durchschnittliche Blüteverfrühung von ca. 14 Tage! 14 Tage längere Reifezeit der Trauben! Gerade hier an der Moselsehr sehr positiv für den Riesling, der nun jedes Jahr vollreif wird. Unsere Väter hätten bei den Trauben, die wir Jahr für Jahr ernten, jedesmal einen Jahrhundertjahrgang ausgerufen! Sie waren es gewohnt, das es in einem Jahrzehnt etliche grottenschlechte Jahrgänge gegeben hat. Und heute? Da werden leichte Variationen nach unten, vermeintlich „schlechte“ Jahrgänge, als Arschjahrgang bezeichnet. Das ganze als die Ernte noch teilweise am Rebstock hing und keiner den Jahrgang überhaupt geschmacklich beurteilen konnnte. Wäre vor dreissig Jahren sicherlich als Jahrhundertjahrgang oder nicht weit davon entfernt bezeichnet worden.

14 Tage mehr Reifezeit, bzw. 14 Tage früherer Reifebeginn. Auf der einen Seite sehr gut für den Wein, auf der anderen Seite teilweise ein Problem. Die Rieslingtrauben kommen früher in die Reifephase. Eigentlich gut, wenn denn der Riesling nicht eine cool climate Pflanze wäre. Reifebeginn bei warmen Nächten, bzw. ohne große Tag/Nacht Temperaturamplitute, bedeutet Zuckereinlagerung, null Aroma! Warme Tage/kühle Nächte bedeutet Zucker und Aromaeinlagerung! Um ein Maximum an Aroma, diese bezaubernden Fruchtaromen des Rieslings,  bilden zu können, braucht der Riesling kühle Reifenächte. Alkohol macht nur besoffen und davon kann ruhig weniger drin sein. Die Aromareife ist wichtig. Bislang in Ansätzen 2003 erstmalig und letztmalig aufgetreten diese „Aromalosigkeit“.

Ein weiteres Problem sind reife Trauben und warme Tage. Reife Früchte neigen zu faulen, insbesondere wenn es warm ist. Das Ziel, gesunde Trauben zu produzieren ist mittlerweile sehr wichtig geworden. Viele biotechnische Maßnahmen ergreifen wir im Weinberg, z.B. Bodenpflege, Laubarbeiten, entblättern usw.,  um zu verhindern, dass frühzeitige Fäulniss auftritt. Oder gar, wie auf obigen Bild zu sehen ist, Leben in den faulen Trauben ist.

Bei dieser Reifeverfrühung muß man ansetzen! Ehemals gute Lagen werden aus oben genannten Gründen in Zukunft die schlechteren sein. Die Reifeverfrühung dieser sehr warmen Lagen wird dem Aroma nicht zuträglich sein, eher dem Alkoholgehalt. Weniger klimatisch bevorzugte Lagen werden Qualitativ zulegen.

Natürlich werde ich meine Weinberge nicht wechseln wie die Unterhosen. Es gibt noch andere Möglichkeiten. Zuerst kann man die kulturtechnischen Maßnahmen ausreizen. Reifeverzögerung ist das Stichwort. Im Moment noch nicht notwendig, aber sicherlich in Zukunft wichtig. Die Fachwelt diskutiert schon darüber. Forschungen diesbezüglich laufen auch schon, ohne das ich hier näher ins Detail gehen möchte.

Ich persönlich gehe davon aus, dass der Klimawandel dem Riesling, ich spreche hier vom Moselriesling, bisher nur genutzt hat. Bei anderen Rebsorten und oder anderen Weinbaugebieten mag es anders sein. Noch kann ich leichte Gutsweine mit geringen Alkoholgehalten und einem maximum an Aroma produzieren. Wird sich sicherlich ändern, aber wann und wie weiß ich nicht. Vom meinem Wissen jedoch kann ich, wenn es denn notwendig ist, gegensteuern mit reifeverzögernden Maßnahmen.

Aber nun genug geschrieben. Ich werde jetzt einen zwanzigzehner Riesling kühlstellen, der heute Abend entkorkt wird.

Weinrallye 48: Wasser in den Wein, alles Schorle oder was?

Hans-Joachim Klose aus Geisenheim hat zur aktuellen Weinrallye eingeladen: „Passend zum Sommer, auch wenn er aktuell etwas schwächelt, alles rund um die Schorle in allen Varianten in rot oder weiß, mit Cola oder Fanta, mit Riesling oder Silvaner. Das Thema bewegt, …. in dem der Standpunkt vertreten wurde wie kann man nur Wasser in Wein schütten. Dazu die passenden Geschichten, wenn zum Beispiel die Jugend aus der Pfalz in den Rheingau kommt und einen Cola-Rot bestellt, aber auch Rezepte und spannendes aus fernen Ländern.“

Nun gut, beim Schorle gibt es natürlich Diskussionen, ob man Wein mit Wasser verwässern dürfe. Im Wein ist zwar das Wasser der größte Bestandteil, aber diesen Wasseranteil erhöhen? Nein, das geht nicht, ist sogar per Weingesetz verboten und heißt dann Panscherei. Aber das betrachte ich mal philosophisch, doch dazu später mehr.

Betrachten wir das ganze einmal unter geschichtlichen und gesundheitlichen Aspekten. Wie war das beim ersten Wunder Jesu, der Hochzeit zu Kana? Der Wein wurde nicht gestreckt, bzw.  verdünnt: Ganz enthemmt wurde aus Wasser Wein gemacht, der sogar richtig gut gewesen sein soll, wenn man der Bibel glauben darf. Da tut sich bei mir eine handwerkliche Wissenslücke auf. Habe ich während meiner Ausbildung etwas verpasst?

Wichtiger als dieses Weinwunder von Kana war in früheren Zeiten die gesundheitlichen Aspekte von Wasser/Weingemischen. In vielen alten Quellen ist die Rede von Weinen, die mit Wasser verdünnt wurden. Es wird suggeriert, das die Weine damals zu stark gewesen seien, um sie pur zu trinken. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wein wirkte desinfizierent auf das tägliche Trinkwasser.

„..wirken erstlich bei epidemisch herrschender Ruhr als Vorbeugungsmittel…als ein vorzügliches Präservativ gegen ansteckende Krankheiten…als vorbeugungsmittel bei allen epidemischen und contagiösen Krankheiten angelegentlichst zu empfehlen, namentlich aber bei den schweren und gefährlichen, wie bei Typhus, der bösartiger Ruhr und vorzüglich bei der asiatischen Cholera…“

schrieb der prakt. Arzt und königl. Kreisphysikus zu Zell a. d. Mosel,  Dr. Franz Meurer in seiner 1866 erschienenen Publikation über die gesundheitsfördernde Wirkung der Mosel- und Saarweine. Interessant, welche Wirkung die Moselweine seiner Meinung nach haben sollen: Hämorrhoiden, Gicht, Hysterie, Würmer,  Schwindsucht, Impotenz, ausfallen der Haare, Trichinen, nützlichkeit bei der Geburtshilfe und ein probanntes Mittel gegen Trunksucht, so ein kleiner Auszug aus seinen gesundheitlichen Empfehlungen. Einreiben, trinken, gurgeln und Moselwein hilft gegen alles.

Wieder zurück zum Thema Wasser und Wein. In neuerer Zeit befasste sich Prof. Dr. Kliewe (Wein und Gesundheit, 1981) mit diesem Thema. Er machte Versuche über die entgiftende, Bakterientötende und -hemmende Wirkung der Weine. Zuerst mit reinem Wein, dann mit Wasser verdünnt. Die Wirkung war in der Verdünnung ebenso vorhanden. Äusserst interessant die Wirkung auf Kolibakterien und bei Kolieerkrankungen. Eigentlich ein normaler Darmbewohner, der aber unter gewissen  Umständen und bei gewissen Stämmen dieses Bakteriums krankheitserregend wird. Da gab es doch diesen Frühsommer die EHEC Epedemie….

Unsere Empfehlung: Die Trarbacher Felsenquelle

Kommen wir wieder zum eigentlichen Weinrallyethema zurück: Schorle! Für mich kommt nur die Version mit Wasser in Frage. Die Partner Cola und Fanta mag ich nicht und als Wein selbstredend ein Riesling. Die Reihenfolge des Eingießens ins Glas ist wichtig! Wenn ich das Wasser zum Wein gebe, verdünne ich diesen, und wie oben beschrieben wäre das Panscherei und damit verboten. Dieses Dilemma kann man nur lösen, indem man zuerst den Sprudel in Glas gibt und diesen dann mit Riesling verbessert. Das wäre dann korrekt, philosophisch betrachtet!