Frühlingshaft

2014-12-08 Ranken Bei frühlingshaften Temperaturen schreitet in den Weinbergen der Rebschnitt voran. Leider beim Riesling sehr zeitaufwendig, da er viele Ranken hat, die mit der Rebschere abgeschnitten werden müssen.

Kommende Woche soll noch eine Aushilfskraft zusätzlich unsere Mannschaft unterstützen, damit wir zeitig mit dem Rebschnitt fertig werden.

2017-01-30 Eis

Letze Woche gab es noch kalte Finger, wenn man sich nachmittags in die Kälte zum Rebschnitt traute. Das Eis auf der Mosel ist mittlerweile talwärts entschwunden. Die nächste Kältewelle – nicht so kalt wie die vergangene – ist schon von den Meteorologen voraus gesagt. Hoffentlich etwas “wärmer”, damit wir, auch wenn es etwas frostig sein sollte, den ganzen Tag draußen arbeiten können.

leichte Nachwirkungen

2016-08-23-pero-stiel

Der letztjährige Befall der Reben mit dem falschen Mehltau, ich berichtete hier, hat noch leichte – Gott sei Dank! – Nachwirkungen auf die kommende Ernte. Im Extremfall wurden nicht nur Blätter und Trauben befallen, sondern auch das Rebholz, das für den 2017er wichtig ist.2016-12-22-pero-holz

Die Saftleitbahnen geschädigter Rieslingreben sind beim Anschnitt teilweise oder ganz vertrocknet, die Knospen, aus denen sich die neuen Rebtriebe und Trauben bilden sollen, zerstört.

Beim Rebschnitt achten wir darauf, das keine beschädigte Fruchtruten angeschnitten werden. In der letztjährig gepflanzten Rebanlage wird der Rebtrieb zum Stammaufbau benötigt und es wird penibel darauf geachtet, dass dieser Rebtrieb gesund ist. Eine Teilschädigung der Saftleitbahnen verringert die Vitalität und die Lebensdauer der Reben.

Endspurt

2016-03-15 ReifBei morgens noch frostigen Temperaturen haben wir mit dem Endspurt beim Rebschnitt angefangen.  2016-03-15 Freddy

Unser Team wird zusätzlich durch Freddy unterstützt, damit wir voraussichtlich diese Woche fertig werden. Danach noch die Fruchtruten am Drahtrahmen festbinden und die meiste Frühjahrsarbeit im Weinberg ist getan.2016-03-15 FlechtenIm heutigen Weinberg – ein sehr Alter – immer wieder Moose und Flechten auf den alten Rebstöcken. Mein kleiner, aber sehr persönlicher Mikrokosmos, wie ich schon einmal berichtete. Bei der langsamen Arbeit des Rebschnittes sehr gut wahrnehmbar und immer wieder zu Ruhepausen einladend, um diesen genauer zu betrachten.

Nebelsuppe

2015-12-30 NebeltalSehr oft in den letzten Wochen: Im Tal festsitzender Nebel, oben bester Sonnenschein. Leider schauen nur einige Rebstöcke unseres am höchsten gelegenen Weinberges aus der Nebelsuppe. Beim Rebschnitt ganz schnell von unten nach oben zur Sonne hin arbeiten, um diese zu genießen.

Seit dem Jahreswechsel sind wir wieder im Weinberg aktiv und fahren mit dem Rebschnitt fort. Endlich wieder an der frischen Luft und viel Bewegung!

Der Rebschnitt ist die arbeitsintensivste Arbeit an der Weinrebe und noch dazu bei einer der arbeitsintensivsten Rebsorten.  Der Riesling bildet bedeutend mehr Ranken aus als andere Sorten. Gegenüber dem Silvaner werden ca 50 % mehr an Arbeitszeit benötigt um das nicht mehr benötigte, festgerankte einjährige Rebholz aus dem Drahtrahmen zu entfernen. Aber wir machen das ja gerne für unseren Riesling, der uns mit seinem Wein mehr als genug dafür entschädigt.

Also nix mit Winterschlaf und die ganze Zeit den jungen Wein probieren, wie manche glauben.

dunstig

2015-02-12 Nebel2

Morgens ist das Moseltal bei fast frostigen Temperaturen mit Nebel gefüllt. Die Sonne braucht lange, bis dieser verschwunden ist. Aber dann, sobald der letze Dunst verflogen ist, wärmende Sonnenstrahlen, die mich beim Rebschnitt ins Schwitzen bringen. Der Frühling naht, langsam und sicher.

Auf in ein Neues Jahr

2014-12-26 Essen

Nachdem wir die letzen zwei Wochen etwas Ruhe – fast wie Urlaub – genossen haben, Weihnachten und Silvester im Kreis von Familie und Freunden ausgiebig gefeiert haben,2014-12-28 Schneesogar zwei Tage Schnee im warmen Moseltal hatten, 2014-12-22 Abendrotwunderschöne Sonnenuntergänge betrachten durften,

2014-12-18 Rebranke

hat uns das Arbeitsleben wieder. Jetzt kümmern wir uns, soweit es die Witterung zulässt,  um unsere Rankpflanzen und fahren zügig mit dem Rebschnitt  fort.

am liebsten nur winzern

 2014-11-13 GoldlayImmer noch in Altweibersommerstimmung präsentieren sich die Weinberge in der Reiler Goldlay. Eine Augenweide bei der Weinbergsarbeit, insbesondere wenn die Sonne dazu scheint.……………………………………………………………………………………………………. 2014-11-14 Rebschnitt

Mittlerweile haben wir mit den Rebschnitt angefangen. In einem ersten Arbeitsgang wurden die alten Fruchtruten entfernt. Der zweite Arbeitsgang ist dieses Jahr schon schwieriger: Das Anschneiden der Fruchtruten für nächstes Jahr. Da man bei den noch teilweise belaubten Rebtrieben nicht sieht, ob die ausgewählte Fruchtrute lange genug ist, bzw. das Rebholz ausgreift ist, dauert es etwas länger, bis die Auswahl getroffen ist.

Während der Stift, also unser Azubi, und Praktikant Pierre den ganzen Tag draußen bei bestem Herbstwetter arbeiten dürfen, muß ich leider im Büro das ausbaden, was sinnlose und sinnfreie Politik so an Nebenarbeiten für den Winzer bringt.

Aktuell steht  die Lebensmittelinformationsverordnung an, die ich bis zum 13. Dez. im Internetshop umsetzen muß, heute morgen habe ich mich schon mit dem IT-Verfahren EMCS, also der Zollanmeldung, herumgeschlagen. Gleich werde ich mich mit dem Landschaftselemente-Kataster mittels Flächeninformationen Online (Internet-GIS für Landwirte) befassen und dann wäre der Schreibtisch vorerst mal aufgeräumt.

Dabei würde der Winzer am liebsten nur winzern und könnte gut auf diese bürokratischen Nebentätigkeiten verzichten.

Der letzte Weinberg…

2014-02-20 SchneidenDer letzte Weinberg ist in Arbeit. So früh wie noch nie werden wir mit dem Rebschnitt fertig. Bis auf drei Nachmittage, in denen Regen zum vorzeitigen Abbruch der Rebschnittarbeiten geführt hatte, konnten wir seit der Weinernte durchgehend draußen arbeiten. Kein Frost und Schnee die ebenfalls gehindert hätten.

Zudem ein flott arbeitender Praktikant, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die eine Ausbildung bei uns absolvierten, nicht in die Berufsschule muss. Jetzt noch die Fruchtruten nach unten biegen und festbinden. Geht hagelbedingt etwas langsamer wie in den letzten Jahren, aber trotzdem: Ich sehe schon kommen, dass uns im Frühjahr die Arbeit ausgeht. Zumindest die im Weinberg. Aber im Haus und Hof ist noch einiges zu tun. Renovierungsarbeiten an Gebäuden und Maschinen warten und dann wären noch nebst dem üblichen Kleckerkram die Weinbergswege und Mauerkronen zu reinigen.

Oder wir bekommen ein frühen Rebaustrieb, der nach diesem sehr warmen Winter wahrscheinlich ist, und die Sommerarbeiten setzen früher ein. Dann wäre vorzeitig wieder ausreichend Arbeit vorhanden. Da denke ich jetzt lieber über einen kurzen Urlaub nach.

Es ist schwierig

2014-01-15 Hagelschaden2

Es ist schwierig beim Schneiden. In den Fruchtruten überall die Hagelverletzungen des letztjährigen Hagelunwetters, über das ich hier und hier berichtete. Während es in der Reiler Goldlay noch harmlos ist, wird der Rebschnitt mit jedem Weinberg der weiter weg ist in Richtung Burger Hahnenschrittchen schwieriger.2014-01-15 Hagelschaden

Jede Fruchtrute muss in Augenschein genommen werden und die ausgewählt werden, die am wenigsten oder gar keine Sollbruchstelle aufweist. Diese Sollbruchstellen sind beim herabbiegen und festbinden der Ruten im Drahtrahmen  im nächsten Arbeitsschritt ein Problem. Es muss zudem sehr vorsichtig und zeitaufwändig die Rebe nach unten gebogen werden, damit nicht  all zu viele Ruten abbrechen. Also ruhig, mit höherem Zeitaufwand binden, keine Hektik aufkommen lassen. Und hoffentlich feuchtes Wetter dabei, damit die Reben etwas geschmeidiger sind, wie ich hier nach einem anderen Hagelunwetter schrieb.

Reben schneiden

Der Rebschnitt ist bei uns schon sehr weit fort geschritten. Wenige Tage, die wir wetterbedingt nicht in den Weinberg schneiden gehen konnten.

 In einem ersten Arbeitsschritt wird der Weinstock auf zwei Fruchtruten nebst Ersatzaugen auf dem Rebstamm zurückgeschnitten.

Dann das arbeitsintensive Ausheben und Abschneiden der nicht benötigten Rebtriebe aus dem Drahtrahmen. Da die Rebe ursprünglich eine Bewohnerin von lichten Auwäldern war, ist sie mit Ranken versehen, um sich an den Bäumen zum Licht hochranken zu können. Zu unserem Leidwesen hält sie sich auch an den Drähten der Spaliere fest und muss zeitaufwändig herausgeschnitten werden. Zum Schluss erfolgt das passgenaues Einkürzen der noch verbliebenen Fruchtruten.

Rationalisierungsmöglichkeiten für den Steillagenweinbau gibt es fast gar keine. Mehr wie ein maschineller Vorschnitt oberhalb des obersten Drahtes der Erziehungsform ist bisher nicht machbar. Der in Flachlagen zum Ausheben der Reben seit kurzer Zeit eingesetzte “Cane Pruner VITECO” oder der “Cane Stripper” wird für uns Steillagenwinzer ein Wunschtraum bleiben. Zu schwer! Da würde die Raupe umkippen!

So müssen wir beim klassischen Handwerk bleiben. Mit der Hand arbeiten, im Gegensatz zur Industriellen Produktion.