Eben, vor ein paar Minuten

26. August 2011

Eben, vor ein paar Minuten. Wenn es aufhört zu regnen gehe ich mal meine Weinberge besichtigen.

Hochwasser?!?

20. Juli 2011

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Sehr interessant, die diesjährigen Wettervorhersagen. Bei der Frühjahrstrockenheit lösten sich gemeldete Niederschläge ganz einfach in heiße Luft auf, wie ich hier berichtete. Die restlichen trafen meistens auch nicht zu. Die heutige finde ich eher amüsierend.

Die gemeldeten sehr hohen Regenmengen für kommenden Sonntag und Montag nehme ich nicht so ernst. Aber falls diese doch kommen sollten, ich glaube jedoch nicht daran, könnte ich vielleicht meine eigene Badeanstalt im Weinkeller realisieren, die ich bereits hier andachte. Die Bootstaufe mit Sektflaschenzerschlagen, die beim Januarhochwasser auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde, könnte dann ja nachgeholt werden.

 

Nachtrag, 21.07.2011:

Wie gehabt, die heutige Regenprognose sieht schon ganz anders aus. Hier der Link zu der Wetterprognose der Agrarverwaltung deren Daten von meteoblue.com kommen.

Wühlschäden

24. Juni 2011

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Kaum ist man aller Probleme durch durch die Frühjahrstrockenheit enthoben, tauchen schon die nächsten auf. Dieses Mal sind es nicht die Wildschweine, die den Boden aufwühlen. Das war ich selbst.

Fast täglicher Regen lässt den Boden aufweichen und bei den unbedingt nötigen Fahrten mit dem Kettenschlepper gibt es Probleme. Die Begrünung wird durch die durchdrehenden Ketten beschädigt. Wenn es bei über 60% Steigung richtig steil wird, buddelt sich die Raupe ein und nix geht mehr. Den Berg wieder runter fahren und in der nächsten Rebzeile auf neue das Glück herausfordern.

Ganz schlimm ist es in den Weinbergen, in denen ich mir vom Bauunternehmer Erde aufs Bankett anfahren gelassen habe. Hätte ich besser sein gelassen. Ist purer Lehm und extrem schmierig bei Feuchtigkeit. Bei der Einfahrt in die Rebzeile schmiert man ab und es geht bergab wie Schmidts Katze. Bei der Bergfahrt hingegen, so ganz kurz vor der waagerechten am Weg, hilft dann weder ein Vater unser noch ein Ave Maria damit man die letzten Zentimeter schafft.

Sollte der Boden mal wieder richtig abgetrocknet sein, werde ich die Wühlschäden mit der Kreiselegge  einebnen. Ich vermute jedoch, das Handarbeit angesagt ist um den Boden zu glätten.

Aller Probleme enthoben

6. Juni 2011

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Reichlich Regen von mehreren Gewittern gab es am letzten Wochenende. Weitere Niederschläge sind gemeldet und kommen hoffentlich. Auf jeden Fall ist unser größtes Problem, die Trockenheit, vorerst nicht mehr relevant.

Anlass für mich in einigen Weinbergen Bodenbearbeitung zu machen damit Stickstoff aus dem Humus freigesetzt wird. Zwei Weinberge sind durch die Trockenheit richtig gelb geworden und benötigen diesen wichtigen Nährstoff dringendst. Das rechte Maß bei der Bodenbearbeitung ist nötig. Zuviel Stickstoff veranlasst die Rebe zum Luxuskonsum mit entsprechend negativen Folgen wie z.B. vorzeitige Traubenfäulniss oder das Nitrat wird ins Grundwasser ausgewaschen. Also heute entsprechend dem Zustand der Rebanlagen nur jede zweite Rebzeile gefahre, die Bodenbearbeitungswerkzeuge angepasst und auf die optimale Arbeitstiefe geachtet.

Das kleinere Problem, das unser Ausbildungsplatz bisher noch nicht besetzt ist, hat sich auch mit heutigen Datum erledigt. Ein junger Mann wird ab August seine Winzerausbildung in unserem Weingut absolvieren. Wir freuen uns schon auf den neuen Mitarbeiter.

Stockentlastung

4. Juni 2011

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Zur Zeit sind wir bei den Laubarbeiten, also dem einschlaufen der grünen Triebe in den Drahtrahmen. Ganz gemütlich. Das Wachstum der Rebstöcke ist sehr langsam geworden, teilweise stehen geblieben. Geschätzte 20 bis 40 cm weniger Trieblänge wie es dem Entwicklungsstand so kurz nach der Rebblüte entsprechen würde. In unseren jüngeren Weinbergen findet man an einzelnen Reben des öfteren wassermangelbedingter Kümmerwuchs. Zu Entlastung dieser Rebstöcke wurden die Fruchtruten abgeschnitten, damit die Assimilationsfläche vermindert wird und die Pflanze überlebt.

Man hört nicht gutes von Kollegen. Es gibt beängstigende Nachrichten über dramatische Auswirkungen dieser Trockenperiode. Gerade jetzt wäre Wasser sehr nötig, da in den jungen Beeren das Größenwachstum beginnt und ohne Wasser gibt es keine großen Trauben. Die Metereologen sagen in ihren Prognosen zwar ständig reichliche Niederschläge voraus, aber je näher diese Vorhersagen zeitlich kommen, desto geringer wird der gemeldete Niederschlag und löst sich anschließend in heisser Luft auf.

Nachtrag 05. Juni morgens:

Kaum hat man gejammert und geschrieben kam der Regen gestern Nacht. 10 Liter waren gemeldet und nun gab es 15 Liter. Mal schauen, was von den nächsten gemeldeten Niederschlägen denn wirklich zu Boden kommt.

Endlich!!!!

21. Mai 2011

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Gestern Abend die ersten Tropfen, fast Zeitgleich kam eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes per Mail.  Von 25 Liter je qm und leichtem Hagel war die Rede. Nach einer Stunde hatte es 23 Liter geregnet und der Hagel ist ausgeblieben. Unsere größten Sorgen haben sich damit vorerst erledigt. Leider war das Gewitter nur regional, im Nachbarort gab es schon einiges weniger, in anderen gar nichts. Von Kollegen hört man nichts gutes. Junge Rebanlagen auf flachgründigen Standorten leiden massiv unter der Trockenheit und Schäden sind schon jetzt absehbar. Fürs erste sind wir zufrieden, aber der Sommer mit heißen Tagen  kommt ja erst. Morgen soll es wieder Gewitter geben, hoffentlich für alle und ohne Hagel.

Große Sorgen

11. Mai 2011

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Anfang Mai und die Reben sehen aus wie bei einer Julihitzeperiode.  Die letztes Jahr gepflanzten Rieslingreben, die mühsam mit Wassergaben aufgepäppelt wurden, zeigen schon massive Trockenstreßanzeichen. Die Triebspitze hat sich gestreckt. In einigen Tagen wird sicherlich die Gelbfärbung der Blätter erfolgen und die Triebspitze wird verdorren.

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In etwas älteren Weinbergen ist das Triebwachstum schon schwächer geworden. Die Laubfärbung geht ins gelbliche über, da durch den Wassermangel keine Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen werden können.

Die Sorgen werden größer und damit zu großen Sorgen und das schon zu Beginn der Vegetationsperiode. Die ganz jungen Reben kann ich ja noch wässern, aber der Rest? Die Mosel anzapfen? So einfach ist das nun auch wieder nicht. Mal abgesehen davon das mir die benötigten Wasserrechte nicht gehören, die Mosel hat nicht genügend Wasser. Durch die Stauhaltung sieht es so aus als ob genügend drin wäre, aber es kommt einfach nichts nach.

Wenn alle Winzer zum Bewässern Moselwasser nehmen würden, lägen die Schiffe auf dem trockenen und hier bei uns in Reil wäre sicherlich das Flussbett ausgetrocknet, da die Kollegen moselaufwärts sich reichlich bedient hätten. Also doch hoffen und beten das der Himmel in den nächsten Tagen seine Schleusen öffnet.

Spätfrost

9. Mai 2011

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Da ich einige Tage ausser Haus war, nun ein Bild der Frostschäden der letzten Woche. Es sieht arg aus. Nach der ersten ganz groben Schätzung,  habe ich mir heute unseren Rivanerweinberg nochmals angesehen.  Geschätze 70 bis 80 % der Triebe sind erfroren und mittlerweile vertrocknet. Tröstlich ist, dass es nur unsere winzige Rivanerparzelle betroffen hat.

Massive Spätfrostschäden sind in ganz Deutschland und Österreich entstanden, eine genaue Schadensbilanz wird es sicherlich erst in den nächsten Tagen geben.

Sorgen

2. Mai 2011

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Während es sich bei dem derzeit herrschenden Hochdruckwetter mit Sonnenschein und blauem Himmel herrlich auf der Terasse bei einem Glas Moselriesling sitzen läßt, mache ich mir große Sorgen.

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In einigen Weinbergen fängt die Begrünung schon an zu welken. Die Begrünungen sehen mickrig aus. Das Bodenwasser wird so langsam knapp und die Reben haben erst gerade begonnen zu wachsen. Die letzte Woche gemeldeten Gewitter sind ausgeblieben, morgen soll es sogar Bodenfrost geben, der in tieferen und weniger guten Weinlagen vielleicht zu Schäden führen kann.

Gegenüber dem langjährigen Mittel sind ca. 70% weniger Niederschläge in diesem Jahr gefallen. Da wünscht man sich, das das diesjährige Januarhochwasser gleichmässiger übers Jahr verteilt wäre.

Das Vegetationsjahr fängt mal wieder spannend an.

Nachtrag 04.05.2011:

Heute morgen gab es einen Spätfrost, der zu bedeutenden Schäden führte, siehe Kommentare zu diesem Artikel und ein Bericht von Dirk Würtz zu diesem Schadensereigniss.

…dem ist Arbeit auch Gebet!

25. April 2011

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Die Reben wachsen bei den derzeitigen Temperaturen sehr zügig. Sollte noch ein ergiebiger Niederschlag dazukommen, wird  sich das Wachstum beschleunigen. Die Natur wird unsere Arbeitsgeschwindigkeit und den Arbeitsumfang in den Weinbergen vorgeben. Schon die alten Winzer wussten, dass dann fürs Beten keine Zeit bleibt, wie an der Tafel im Pündericher Fährhaus zu lesen ist.

Bis jetzt sind wir frohen Mutes, der Austrieb der Reben ging sehr schnell voran und dadurch hatten Knospenschädlinge keine Chance Schaden anzurichten. Die derzeitige Sorge ist der Wassermangel. Es wäre schön, wenn die in dieser Woche gemeldeten Niederschläge kämen. Doch leider sind das in der Regel Starkregenereignisse, die auch das Risiko des Hagels beinhalten oder im anderen Fall, dass man gar nichts abbekommt, da Gewitter sehr oft regional entstehen. Da rechte mass wäre ideal!