So sehen Sieger aus

2016-09-20-ecowinner

Foto: ECOVIN

So sehen Sieger aus – gleich 3 unserer Weine haben es geschafft!

Beim Weinwettbewerb EcoWinner unseres Ökoverbandes ECOVIN, haben wir sehr gut abgeschnitten. Gleich dreimal waren wir bei den Siegern dabei:

Der 2014er Rieslingsekt in der Kategorie Sekt, 2015er Reiler Goldlay Kabinett und 2015er Burger Hahnenschrittchen Riesling Spätlese in der Kategorie leichte, trockene Weine.

Abweichend von vergangenen EcoWinner Verkostungen und anderen Weinwettbewerben wurden die besten Weine ohne Punktenennung in einer Siegergruppe zusammengefasst.

Wie Sie als Leser meines Blogs wissen, halte ich sehr wenig von Weinwettbewerben mit Punktevergaben und Bestenlisten, da dort vieles dem Zufall überlassen ist und Weine sich nicht in ein starres Punktssystem pressen lassen. Daher freue ich mich über diese Art der Bewertung, so ganz ohne Punkte und Rankinglisten, da Wein ein viel zu emotionales Produkt ist und Qualität nicht durch Punkte erfassbar ist.

 “Da es aber dem eigenen Ego sehr gut tut, nehme ich trotzdem an einigen Weinwettbewerben teil und es schmeichelt, wenn mal wieder eine Urkunde oder eine lobende Erwähnung in Haus flattert…”

schrieb ich einmal hier im Blog. Für den langfristigen Reputationsaufbau sind, trotz oben aufgeführter Kritik, diese Weinwettbewerbe sehr gut geeignet.

Zum Nachlesen und um sich in die Materie zu vertiefen, empfehle ich folgende zwei Links: Gelddruckmaschine? und gebauchpinselt

Wie werde ich mit einem Weinblog reich, sexy und berühmt?

2016-07-25 Bemusterung

“Wie werde ich mit einem Blog reich, sexy und berühmt?” So das Thema eines Vortrages auf einem Barcamp zum Thema Wein vor einigen Jahren. Zum Thema sexy fragen Sie bitte meine Frau, reich werden ist sogar mit dem Hauptjob als Winzer schwer, da muss das Geldverdienen mit dem Blog hinten anstehen. Berühmt? Eher berüchtigt!

Mein Bekanntheitsgrat reicht schon seit längerem aus, um Kooperationsanfragen von Marketingagenturen zu bekommen, die jedoch ohne Gegenleistung dieser Agenturen direkt in die Mülltonne wandern. Mittlerweile bekomme ich Warenproben zugeschickt, um diese hier zu besprechen. Das will ich dann auch ausnahmsweise tun.2016-07-25 Gefro

Ein ganzes Paket mit Instantsuppen, Instantfertigsoßen, Instantsalatdressing und anderes aus ihrer Produktserie Balance schickte mir die Firma Gefro zu. Schon seltsam, dass ein Instantprodukthersteller einem Winzer mit Blog diese Probensendung geschickt hat. Nun ja, wir haben natürlich probiert.

Das Ganze beworben mit “ohne Haushaltszucker, mit Isomaltulose, niedrigem glykämischen Index”  usw., soll also sehr gesund sein. So unter dem Motto: Gesund sterben…

Die Tütensuppen waren gut, aber eine selbst gemachte Suppe ziehe ich auf jeden Fall vor.  Das Salatdressing braucht eigentlich keiner, egal wie die Qualität ist. Zum Salat braucht man eigentlich nur sehr guten Essig, sehr gutes Öl, Salz, Pfeffer und eine Handvoll Kräuter aus dem Kräutergarten oder Blumentopf. Da finde ich Instantware komplett überflüssig.

Einzigst die dunkle Soße “Kraft & Saft” verwende ich des Öfteren. Ist zwar vegan, aber wenn meine selbst gekochte Bratensoße mengenmäßig nicht ausreicht, verlängere ich diese damit. 2016-03-28 Primitivo

Wein habe ich auch zugeschickt bekommen. Natürlich mit der Bitte im Blog zu lobhudeln besprechen. Also die Gelegenheit einer Blindverkostung der Jugendgruppe des Steffens-Keß Verkosterteams genutzt, um diese Weine neutral zu probieren und in der Gruppe zu diskutieren.

Das Rheinische Weinkontor schickte mir diesen Primitivo di Manduria Villa Santera 2014 zu. Dazu gab es ein kleines Rezeptbuch. Von den an diesem Abend probierten Rotweinen, gefiel er mir am besten. Nix mit kleinem Holzfass (Barrique), klare, glasklare Fruchtaromatik, es machte so richtig Spaß den Wein zu trinken, lediglich der Alkoholgehalt mit 14,5% bremste etwas. Hat mir sehr gut gefallen, genau mein Geschmack.

2016-08-01 Scolca

Von einem ganz anderem Kaliber war der italienische 2015 Gavi dei Gavi La Scolca Bianco Secco, den mir der Importeur Weinwolf schickte. Zuerst kam das Prospektmaterial mit Ankündigung der Lieferung zweier Flaschen dieses Weines. Extrem aufwendig gemacht, das Infomaterial. Reichlich Bilder von Profifotografen, entsprechende Texte, das meiste in italienisch. Ca. 200 Seiten Hochglanzpapier, auf denen dieser Wein, bzw. das Weingut mit Lifestylewerbung, Pressetexten, Verkostungsberichten und Weinwettbewerbsergebnissen vorgestellt wurde.

Alleine vom Prospektlesen bekam man Respekt und Hochachtung!

2016-07-29 Blindprobe

In der Verkostung sah es dann aber etwas anders aus. Respekt und Hochachtung vom Prospektlesen verloren sich wieder schnell. Die Rieslingweine meiner Jungwinzerkollegen K. J. Thul vom gleichnamigen Weingut und von Timo Dienhart, Weingut Römerkelter, die als Gastgeschenke in meinem Kühlschrank gelandet waren und ebenfalls verkostet wurden, verwiesen den La Scolca Bianco Secco auf einen hinteren Platz. Sehr gut Vinifiziert, leider ein extrem dezentes Aroma, erfrischend und mit einem moderaten Alkohol versehen, kam er an die Klasse der beiden Rieslingweine nicht heran. Für diese Qualität preislich sehr ambitioniert (ca. 25 €/Fl.), aber das Werbematerial muss auch bezahlt werden.

Falls noch jemand eine Besprechung eines Produktes haben möchte, meine Adresse steht im Impressum. Ich bräuchte noch und hätte gerne:………..