Traumstoff

11. März 2010

 

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Die 2009er Rieslinge sind abgefüllt und sind ab sofort lieferbar, wenn denn endlich die Druckerei die Etiketten fertig hätte. Wurden mir für Gestern Morgen zugesichert, dann für heute Morgen und jetzt heißt es Morgen…! Die Lieferzeiten auf der Homepage der Druckerei sollten vielleicht in “Morgen” geändert werden.

Ein verdammt guter Jahrgang! Schon an den Trauben während der Weinlese erkennbar: Extrem reife und gesunde Trauben deren Geschmack sich in den jungen Weinen wiederfindet. Viel frische Frucht im Auftakt, sehr elegante klare Struktur, intensives Bouquet mit betörender Aromatik nach Pfirsich, Mango und anderen tropischen Früchten und mit würziger Mineralität. Weine mit einer unnachahmlichen Konzentrierung von Bouquet und Aromastoffen; es ist fast zu schade sie schon jetzt zu trinken, sie könnten noch einige Monate Reifezeit vertragen.

Würde das Wort Jahrhundertjahrgang nicht so inflationär gebraucht und hätten wir nicht die Kimaänderung: Ja würde ich sagen auf die Frage, ob es ein Jahrhundertwein ist. Jedoch die Jahrhunderte werden durch die Erderwärmung immer kürzer und die sogenannten Jahrhundertjahrgänge sind fast an der Tagesordnung. Zudem gab in den letzten 20 Jahren keine schlechten Jahrgänge mehr. Einfach abgeschafft!

Am besten selbst probieren, ob es ein Superjahrgang ist. Die eigene Meinung bilden! Dafür haben wir wie in jedem Jahr ein Probesortiment geschnürt, damit sie sich selbst einen Überblick verschaffen können.

Weinprobe

9. Februar 2010

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Um der eigenen Betriebsblindheit vorzubeugen, haben  wir in den letzten Tagen mit unseren Freunden den Neuen Jahrgang probiert. Wie in jedem Jahr helfen uns unsere Freunde dabei, die Weine qualitativ zu beurteilen und das künftige Weinsortiment zu gestalten.  Die 2009er Rieslinge haben allen gefallen. Im Basissegment fruchtbetont, mit zunehmender Qualität kraftvoller und schmelziger werdend. Besonders zwei Weine hatten es unseren Freunden angetan: Eine herausragend fruchtbetont schmeckende Spätlese und der beste Wein der letztjährigen Ernte, eine Auslese die sehr konzentriert, tief und komplex ist. Beide Weine aus der Reiler Goldlay, die, so mein Eindruck, dieses Jahr die besten Weine hervorgebracht hat.

Jungwein

15. Januar 2010

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Wir haben dieser Tage unsere jungen Moselrieslinge verkostet. Kellerkalt auf den Tisch und probiert. Wärmer werden gelassen und dann der zweite Durchgang. Den dritten Durchgang am nächsten Tag. Der zutretende Sauerstoff hatte den Wein schon positiv verändert. Einzelne Weine wurden intensiver verkostet.

Diese erste, intensivere Probe machte sehr viel Spaß. Das Ergebniss unserer Arbeit des vergangenen Jahres ist ausnahmslos sehr gut geraten. Noch jung und hefetrüb, aber schon jetzt mit den Reizen nicht geizend. Nicht Mango, Pfirsich oder Marajuca erriechend, nein, ein wahres Potpourri an tropischen Düften entströmte den Probengläsern und konnte mit der Nase wahrgenommen werden. Das Schmecken und das Riechen, was man schon bei der Weinernte den sehr reifen Rieslingtrauben angesehen und erschmeckt hat.

Wir sind dabei!

20. November 2009

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Wir sind dabei! Die aktuellen Buchausgaben der wichtigsten Weinführer sind in den letzten Tagen erschienen. Der Eichelmannweinführer lobt uns, der Feinschmecker zählt uns ebenso zu den besten Weingütern Deutschlands und auch in der “Bibel des Weines”, dem Gault Millau Weinguide, sind wir vertreten. Punkte, Sternchen und Träubchen kennzeichnen unser Weingut.

Unsere Weine stehen auf den verschiedensten Weinverkostungen und es ist immer wieder interessant, zu welch unterschiedlichen Ergebnissen die verschiedenen Verkosterteams kommen. Eigentlich etwas ganz normales bei einem Getränk, welches sehr subjektiv wahrgenommen wird.

Wenn ich den Weinjournalisten Christian Wenger zitieren darf:
“Wie jede sensorische Verkostung widerspiegelt auch diese Degustation den persönlichen
Geschmack der Juroren, den Zustand der Flaschen und die Gunst des Tages. “

Besonders die Bewertungen des Gault Millau werden in der vinophilen Welt am heissesten diskutiert. Ich persönlich habe beim Wineguide teilweise den Eindruck, dass Bewertungen erwürfelt wurden oder ein Orakel befragt wird. Zudem läßt sich aus den Einzelbewertungen der Weine nicht auf die Bewertung des ganzen Betriebes schließen.

Ich will mich ja nicht beschweren, aber als z.B. bei der letztjährigen Ausgabe des Wineguides die qualitative Reihenfolge meines Weinsortimentes, die von meinen Kunden, meinen Freunden, Weinjournalisten und mir immer wieder beim Probieren bestätigt wurde, in einer ganz anderen qualitativen Reihenfolge, zufällig und bunt zusammengewürfelt, in diesen Buch stand: Stirnrunzeln und Fragezeichen meinerseits. Hatten die Verkoster einen schlechten Tag? Von der Frau geärgert worden? Oder hat die Bibel doch recht??

Da ich bisher nur in einer Buchhandlung Einblick hatte und ich mein Geld besser ausgeben kann als dieses Buch zu kaufen, werde ich mir die aktuelle Ausgabe von einem Kollegen ausleihen, darüber sinnieren und Gedanken machen. Vielleicht schreibe ich noch einen weiteren Beitrag hier in diesem Blog darüber.

Wertigkeit

1. Oktober 2009

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Als mein Kollege Thomas seine jetzige Lagerhalle gekauft hatte, fand er einen alten Weinprobenkoffer der dort damals ansässigen Weinkellerei. Dieser diente einem Weinkommisionär für den Weinverkauf an Weinhändler. Die Doppelwandigen Glasisolierbehälter fassten gerade mal einen viertel Liter. Mehr wie ein kleiner Probenschluck gab es nicht für den evtl. Käufer und auf dieser Basis wurden die Geschäfte getätigt.

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Dem Etikett zu entnehmen, enthielt diese Flasche einen 1934er Riesling Reiler Moullay-Hofberg für sage und schreibe 1,20 Reichsmark pro Liter. Dies entspricht einer heutigen Kaufkraft von 4,00 EURO. Kein Wunder, das die Probeflaschen so klein waren. Der Wein hatte damals noch eine hohe Wertigkeit, finanziell und kulturell.

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Heute leider zu einem Produkt verkommen das billigst im Discounter verramscht wird.  Die Qualität soll mit Analysen und Zertifikaten belegt werden und der Geschmack, falls vorhanden, wird ebenfalls durch diese Institute als vorhanden bestätigt. Könnte es sein, das früher alles besser war?

Internationale Steillagenweinprämierung

10. September 2009

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Heute war die Preisverleihung für den Internationalen Bergweinwettbewerb auf der Marienburg bei Pünderich. Der Organisator ist Cervim, das internatioale Forschungs- und Studienzentrum zur Pflege und Förderung des Steillagenanbaues mit Sitz im Aostatal in Italien.

Unsere Qualitätsarbeit in den Steillagen wurde mit zwei Ehrendipolmen für unsere beiden 2008er Spätlesen gewürdigt.

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Nach Grußworten und Preisverleihung konnten wir alle deutschen Siegerweine verkosten und gegenseitig die prämierten Qualitäten vergleichen.

Tanz auf der Zunge, Nachbericht

10. Mai 2009

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Die gestrige Jahrgangspräsentastion unseres ECOVIN Regionalverbandes war ein voller Erfolg. Es war teilweise brechend voll im Ballsaal des Weinromantikhotels Richtershof in Mülheim. Das Interesse am neuen 2008er Jahrgang war sehr groß und die Resonanz der Besucher auf die vorgestellten Weine positiv.

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Die Küche des Hotels  versorgte das Publikum mit Bio-Imbiss auf fliegenden Tellern aus der Restaurantküche.

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Im Garten stellte die Künstlerin Mana Binz Ihr Kunstwerk “Welten im Wein“ vor. In hochformatigen Bildern aus Glas spiegelt das Werk die imaginative und lustvolle Wirkung des Weingenusses. Das Werk ist das erste nachwachsende Kunstwerk dieser Art. Es wurde als Projekt für die Weinkultur in 2008 begonnen. Die ersten vier Bildfindungen wurden im letzten Jahr auf der Jahrgangspräsentation 2007 von ECOVIN gezeigt. Das Kunstwerk soll auf insgesamt 49 Bilder heranwachsen.

Tanz auf der Zunge

15. April 2009

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Unsere alljährliche Jahrgangpräsentation von ECIVIN Mosel-Saar-Ahr e.V. Im Gegensatz zu den Vorjahren schon im Mai und an einem Neuen Ort.

Unter dem Motto Tanz auf der Zunge findet die Veranstaltung im Jugendstil-Ballsaal des Weinromantikhotel Richtershof statt. Es stehen die Bio-Weine des Jahrgangs 2008 zur Probe bereit. Am Samstag, den 9. Mai von 14.00 bis 20.00 Uhr sind Weinfreunde aus Nah und Fern eingeladen, die Weine mit allen Sinnen zu erleben und mit ihren Machern in den Austausch zu gehen.

Für interessierte Weinblogger gibt es noch Pressekarten. Bitte bei mir melden, damit ich die Karten an der Tageskasse hinterlegen kann.

09.05.2009
14.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Relais & Châteaux Weinromantikhotel Richtershof

Hauptstraße 81-83, 54486 Mülheim/Mosel

14 Weingüter von Mosel, Saar und Ahr präsentieren ihren neuen Jahrgang

24.- Euro Eintritt
Kontakt: Ecovin Mosel trossenwein@web.de 06532/2714

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier.

Die Liste der teilnehmenden Weingüter hier.

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Dazu die lustvolle bacchantische Glaskunst von Mana Binz und Bio-Imbiss auf fliegenden Tellern aus der Restaurantküche.

Seltsam

1. Februar 2009

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Ein seltsames Weinprobierglas bekam ich geschenkt. Die Ausbuchtung ist nicht dazu da schlechten Wein wegzugießen. Es ist eine Aussparung für die Nase, die dadurch tiefer in das Weinglas ragt und das Bouquet besser wahrnehmen soll. Eher lustig als gebrauchstauglich. Die Kuppa ist viel zu klein um den Duft einzufangen. Da hilft auch die Aussparung am Glas nichts.

Ich bevorzuge größere Gläser wie diese hier. Daumenbreit Riesling ins Glas, der Duft sammelt sich in der Drittel Liter großen Kuppa und lässt sich gut abriechen.

Füllvorbereitungen

23. Januar 2009

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Die kalten Tage in den letzten Wochen haben wir genutzt um unsere Weine zu filtrieren. Idealer geht es nicht. Da der Weinkeller sehr kalt war, wird die gärungseigene Kohlensäure bei der Filtration nicht zum Ausgasen gebracht und die Fruchtaromen werden ebenfalls geschont. Die niedrigen Temperaturen lassen zudem die Weinsäure als Weinstein auskristallisieren und der Wein ist Weinsteinstabil. Unser Kollege Berhard Fiedler berichtet ebenfalls über dieses Thema.

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Wie in jedem Jahr findet nach der Filtration eine Finalprobe mit Freunden und Kollegen statt.  Die Weine standen gestern Abend alle auf dem Tisch und wurden gegeneinander probiert, diskutiert und bewertet. Eine wichtige Hilfe bei unseren Entscheidungen. Zehn Nasen riechen mehr wie eine und der eigenen Betriebsblindheit wird vorgebeugt.

Die ersten Weine sollen in der ersten Februarwoche abgefüllt werden und sind dann umgehend lieferbar.