Warum?

Eines der wenigen ungelösten Rätsel der Weinwelt:
Warum haben die allermeisten Kellermeister (die ich zumindest kenne) rundliche Figuren? In der Kunst, sei es die neuere oder die ältere, die künstlerisch Wertvolle oder Triviale, aber auch in Wirklichkeit, im hier und jetzt tritt dieses Phänomen auf.
Sei es Michael, der Oberkellermeister im Steffens-Keß Verkostungsteam, mein ehemaliger Nachbar Carlo oder andere mir bekannte Kellermeister: Sie sind alle wohlbeleibt. Aber es sind auch humorvolle Menschen (muß wohl am Wein liegen), z.B.: Auf die Frage, wie man ihn auf den Hoffest erkennen kann, antwortete der schreibende Kellermeister vom Winzerblog:

Ich bin der mit dem lustigen Strohhut auf dem Kopf :-)
Oder der, der am meisten Platz braucht :-(

Nur übers Wetter reden…

Wenn ich die Einträge der letzten Tage, Wochen und Monate in diesem Blog betrachte: Das Wetter spielt eine zentrale Rolle. Im April extrem trocken, gefolgt von ausgiebigen Regenfällen und ein Unwetter am Pfingstfreitag. Viele Weinblogs berichten über die zunehmenden Extreme.

Bernhard Fiedler aus dem Burgenland sehnt sich, im Gegensatz zu uns, den Regen herbei. Natürlich ohne Unwetter. Jedoch hat er schon eine eigene Kategorie “Wetter” in seinem Blog geschaffen. Beim Weingut Kaul in Rheinhessen hat man dem Regen in der letzten Woche noch gelassen zugesehen, im Gegensatz zu einigen Tagen vorher. Wie´s jetzt wohl ausschaut? Weinjounalist Mario Scheuermann berichtet ausgiebigst über die Klimaänderung und die extremen Wetterkapriolen.

“Strategien zur Regulation der Schwarzfäule”

Als Teilnehmer am Forschungsprojekt “Strategien zur Regulation der Schwarzfäule im ökologischen Weinbau” und als Vorsitzender der Ökowinzer an der Mosel war ich heute bei der Biologischen Bundesanstalt in Bernkastel-Kues. Mit den dortigen Wissenschaftlern und weiteren Forschungsprojektteilnehmern (Fachhochschule Geisenheim, Biologische Bundesanstalt Darmstadt und der Abteilung Phytomedizin der Agrarberatung Rheinpfalz) wurden die ersten Versuchsergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Neben phytosanitären Maßnahmen, wie z.B. befallene Blätter aus dem Weinberg entfernen, gab es einige interessante Ansätze aus dem Labor, diese Krankheit mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen. Weitere Forschungen und Versuche werden in den nächsten Jahren vielleicht herausfinden, ob Primelwurzelextrakt, Waschnußseife, Teesamenextrakt oder vielleicht Benetzungsmittel auf Molkebasis den Weg aus dem Labor in die Praxis finden.


Im Anschluss wurde der Versuchsweinberg der Biologischen Bundesanstalt in Traben-Trarbach/Wolf besucht und die Versuche mit verschiedenen Präparaten begutachtet. An der nicht behandelten Kontrollrebzeile sahen wir, wie stark der Infektionsdruck durch die Schwarzfäule ist. Die frischen Kranheitszeichen sind auf den Blättern und Trauben nicht zu übersehen. Von den Trauben dürfte bis zur Ernte nichts mehr übrig bleiben.

Gottseidank, dass in meinen Weinbergen, seit dem ersten Mal 2004, die Schwarzfäule nicht aufgetreten ist.

Ein Stückchen Urlaub

Gestern abend habe ich mir einige Stunden Urlaub gegönnt. Zur Sommersonnenwende ging es mit Freunden an den Strand. Wir wohnen zwar direkt an der Mosel, aber am Ufer ist die Perspektive ganz anders und der Sonnenuntergang präsentiert sich viel schöner. Einfach herrlich, dort zu wohnen, wo andere Leute Urlaub machen.

Nachtrag (21.06.2007 früher Abend):

Wie ich heute den Radio entnehmen konnte, habe ich mich wohl mit der Sommersonnenwende geirrt. Ein Tag zu früh! Aber auch egal, war trotzdem schön.

Voting

Mario Scheuermann hatte aufgerufen, auf localwineevents, dem weltweit größten Portal für Events, auf dem es um Speisen und/oder Getränke geht, für die deutschen Weinblogs zu voten. Neben einigen weiteren Einträgen in Weinblogs, berichtete auch das kritische Wort aus dem Osten der Republik in den gewohnten sinnvollen und sinnfreien Worten.
Über die Wortwahl “Riesen-Schwanzvergleich” kann man wohl streiten, aber der Eintrag ist durchaus lesenswert. Gleichzeitig rief Charles M. Bugnowski auf, für seinen eigenen blog zu voten. Seit seinem Aufruf, ihm die Stimme zu geben, ist er in diesem Englischsprachigen Portal auf den 20 Platz vorgerückt. Nun ja, wenn man einen Kalender mit geschmackvollen und ästhetischen Fotos von attraktiven Jung-Winzerinnen unter den Abstimmenden verlost….

Da ich mit meinem blog noch auf Platz 119 herumdümpele, möchte auch ich dazu aufrufen, mir Ihre Stimme zu geben. Darum voten Sie hier für die Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Keß.

Happy-Mosel

Autofreier Sonntag! Im ganzen Moseltal war gestern der Autoverkehr verboten und man bewegte sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Inliners. Eine Wohltat für die Ohren. Mit Ausnahme von heilig Abend ist dies der ruhigste (leiseste) Tag des Jahres. Es macht mächtig Spaß, mitten auf der Straße mit dem Rad von Ort zu Ort zu fahren.

Mit dem Rücken zur Wand?

Wie Mario Scheuermann in seinem blog berichtet, sind Frankreichs militante Weinaktivisten bereit, mit Mord und Terroranschlägen ihre Situation zu ändern. Der Winzer Berhard Fiedler nimmt das zum Anlaß, um über die Vergangenheit der österreichischen Weinwirtschaft zu berichten. Interessant ist es, vom Viva-Vino blog zu erfahren, das diese Nachricht hier in Deutschland nur in den Weinblogs verbreitet wird und die allgemeine Presse diese Meldung noch nicht veröffentlicht hat. Beim weincasting wird auch kurz über diese Terrordrohung berichtet. Den ganzen Bericht nebst weiteren Informationen gibt es bei Mario Scheuermann


Aber auch in anderen Weingegenden und zu anderen Zeiten gab es immer mal Winzeraufstände. Legendär war an der Mosel die Plünderung des Bernkasteler Finanzamts, anno 1926. Die Finanzakten und Möbel, die auf die Straße geworfen wurden brannten schon und es hätte nicht viele gefehlt, dann wäre das Finanzamt selbst gebrandschatz worden. Die genaue Geschichte und ihr Hintergrund kann auf den Seiten des Finanzamtes Bernkastel und insbesondere auf der Homepage von Norbert Kappes nachgelesen werden.