Goldener November

6. November 2011

Eigentlich gibt es nur einen Goldenen Oktober, dieses Jahr zusätzlich noch einen Goldenen November.

Die Landschaft präsentiert sich noch in den schönsten Farben, bevor der Winter kommt und damit die graue Jahreszeit. Frühlingshafte Temperaturen laden ein, die Landschaft noch zu genießen.

So schön wie sich das bunte Herbstlaub in den Weinbergen präsentiert, so arbeitsintensiv ist es die Blätter im Weingut zusammen zu kehren. Der Anhänger wird in den nächsten Tagen sicherlich voll und die alten Blätter werden als Dünger in die Weinberge verbracht.

Ein Kochlöffel unterwegs

31. Oktober 2011

Astrid Paul, die in Deutschland bekannteste Food Bloggerin, hatte eine super Idee:

“Arthurs Tochter gibt den Löffel ab!”
So lautete der Schlagruf vor zwei Wochen bei facebook. Zu meinem Geburtstag hat P. mir einen ganzen Schwung dieser Löffel machen lassen, die als kleines Geschenk für mich und meine Gäste auf der Geburtstagsparty gedacht waren. Die Freude war bei mir und allen anderen groß! Die Löffel, die die Party überlebt haben wurden von mir über facebook spontan unter dem o. g. Aufruf verschenkt. Und so reisten ca. 20 Löffel durch ganz Deutschand und ein paar sogar nach Österreich. Das hat mir und auch denen, die den Löffel bekommen haben, einen riesengroßen Spaß gemacht. Vor allem die Bilder, die mir von den Löffelempfängern geschickt wurden haben mich so gefreut, dass alsbald eine neue Idee geboren wurde: Das Löffel-Blogevent!

Ich verschenke ab heute über den Blog 30 weitere Löffel. Und dann bitte ich Dich, Deinen erhaltenen Löffel zu fotografieren. Um dem Ganzen mehr Würze zu geben, sollte das Bild eine der folgenden Kategorien erfüllen:

1. Der Löffel muss in einer für ihn völlig untypischen verrückten Situation fotografiert werden. Losgelöst von allem, was mit Essen zu tun hat.

2. Der Löffel muss an einem weltbekannten Ort fotografiert werden. Die Definition für weltbekannt bedeutet in diesem Fall mindestens ein Eintrag bei Wikipedia

3. Eine prominente Person muss mit dem Löffel posieren. Prominent bedeutet, allgemein bekannt. Im Zweifel entscheidet die Jury über den Grad der Prominenz…

Das Photo muss bis zum 31.10.2011 bei mir eintreffen oder in Deinem Blog veröffentlicht sein. In jeder Kategorie wird nach dem Einsendeschluss das verrückteste, weltberühmteste, prominenteste Photo ausgewählt und ein Sieger pro Kategorie gewählt. Um mich selbst nicht der Befangenheit auszusetzen habe ich eine Eins-A-Jury für Dich zusammengestellt. …Selbstverständlich erhält jeder Sieger pro Kategorie einen Preis!

Mehr Information dazu: http://arthurstochterkocht.blogspot.com/2011/08/ein-loffel-geht-auf-die-reise.html#ixzz1buwXhqCo

Natürlich habe ich auch einen Kochlöffel angefordert. Bei so einem verrückten Blogevent muss man natürlich dabei sein. Sogar  Zeit-Online  hat schon darüber geschrieben.

Nur welche Reise lasse ich dem Kochlöffel angedeihen? Nach einigem Grübeln dann die Idee: Kennen Sie Felix den kleinen Stoffhasen? Das Kinderbuch vom Coppenrath Verlag, dass vom kleinen Stoffhasen Felix handelt, der auf einer Reise seiner Besitzerin, dem Mädchen Sophie, verloren geht. Sie ist über diesen Verlust sehr traurig. Eines Tages liegt ein Brief von Felix in ihrem Briefkasten – und später folgen weitere, jeder aus einer anderen Stadt, den Stationen seiner weiteren Reise. Im Buch sind die Briefe in einem Briefumschlag enthalten, was das Lesen spannender macht. Sophie und der Leser reisen mit dem Hasen um die Welt und hoffen, dass Sophie ihren Felix wiederbekommt. In den Briefen sind Bilder enthalten, so dass auch Kindergartenkinder mitmachen und die Briefe verstehen können.

Das war die Idee!

Moselabwärts wurde nach Koblenz geradelt und der Kochlöffel durfte mit. Im Stil dieses Kinderbuches habe ich versucht zu schreiben und das ganze dann per klassischer Briefpost an Astrid geschickt.

Ich hoffe, das ich nun mindestens die ersten beiden Kategorien des Wettbewerbes erfülle und ein Kochbuch gewinne!

Die Geschichte zum nachlesen gibt es hier als jpg Datei:

Seite 1

 

Kochlöffel Teil 2

Seite 2

Seite 3

Newsletter No 5: Murphys Gesetz Teil 2, Wellness beim Winzer, andere Begebenheiten und ein Pin-up für ältere Winzer

30. Oktober 2011

Wie ich hier berichtete wurde unsere Weinpresse hart vom Murphys Gesetz getroffen:  „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“  Und die Geschichte ging noch weiter.

Kurz nachdem die Elektrik wieder funktionierte, hatte sich die Packung einer  Stopfbuchse  fest gefressen und musste erneuert werden. Eine Traubenpressung später, Murphys Gesetz sei dank, schaltete die Weinpresse nicht mehr vom Vorentsaften auf Pressen um. Der Monteur kam umgehend und, wie der Teufel so will, die Presse funktionierte wieder einwandfrei. Aber nur bis zur allerletzten Pressung. Das gleiche Problem! Gut, das ich in weiser Voraussicht Ersatz für den Übeltäter, ein pneumatisch/elektrischer Mikroschalter, in den Schaltschrank gelegt hatte, der dann doch noch getauscht werden musste. Die Rechnungen der diversen Ersatzteile sind mittlerweile alle gekommen…

Bild: Alexander Thomas

Wellness beim Winzer wurde den beiden anwesenden Weinhändlerinnen anlässlich der Weinhändlerbespaßung Anfang Oktober geboten. Wie ich hier berichtete, müssen für eine saubere Gärung, die im Traubensaft vorhandenen Trubstoffe vom Most abgetrennt werden. Dieser Trub wird dann landbaulich verwertet. Ein bei der Ernte mithelfender Arzt dachte vor Jahren über eine weitere Verwertung nach und wagte den Selbstversuch mit einer Gesichtsmaske. Das war es! Sozusagen unter ärztlicher Aufsicht getestet.

Die Durchblutung der Gesichtshaut wird durch diese Trubstoffe immens gefördert, Falten verschwinden, die Haut wird jung und prall, und und und…  Besser als jede Anti-Age-Creme! Leider nicht konservierbar und daher nur während der Weinernte im Winzerkeller frisch erhältlich. Schade, dass ich an diesem Abend meine Kamera nicht im Keller dabei hatte, denn sonst hätte ich mit vorher/nachher Fotos die Wirkung demonstrieren können. Eine Geschäftsidee für die nächste Weinernte. Vielleicht noch zusätzlich  Sitzbäder anbieten?

Nicht nur eigene Trauben wurden bei uns verarbeitet. Leon, ein junger Weinbaustudent, der mir dankenswerter Weise eine Übernachtungsgelegenheit in seiner Studentenbude für das erste deutsche Vinocamp überlassen hatte, kelterte, mangels eigener Weinpresse, seine Trauben in unserem Weingut. In der Weinuni Geisenheim theoretisch lernen und das gelernte im eigenen kleinen Weinberg und Keller umsetzen. Dieses theoretische und praktische Lernen hat er bei seinem  letztjährigen Wein, der während der Kelterung probiert wurde, schon sehr gut umgesetzt. 

Die immer extremeren Wetterverhältnisse, die mit zunehmender Klimaänderung auftreten, spüren wir nicht nur im Weinberg. Ein typisches Beispiel ist die Fasstürdichte, die zum Abdichten der Weinfässer benötigt wird. Davon gibt es zwei Sorten: Rita und Wino. Ein Scherzkeks – meine Kinder? – hat auf den Vornamen meiner Frau ergänzt.

In früheren Jahren habe ich die Wino bevorzugt, war auch bei kalten Kellertemperaturen sehr gut verarbeitbar, Faßtürdichte Rita dagegen steinhart. Durch die immer wärmer werdenden Weinkeller bekam die Wino eine Konsistenz von Vaseline und wurde zu weich um sie als Dichtmittel für Faßtürchen zu verwenden.

Erfreulich an der Klimaänderung ist das Erntewetter. Während es in meiner Jugend jeden Morgen kalte Finger bei der Ernte gab, die Tage kühl und diesig waren, konnte ich diesem Herbst fast durchgängig im T-shirt oder hemdsärmelig die Trauben ernten. Zudem Kaiserwetter um schönste Fotos zu machen.

Bild: Ralf Scholze

Bild: Ralf Scholze

Ralf Scholze, Reisejournalist und Fotograf, war bei obiger Weinhändlerbespaßung auch dabei und fotografierte. Er hat ein  Faible für die Mosel und macht  wunderschöne Moselbilder. Seine Alben finden Sie hier, Facebookmitglieder können sich noch mehr  Bilder hier anschauen. Bemerkenswerte Bilder!  Persönlich finde ich die Pin-up Bilder für ältere Winzer sehr gelungen.

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Im Zeichen des Moselrieslings

14. August 2011

Wie immer an diesem Augustwochenende: Weinfest in Reil.

Am Freitag Abend präsentierten die Reiler Winzer ihre Weine im Rathaus.

Das ganze Wochenende gemütliches Beisammensein beim Moselriesling, ein Getränk für lange Nächte und ein Debattier-Tropfen, der Esprit  und Phantasie beflügelt, statt sie zu lähmen.

Natürlich mit zünftiger Blasmusik beim Festumzug und Weinköniginnenempfang, abends sehr gute Tanzmusik und heute Morgen, bei Anbruch der Helligkeit, die letzten Heimkehrer vom Weinfest, die singend den Weg nach Hause suchten.

Später am Morgen gab es noch einen Festgottesdienst im Festzelt und der Pastor umrundete Weihrauchkesselschwingend den Altar. Danach Frühschoppen (es gab ja leider keinen Wein für das Fußvolk in der Messe),  anschließend Kaffee und Kuchen und heute Abend gemütlicher Ausklang des Weinfestes mit Musik und natürlich Riesling.

Weinfestzeit an der ganzen Mosel. Jeder Weinort feiert im Juli/August sein eigenes Weinfest. Im September gibt es dann die Straßenweinfeste, die, wie ich finde, spannender sind. Einzelne Winzer, die Ihre Höfe und Weinkeller für die Weininteressenten öffnen und eine weitaus größere Auswahl an Weinen und Speisen bieten. Dazu die Gemütlichkeit der Winzerhöfe. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fachchinesisch

7. August 2011

Mit ganz einfachen Worten, für jedermann verstehbar, versuche ich  meine Texte hier in den Bildergeschichten vom Weingut Steffens-Keß oder in unseren gedruckten Werbematerialien zu schreiben.

Doch wie es in jeder Branche üblich ist,  gibt es Fachchinesisch. Eine Fachsprache, die für Aussenstehende nicht oder nur schwer verständlich zu ist, so auch beim Wein.

“Unvergleichlich in der süßen Kraft des Bananenkonfekts. Konfekt, weil er in seiner überfließenden Süße dem Überzug des Konfekts von Sulmona gleicht. Oxidatives Wunder önologischer Integrität. Absolutes Meisterwerk cremigen Weinbaus, mit fleischiger Kraft und von vollendeter, unzweifelhaft meisterlicher Viskosität. Natur und Mensch also unzertrennlich, würzige und chlorophyllig faszinierende Frucht …”  so ein Beispiel der Geheimsprache der Weinbeschreibung. Alles verstanden?

Dirk Würtz griff dieses Thema vor einigen Tagen auf und meinte, das der Begriff lecker eigentlich ausreichend ist. Einfach einmal einen Gegenpol zu den immer ausufernden Weinbeschreibungen bilden. Ausufernde Weinbeschreibungen, die ich als Fachmann selbst nicht mehr nachvollziehen kann oder verstehe.

Wir kommunizieren mit dem Kunden, der nicht das Wissen von uns Fachleuten hat. Einfachere Worte, die trotzdem alles erklären sind wichtig, denn wenn der Kunde nichts versteht, wird er auch nicht kaufen!

Nicht kaufen, so erging es mir letzte Woche. Nach einem Telefonat mit einem IT Dienstleister – ich begriff sehr wenig – erhielt ich folgende Mail:

“…und vor allem einen OPI-Chart welcher die organische Suchmaschinensichtbarkeit Ihres Portals wiederspiegelt. … Die OPI-Werte der letzten zwei Jahre lagen zwischen 10 und 100, jene Werte sind nicht optimal…

Unsere grundlegenden Maßnahmen … umfassen den OnPage- und Offpage-Bereich. Im ersten Schritt ist es erforderlich, dass die vorhandenen Websites inhaltlich und technisch hinsichtlich der Suchmaschinenkriterien optimiert werden. Die dadurch entstandene gesunde Basis dient im weiteren Verlauf zur Schaffung der Backlinkstruktur. So müssen logischerweise z.B. neu zu erstellende Landingpages existieren, bevor gezielt Links darauf gesetzt werden können.

Neben den genannten klassischen SEO-Tätigkeiten bieten wir selbstverständlich auch weitere wichtige Maßnahmen an, wie z.B. Social Media Optimierungen, Online Reputation Management, Usability-Optimierungen usw.”

OPI Werte? Online Reputation Managment? usw. Was ist das? Meine langjährigen Erfahrungen mit und im  Internet ließen mich auch nicht verstehen. Auch Google hatte damit schwierigkeiten! Also in meinen Netzwerken nachgeschaut, ob mir jemand weiterhelfen kann und fündig geworden. Theo Huesmann von Gumia.de, Mathematiker und IT´ler wurde angefragt. Die Antwort war ganz einfach:

“Hallo Harald,

ich starte direkt mit zwei Gegenfragen:
Bist du zufrieden mit deiner derzeitigen Webpräsenz und der Weinverkaufs- entwicklung? Würdest du von dir behaupten, dich im Web 2.0 auszukennen?

Wenn du beide Fragen direkt mit Ja beantwortest, dann kloppe die Mail in die Mülltonne. Wenn du nicht direkt mit Ja antwortest, dann frag mich. “

Das werde ich nun auch tun, nachdem ich mit Ja geantwortet und darüber geschrieben habe. Ich möchte mit einem Verkäufer oder Käufer in einer Sprache kommunizieren, die beide verstehen.

Natürlich gibt es immer wieder komplexe Themen. Man kann sie jedoch immer für den Normalsterblichen aufbereiten. Vorbildlich im Weinbereich ist mein Kollege Bernhard Fiedler aus Österreich und natürlich die Maus, die komplexe Themen für den Normalsterblichen erklärt.

Urlaubswetter

27. Juni 2011

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Der Sommer ist wieder zurück. Zeit, um die Mosel aus einer anderen Perspektive zu erleben, denn ausser Riesling hat die Mosel noch einiges mehr zu bieten.

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Viele Badestrände an der Mosel laden z.B. zum schwimmen und relaxen ein.

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Für die, die anstatt zu relaxen, aktiver sein möchten, ist eine Kanufahrt auf der Mosel bestens zu empfehlen. Langsam die Mosel runter paddeln und die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive erleben wie es von den Wegen am Moselufer oder hoch am Weinbergshang möglich ist. Sogar für mich, der schon immer hier lebt, immer wieder eine Überraschung.

Verleihstationen gibt es überall an der Mosel, ich empfehle natürlich die Kanus von meinen Freund Karl-Heinz, der auch sehr schöne Ferienwohnungen zu vermieten hat.

Newsletter No. 3: Das erste deutsche Vinocamp, Hintergründe und Angst macht sich breit

30. Mai 2011

 

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Über das Internet, bzw. das Web 2.0, kennt man die bloggenden Kollegen schon länger und nun ist persönliches Kennenlernen angesagt.  Am 18. und 19. Juni ist ein Weinbloggertreffen in der Weinuni Geisenheim angesagt. Ein sogenanntes BarCamp, im Weinbereich natürlich Vinocamp genannt. Ich freue mich schon, die Personen, die man aus dem virtuellen Leben kennt, in natura kennen zu lernen.

Beim Vinocamp gibt es keine Teilnehmer, sondern nur Mitwirkende! Ein BarCamp ist eine offene Tagung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt werden. Es wird von jedem Teilnehmer erwartet, das er aktiv am Geschehen teilnimmt. Das Vinocamp ist keine Konferenz auf der einfach Wissen konsumiert wird, es wird getauscht und geteilt, geben und nehmen. Meine Aktivitäten konzentrieren sich auf den ökologischen Steillagenweinbau und die Kellertechnik.  Mit Iris und Karl-Josef zusammen werde ich zu diesen Themen referieren und mit den Teilnehmern diskutieren.

Der von uns angebotene Ausbildungsplatz  als Winzer steht kurz vor der Besetzung. Mehrere junge Menschen absolvierten in den letzten Wochen ein Kurzpraktikum in unserem Weingut. So lernte ich die Arbeitsweise, die Motivation und das Sozialverhalten kennen.  Diese Woche noch eine Kandidatin und nächste Woche wird entschieden wer die Lehrstelle bekommt. Kerstin, meine jetzige Azubine, wird in vier Wochen die Gesellenprüfung machen und dann in die rauhe Arbeitswelt entlassen.

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Der erst letzte Woche abgefüllte Mosto Cotto hat schon Freunde gefunden. Die Musterflasche, die in der Probierstube stand, wurde kurzerhand von einem Freund entführt und zurück kamen zwei Gläser Rhabarberchutney mit Mosto Cotto. Passt hervorragend zu Käse.

Wir haben zur Zeit drei Wochen Vegetationsvorsprung. Der Riesling ist am blühen. Die Rahmenbedingungen sind sehr gut, so das eine gute Befruchtung zu erwarten ist.

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Nachdem am 4. Mai in weiten Teilen Deutschland die Reben mehr oder weniger erfroren sind, ist die derzeit herrschende Trockenheit das beherrschende Thema und macht uns Angst. Es soll der trockenste Frühling seit 1893 sein. Wir hatten zwar das Riesenglück das am 20. Mai ganz regional in Reil 23 Liter Regen fielen, aber die Reben dürsten weiterhin nach Wasser. Das Längenwachstum der Triebe ist stellenweise stark vermindert und das Laub verfärbt sich gelblich. Es gibt Standorte an der Mosel, bei denen sogar alte Rieslingreben mit entsprechend tiefen Wurzeln, unter massivem Wasserstreß leiden und die Situation dramatisch wird. Etwas Regen ist in den nächsten 24 Stunden gemeldet, die lang erhoffe Entspannung wird es nicht sein. Die Situation dürfte weiterhin sehr kritisch bleiben und macht uns Angst.

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Eisenmenschen

14. April 2011

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Anläßlich des 100jährigen Firmenjubiläums meines Weinbau- und Kellereimaschinenhändlers Kessler am letzten Wochenende, stellte die Kunst AG der Integrierten Gesamtschule Zell Ihre Werke aus.

Fast ausschließlich Weinbau- und Kellergerätschaften wurden für diese Figuren verwendet. Hacken, Traubenkiepen, Schubkarren, alte Rückenspritzen und andere Winzergeräte wurden zu Eisenmenschen verwandelt, die selbstredend Weinbergsarbeiter darstellten.

Dazu gab es leckeren Wein, gutes Essen vom Buffet und Livemusik. Fast wie auf einer richtigen Vernissage, jedoch nur auf dem Betriebsgelände der Fa. Kessler  zwischen Weinpressen und Weintanks.

Felssicherung

18. März 2011

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Man vergisst es immer wieder, dass die Mosel zwischen Hunsrück und Eifel liegt und das ganze ein Mittelgebirge ist. In einem Gebirge gibt es Berge und Felsen die auch mal abrutschen können. Einige Felsen bei Reil sind sehr morbide. Vor etlichen Jahren mußte sogar ein Fels mit Sprengstoff zu Fall gebracht werden.

Bei zwei weiteren Felsnasen haben Industriekletterer im Auftrag der Bahn, die die Verkehrssicherungspflicht hat,  den Bewuchs zu entfernt und lose Felsbrocken gezielt zum Absturz gebracht. Nun werden Löcher gebohrt, damit Felsanker gesetzt werden können an denen später Drahtnetze befestigt werden. So soll verhindert werden, das Felsbrocken auf die darunter liegenden Gleise der Moselweinbahn fallen und Menschen gefährden.

Schade, das man einen Wein nicht streicheln kann.

3. März 2011

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Das übliche Spielchen unter Winzern: Weinflaschentausch. Ein Kistchen meiner Rieslinge ging auf den Weg nach Österreich zum Neusiedlersee und Kollege Bernhard Fiedler schickte mir eine Kollektion seiner Weine zu. War genau passend! Meine Bestände an Weinen von anderen Kollegen waren gegen null gesunken.

Natürlich mußte sofort probiert werden. Mein Interesse fand der 2010er Muskat Ottonel, trocken, der im Alkohol leichter (11,5%) ist und ich an diesem Abend keine Mittrinker hatte. Schade, das man einen Wein nichtstreicheln kann, denn der Muskat Ottonel hätte es verdient. Für einen noch so jungen Wein (2010er) schon ein intensives, feines und würziges Muskatbukett. Typisch für solch eine Bukettrebsorte. Im Geschmack klar, brillant und wie ein frischer Bergquell. Kein fetter und wuchtiger Wein, eher leicht und verspielt. Leergetrunken, ratzfatz! War lecker!