dengeln

2017-07-14 Sense dengeln

Die Hauptarbeiten im Weinberg sind größtenteils erledigt. Zeit um die Nebenarbeiten zu erledigen. Der Azubi soll in den nächsten Tagen mit der Forst- bzw. Heidesense im Unterstockbereich einiger Weinberge störenden Bewuchs absensen. Muskelschonender und schneller als mit dem Freischneider und natürlich ökologischer.

Vorab die übliche Vorbereitung der Sense: das Dengeln.  Mit einem alten Dengelapperat wird das Sensenblatt in einem schmalen Streifen entlang der Schneidkante (der Dengel) ausgezogen und verdünnt und somit geschärft. Der Azubi wurde in diese alte Technik des Sense schärfens eingewiesen und anschließend gab es noch eine Arbeitsunterweisung in der Handhabung der Sense.

Fragaria vesca

2017-06-13 Weinbergserdbeeren

Fragaria vesca,  die Weinbergserdbeere Walderdbeere. Sie ist in unseren Weinbergen sehr verbreitet und dient als leckere Zwischenmahlzeit. Kurz bücken und schnell hat man eine Handvoll dieser aromatischen Früchte gepflückt.

Leider sind die Früchte dieses Jahr sehr klein. Durch die starke Trockenheit standen die Pflanzen schon kurz vor dem Verdorren. Ein ergiebiger Regen vor zwei Wochen rettete die die kleine Ernte.

Den Reben sieht man teilweise den Wassermangel auch schon an. Der Wuchs ist langsamer geworden und erste Blattaufhellungen aufgrund der Trockenheit und dadurch bedingtem Nährstoffmangel sind zu sehen.

Gute Landluft

2017-04-15 Fledermausguano streuenDa saß ich nun gestern in der Pritsche der Raupe, auf dem Fledermausguano sitzend, mit dem grünen Schippchen in der Hand. Eine Duftwolke zog hinter uns her – es roch beschissen richtig schlecht -, während mein Sohn den Kettenschlepper fuhr und ich die Fledermauskacke in den Weinberg streute.

Leider war dieser Naturdünger beim aufkehren im Reiler Kirchendach etwas feuchter als in den letzten Jahren und wurde beim Lagern durch Regen zusätzlich angefeuchtet. Ammoniak bildete sich aus dem im Guano enthaltenen Stickstoff und sorgte für eine entsprechende Duftwolke. Trotz Schutzanzug dauerte die Körperwäsche ein bisschen länger..

Das Weinjahr 2017 beginnt spannend: Peribatodes rhomboidaria

 2017-04-05 Rhombenspanner AugenfraßDas Weinjahr 2017 beginnt spannend: Peribatodes rhomboidaria, auch Rhombenspanner genannt, ist massiv in den Weinbergen unterwegs und frisst uns die Rebknospen aus. Ich berichtete hier schon einmal über die Schäden, die diese Raupe verursacht. 2017-04-05 Rhombenspanner beim Abseilen

Vielleicht doch nicht so schlecht, dass wir zur Zeit immer noch die Fruchtruten im Drahtrahmen befestigen. Als Reaktion auf die Erschütterungen seilen sich die Raupen an einem Seidenfaden ab und sind dadurch leichter zu erkennen. Sie werden dann per Hand abgesammelt eliminiert.2017-04-05 RieslingKnospeWenn die Triebe größer werden, kann die Raupe keine Fraßschäden mehr verursachen. Wir Winzer sagen dann, dass der Trieb dem Rhombenspanner aus dem Maul wächst. Noch einige warme Tage wären nötig.

Wir sind mit dem Rebwachstum mindestens zwei Wochen vor der Zeit. Warme Tage als Wunsch gegen die Knospenschäden, auf der anderen Seite Muffensausen wegen eventueller Spätfröste, die noch kommen können. Wetterkapriolen, die in den letzten Jahren verstärkt auftraten. Wir hatten bisher meistens Glück, aber ob das von ewiger Dauer ist…

königliche Sänfte

2017-02-20 Sänfte

In einer königlichen Sänfte wurden heute Morgen die Bienen von ihrem bisherigen Standort, einem steilen Hang, abtransportiert. Kreuzweise mit Spanngurten stabilisiert, an einer Fassdaube aufgehängt und einige Nägel in die Daube geschlagen, damit der Gurt mit dem Bienenstock nicht verrutschte, ging es problemlos den steilen Abhang hinab.

2017-02-30 Bienentransport

Die Fahrt zum neuen Standort erfolgte gesichert mit Traktor und Anhänger. Nun stehen die beiden Bienenstöcke auf einer flacheren Obstwiese, die uns ein Kollege zur Verfügung gestellt hat. Bequemer zu erreichen als der bisherige steile Hang und bei der kommenden Ernte wieder ein anderer Honiggeschmack.

Manpower

2016-12-22-einstieg

Nachdem im letzten Jahr das Ausmisten – Fledermauskacke, Sie wissen schon – der Reiler Kirche desaströs endete, starteten wir letzte Woche frohen Mutes einen neuen Versuch. Mittlerweile lagerte von zwei Jahren der Dung auf dem Dachboden der Reiler Kirche. Der Naturschutzbeauftragte hatte die Rohrkonstruktion nach der letztjährigen Aktion um einiges verbessert.

Die verbesserte Metallrohrkonstruktion ließ sich viel leichter durch die Dachluke über das Dach bis zur Regenrinne verlegen. Aber dann…

Das alte Problem! Zum Mäusemelken! Der klebrige Dünger verstopfte das Rohr und auch die Rohrreinigungsspirale half nicht. Frust machte sich breit. Ein Neues Konzept musste her!2016-12-22-saecke

Manpower war das Schlagwort. Eine große Menge Gewebesäcke wurde bestellt, gestern geliefert und war heute im Einsatz. Gut zugeschnürt klappte es gut mit dem Transport durch den engen Durchschlupf im Dachboden bis in den Glockenturm. Der Transport eine Etage tiefer war kein Problem. Die mit Dünger gefüllten Säcke erledigten das im freien Flug.

Die letzten Meter waren anstrengend. Nochmals eine Etage tiefer durch eine nur mannbreite Wendeltreppe, incl. einer Türe, die zur falschen Seite aufging. Dann durch die Sakristei und endlich der Anhänger zum Abtransport.

Erste Ernte

2016-05-04 Bienen

Die erste Ernte wurde letzte Woche eingebracht.  Am Vorabend der Entnahme der Honigwaben aus dem Bienenstock, durfte ich mit dem Freischneider den Zugang zu den Bienenstöcken mähen, damit der Abtransport der Bienenwaben im steilen Grundstück der beiden Jungimkerinnen unfallfrei vonstatten gehen konnte. Die Bienen sahen etwas angriffslustig aus, sodass ich beim Mähen sehr vorsichtig war. 2016-07-28 entdeckeln

Nach der Entnahme einiger Honigwaben – der meiste Honig verblieb im Bienenstock, damit die Bienen genügend Nahrungsvorräte für den Winter haben – wurden die Waben mittels einer speziellen “Gabel” entdeckelt.

2016-07-28 schleudern

Dann kam die Zentrifuge zum Einsatz. Kräftiges drehen an der Kurbel und kräftiges Festhalten der ganzen Zentrifuge, da durch die immer vorhandene Unwucht das Ganze stark wackelte. 2016-07-28 Honigsieb

Nach dem Ablass aus der Zentrifuge wurde noch gesiebt, damit Bienenwachsrückstände nicht in den Honig gelangten.

Der Duft und Geschmack des Honigs ist sehr gut und unverkennbar ist die Hauptblütepflanze Robinie, bzw. Akazie schmeckbar.

Hieracium aurantiacum

2016-06-20 Habichtskraut2

Hieracium aurantiacum, auch als Orangerotes Habichtskraut bekannt: Mein Lieblingsunkraut Lieblingswildkraut!

Die Blattrosetten dicht am Boden, der Stängel mit der Blüte max. 40 cm hoch wachsend. Ideal, braucht man nicht zu mähen, der Blütenstand wächst im Unterstockbereich nicht in die Laubwand und diese Pflanze kratzt und brennt nicht wie Brombeere oder Brennnessel.

Die Wirkung dieses Krautes wird als schleimlösend, harntreibend, antibiotisch, krampflösend und entzündungshemmend beschrieben. In der alten Kräuterkunde wird das Habichtskraut innerlich bei Durchfall, grippalen Infekten, Blasen- und Nierenentzündung, Wurmbefall und Nierensteinen eingesetzt, äußerlich zur Wundbehandlung und als Augenspülung.

Leider sind nur Teilflächen meiner Weinberge damit bewachsen und so ist der Winzer zur Zeit am mähen und im Unterstockbereich muß zur  leidigen Brennnessel- und Brombeerbekämpfung per Hand nachgearbeitet werden.

Etwas Ruhe kehrt ein

2016-07-06 LaubschnittDie sommerlichen Hauptarbeiten sind erledigt. Die Rebtriebe sind geheftet, also in den Drahtrahmen eingeschlauft worden. Die Traubenzone wurde entblättert und der erste Laubschnitt ist auch schon gemacht.

Die Weinberge sehen jetzt akkurat wie nach einem Friseurbesuch aus. Etwas Ruhe kehrt nun ein. Nicht, dass wir arbeitslos wären, aber, wie sagt man so schön, der Druck ist raus.2016-07-07 HackenZeit, sich jetzt intensiv um die im Mai gepflanzten Rieslingreben zu kümmern. Mittlerweile konnten wir mit dem Kettenschlepper eine Bodenlockerung durchführen. Im Unterstockbereich muss händisch gearbeitet werden. Eine reichhaltige Auswahl an Hacken steht für meine Helfer zur Verfügung. Jeder kann sich nach seinem Gusto das passende Gerät aussuchen.

Die jungen Rieslingreben wachsen sehr gut und sind mittlerweile am Pflanzstab festgebunden.

Der Sommer mit trockenem Wetter ist auch gekommen. Etwas aufatmen für uns. Neuinfektionen durch den gefürchteten falschen Mehltau (Peronospora) werden unwahrscheinlicher und durch das starke Beerenwachstum verringert sich die Empfindlichkeit der Trauben.

Glück gehabt!

2016-04-02 Bienen

Die Bekämpfung der Varoamilbe im Spätjahr war erfolgreich. Sorgen kamen dann mit dem viel zu warmen Winter. Die Bienenvölker waren viel zu aktiv und verbrauchten die angelegten Wintervorräte, so das eine Notfütterung mit Zucker erfolgen musste. Unsicherheit über den Zustand der Honigproduzenten verbreitete sich.

Ein befreundeter Imker, der den beiden Jungimkerinnen (Marita und Freundin Barbara) beratend zur Seite steht, schaute am letzten Wochenende bei den Bienenvölkern vorbei. Neben einigen praktischen Tipps gab es noch ein Lob. Die Bienenvölker haben überlebt, sind sehr vital und gesund. Also alles bestens! Glück gehabt!!!!! Der Einstieg in die Massentierhaltung hat geklappt!

Übrigens: Die Bienen waren sehr vital, der fotografierende Winzer auch, als er von den sonst so friedlichen Insekten angegriffen wurde und Reißaus nehmen musste. Die Bienen waren leider schneller…