Federweißer
23. Oktober 2007
Nur jetzt ein Hochgenuss für den Moselaner: Zwiebelkuchen mit frisch aus dem Faß gezapftem Federweißen. Bei uns natürlich ein Riesling, nicht mehr so süß und nur noch einige Tage vor dem Gärende.
Nur jetzt ein Hochgenuss für den Moselaner: Zwiebelkuchen mit frisch aus dem Faß gezapftem Federweißen. Bei uns natürlich ein Riesling, nicht mehr so süß und nur noch einige Tage vor dem Gärende.
Heute gab es frühlingshafte Temperaturen mit viel Sonnenschein. Da Sonntag ist, hat der Winzer Zeit und kümmert sich ums Abendesssen. Da passt es natürlich, dass im Garten noch Frühlingszwiebeln stehen. Mit gewürfeltem Schinken dünsten, so das noch Biss da ist, dazu Rosmarinkartoffeln. Als “Beilage” Hirschkeule mariniert mit Kräuteröl und reichlich Rotwein für die Soße.
Zum ersten Mal trug unser Feigenbaum am Haus mehr Früchte wie wir wegessen konnten. Also mal gegoogelt und ein interesanntes Rezept für Feigenchutney gefunden. Selbstredent haben wir einen Teil des Balsamicoessigs und des Zitronensaftes durch unseren Riesling-Weinessig ersetzt.

Nun duftet es aus der Küche und ich freue mich schon auf das fertige Chutney.
Auf das zweite Frühstück kann man im Moment im Weinberg verzichten. Durch den Verzicht auf Herbizide in unseren ökologisch bearbeiteten Weinbergen hat sich die Walderdbeere stark verbreitet. Kurz bücken und schnell hat man eine Handvoll dieser aromatischen Früchte gepflückt.
Einfach lecker!

Da freut man sich den ganzen Winter drauf: Selbstgemachte Kräuterbutter. Da unser Kräutergarten in diesem Jahr neu gestaltet wurde, mußte ich etwas länger warten, bis die Kräuter erntefähig waren.
Majoran, Thymian, Rosmarien, Salbei, Sauerampfer, Melisse, Estragon, Lauch, Petersilie und einiges mehr, auf jeden Fall reichlich Grünzeug. Dazu Knoblauch, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer und ganz wichtig: Unser Salatriesling zum Ansäuern!
Die Kräuterbutter auf ein Stück frisches Weißbrot und einfach genießen!

Auf Einladung von Freunden besuchten wir zum zweiten mal das Restaurant “Zum Eichamt” in Zell-Merl. Die Küche war wieder hervorragend und im Gegensatz zu anderen Lokalitäten gab es ein ganz anderes Speisenangebot als beim ersten mal. Nach einem Süppchen entschied ich mich für die Kaninchenkeule auf Tagliatelle mit Olivengemüse. Ein Tier, welches im Weinberg lebt und uns (etwas) ärgert. Sie wissen sicherlich zu meinem gespaltenen Verhältnis zu im Weinberg lebenden Tieren.
Schmeckte auf jeden Fall hervorragend!

Zum Abschluß noch ein perfektes Dessert und der Abend war rundum gelungen.