Kochkurs mit Christoph

5. Dezember 2011

Einen Tag Chefkoch, ein Geburtstagsgeschenk meiner Freunde, durfte ich gestern im Reiler Hof spielen und das von den Freunden selbst gebastelte Kochmützchen tragen.

Mit Anleitung von Chefkoch Christoph und unter Zuhilfenahme von etlichen Gläsern Riesling durften meine Freunde und ich ein Menue zubereiten. Ich berichtete hier schon einmal über die regionaltypische Küche im Reiler Hof. Durch den Einstieg von Junior Christoph, der in einigen renomierten Restaurants sein Handwerk gelernt und gearbeitet hat, hat die Qualität der Küche des Reiler Hofes einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht.

Als Vorspeise gab es geräucherten Moselaal

auf Rote Beete und Bouillonkartoffeln. Obendrauf ein Häubchen Ruccolasalat mit Riesling-Balsamessig und selbstgemachte Kartoffelchips.      

Für die Ravioli von Blut- und Leberwurst musste ich den Teig machen. Ohne Küchenmaschine, ganz mühsam mit den Händen geknetet.

Thomas füllte dann den Teig mit der Wurst, der nach dem Garen mit Rieslingkraut serviert wurde.

Die Beilagen für das Hauptgericht wurden natürlich alle frisch zubereitet und wir lernten vieles dazu. Viele Tricks der Profiköche wurden uns beigebracht: Speisenvorbereitung, punktgenaues Garen, Anwendung von Wasserbad und Wärmeschrank, Fleischreifung, verwendung von Gewürzen und vieles mehr. Spannend das Pochieren von Wachteleiern mit anschließendem panieren und fritieren. Ich habe richtig viel gelernt.
Die Rezepte  zum Nachkochen soll ich in den nächsten Tagen bekommen.

Rosenkohl, auf den Punkt gegart und mit Speck verfeinert. Eigentlich ganz einfach und so lecker, das wir immer wieder in der Küche probierten und nur noch wenige für den Hauptgang übrig blieben.

Das Hauptgericht: Eifeler Hirschrücken mit Kartoffelkrapfen und Rosenkohl! Selbst gemacht und  selbst gegessen. Die Optik auf den Teller könnte etwas besser sein, aber wir sind ja Anfänger im Dekorieren.

Das Dessert wurde dann von Christoph persönlich angerichtet.
Schon alleine die Dekoration des Tellers war faszinierent für uns.Das Gesamtkunstwerk, hier nur ein Ausschnitt davon, überzeugte: Interpretation vom Apfelstrudel!

Wie es sich für gut erzogene Ehemänner gehört, wurde natürlich auch der Abwasch in der Küche umgehend erledigt.

Noch ein Dankeschön an Maria Schroeder, die für den perfekten Service am Tisch sorgte und Christoph, der uns viel beibrachte.

Die Zusammenfassung des gemeinsamen Kochens gibt es hier als kurzes Video:

Und es gibt sie doch

17. Juli 2011

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Und es gibt sie doch, die regionale Küche. Nicht die allgegenwärtige Schnitzel-Pommes Esskultur oder die aufgemotze, sogenannte Regionalküche im Spitzenrestaurant. Das einfache, regionaltypische aus der bodenständigen Küche zu moderaten Preisen war in den Restaurants selten geworden.

Eine schöne Entwicklung hat die Speisekarte des Restaurants Reiler Hof gemacht, seit Junior Christoph Heim Küchenchef ist. Neben gebratener Blut- und Leberwurst mit Gräwes und einigen anderen moselländischen Gerichten hatte ich gestern das Vergnügen, den krossen Schweinebauch mit glasierten Rotweinschalotten, weißem Bohnenpüree und Schupfnudeln zu essen. Dazu gab es einen trockenen Riesling. Das ganze auf der Terrasse des Restaurants und der Abend war perfekt. Jederzeit zu empfehlen!

Gut Ding will Weile haben

8. Mai 2010

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Endlich ist es wieder soweit und unser Riesling-Weinessig ist ab sofort wieder verfügbar. Das von uns verwendete Orleans Verfahren braucht seine Zeit, um aus Wein Essig zu machen, ergibt aber auch die besten Essigqualitäten. Die sogenannte Essigmutter wurde per Hand aus dem Gärgefäß geschöpft und der Rieslingessig nach der Filtration keimarm abgefüllt.

 

Nun kann ich die Salatsaison offiziell eröffnen, der Sommer kann kommen.

Erhalten durch aufessen: Für die biologische Vielfalt

14. Juni 2009

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Kartoffeln? Heute ist die Sortenauswahl im Supermarkt nur auf die Spezifikation mehlig oder festkochend beschränkt. Je Spezifikation nur eine Sorte und damit basta. Regionale Sorten sind weitestgehend unbekannt und auch durch die Saatgutgesetze sanktioniert. Nur noch Einheitskühe, -schweine und Turbopflanzen mit dem entsprechenden Einheitsgeschmack stehen auf Äckern und Weiden. Eine biologische Vielfalt ist nicht mehr gegeben. Damit einhergehend verschwinden Genreserven mit den aussterbenden Nutztierrassen und Nutzpflanzen und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ist gefährdet.

Mit unserem Essverhalten können wir Gegensteuern. Aus rotfleischigen Kartoffeln mal Pommes schnitzen und unter die normalen mischen: Der Renner auf jedem Kindergeburtstag. Salat mit gelben, weißen oder schwarzen Tomaten, die vielleicht eine eckige Fruchtform haben? Bei engagierten Bio-Landwirten sind solche “seltenen” Pflanzensorten und Tierrassen öfter zu finden. Wir als Verbraucher sind mit unserem Einkaufsverhalten gefragt, um die biologische und geschmackliche Vielfalt, sowie die  genetischen Ressourcen zu erhalten.

Zu obigen roten Kartoffeln gab es gebratenen Moselzander und einen leckeren Moselriesling aus eigenem Weingut. Der Fisch wollte schwimmen…

Ländliche Lebensfreude Live

31. August 2008

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Ländliche Lebensfreude Live: Dieses Wochenende war Straßenweinfest in Reil. 14 Weingüter hatten ihre Keller und Küchen geöffnet. Es gab jede Menge Wein zum probieren und eine reichhaltige Speisekarte um die Grundlage für den Weingenuss zu schaffen.

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Auf den Speisenkarten fand man sehr viele regionaltypische Gerichte, die man mangels Hunger und Zeit leider nicht alle probieren und essen konnte: Schweinebäckchen auf Gräwes, Schmalzbrote, Römerbraten, Marmittches Sopp, Rieslingpastete, Pullfleck, Räucheraal und -forelle und einige mehr.

Mir läuft nachträglich noch das Wasser im Mund zusammen…

Brot und Wein – in guten und in schlechten Zeiten

16. August 2008

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Brot und Wein – in guten und in schlechten Zeiten.

Gestern war Ausstellungseröffnung im Jugendheim an der Pfarrkirche. Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der 1000-Jahresfeierlichkeiten in Reil.

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Das tägliche Brot, der Kampf darum in den Hungerjahren und Notzeiten der beiden Weltkriege und dazwischen, und natürlich der Wein, der die Stimmung hob, die Menschen aus dem Einerlei des Alltags entfliehen ließ und der als Festgetränk die Feiertage verbrämte. In der Ausstellung sehr schön mit alten Bildern, Installationen und vielen Informationen dargestellt.

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“Unser täglich Brot gib uns heute” wird im “Vater Unser” gebeten: Man wird sich wieder bewusst, was dieses Gebet in früheren Jahren bedeutet hatte. Der Kampf uns tägliche Essen! Die Agrarische Lebensweise an der Mosel mit etwas Ackerbau, eine Kuh oder Ziegen brachte das Brot auf den Tisch. Der Weinanbau sorgte fürs Bargeld, damit man sich z. B. Handwerker leisten konnte.

Das Brot die Lebensgrundlage, der Wein das Lebenselixier. Sehr gut im Lese- und Bilderbuch zur Ausstellung beschrieben. Erhältlich bei der Touristinformation Reil: Tel. 06542-21036 oder Email: info@reil-mosel.de

Öffnungszeiten: 16.8. bis 03.10.2008,  Freitags bis Sonntags von 11:00 bis 16:00 Uhr

„Arme-Leute-Essen“

26. März 2008

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Eigentlich ein „Arme-Leute-Essen“ aber heutzutage eine willkommene Abwechslung: Der traditionelle “Deppekooche” auch Döppekooche genannt Für die nur Hochdeutsch sprechenden: Topfkuchen!

Hauptbestandteil sind Kartoffeln, verfeinert mit Speck und Zwiebeln. Das beste daran ist die Kruste, die sich im Backofen bildet und der Apfelmus, der dazu gereicht wird. Schmeckt, macht satt und wärmt bei den tiefen Aussentemperaturen der letzten Tage von innen.

Federweißer

23. Oktober 2007

Nur jetzt ein Hochgenuss für den Moselaner: Zwiebelkuchen mit frisch aus dem Faß gezapftem Federweißen. Bei uns natürlich ein Riesling, nicht mehr so süß und nur noch einige Tage vor dem Gärende.

Frühlingshaft

30. September 2007

Heute gab es frühlingshafte Temperaturen mit viel Sonnenschein. Da Sonntag ist, hat der Winzer Zeit und kümmert sich ums Abendesssen. Da passt es natürlich, dass im Garten noch Frühlingszwiebeln stehen. Mit gewürfeltem Schinken dünsten, so das noch Biss da ist, dazu Rosmarinkartoffeln. Als “Beilage” Hirschkeule mariniert mit Kräuteröl und reichlich Rotwein für die Soße.

Feigenernte

24. September 2007

Zum ersten Mal trug unser Feigenbaum am Haus mehr Früchte wie wir wegessen konnten. Also mal gegoogelt und ein interesanntes Rezept für Feigenchutney gefunden. Selbstredent haben wir einen Teil des Balsamicoessigs und des Zitronensaftes durch unseren Riesling-Weinessig ersetzt.


Nun duftet es aus der Küche und ich freue mich schon auf das fertige Chutney.