Abfüllvorbereitungen

2008-02-21-fuller.jpg
Vorgestern kam die seit langem ersehnte Füllmaschine.

2008-02-21-korken.jpg
Heute kamen die Korken und morgen kommen die Weinflaschen. In den nächsten Tagen wird dann der neue Jahrgang abgefüllt. Das Weinlager ist bis auf einige Reste leer und die Kunden durstig. Ab der zweiten Märzwoche sind wir wieder Lieferfähig.

Sieht aus wie…

2008-01-30-essigmutter.jpg
Sieht aus wie …, ist es aber nicht. Zur Zeit vermehren wir wieder eine Essigmutter. Ein Teil davon geht morgen nach Österreich zu einem Hobbyessighersteller, dessen eigene Kultur kollabiert ist. Üblich in der Szene der Essigproduzenten: Essigmutter – und Erfahrungsaustausch.
Aus einer kleinen Anfangmenge wird stufenweise bis zur benötigten Endmenge vermehrt. Etwas alle zwei Wochen kann die Essigmutter verdoppelt werden. Wir füttern natürlich mit Riesling. Bei Erreichen der Endmenge dauert es dann noch einige Zeit, bis der restliche Alkohol zu Essigsäure mittels Acetobacter Orleanensis (Essigmutter/Essigbakterien) vergoren ist.

Im Vergleich zur alkoholischen Gärung ist das von uns verwendete Orleans Verfahren sehr aufwendig, ergibt aber den besten Essig. Gegenüber den modernen Verfahren (Submersevergärung) haben wir Verdunstungsverluste an Essigsäure und Alkohol, so das wir beim vergorenen Essig bei ca. 7 % Essigsäuregehalt liegen. Bei den modernen Verfahren wird aus 1 % Alkohol ca. 1 % Essigsäure gebildet und da die Säure dann nach Vergärung zu hoch ist, wird auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsäuregehalt von 6% mit Wasser verdünnt. Säure verdünnen ist ja schön, aber das Aroma, der Geschmack, wird dann auch dünner.

Bio-Glühwei(h)n-Nacht

gluhnacht07_logo-1zeilig.jpg
Als Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Weinbau laufen bei uns im Weingut die Vorbereitungen für die Bio-Glühwe(h)n-Nacht an. Konzentriert laden 140 Demonstrationsbetriebe für den ökologischen Landbau am ersten Adventwochenende zu Glühwein, Weihnachtsgebäck und anderen Aktionen ein.

Als besonderer Höhepunkt wird bei uns im Weingut dieser Weblog auf Papier ausgedruckt und im Weinkeller auf die Wäscheleine gehängt. Zu einem gibt es immer noch genügend Menschen, die keinen Internetanschluß haben, zum anderen ist es für uns selbst sehr spannend, die Blogeinträge mal nebeneinander an zu schauen. Der Blickwinkel ist ganz anders, als wenn man vor dem Computer sitzt und am Bildschirm scrollt.

Für die, die kommen möchten, nun das offizielle Programm:
WANN?
Freitag/Samstag, den 07./08. Dezember 2007, ab 16.00 Uhr
WO?
Demonstrationsbetrieb Weingut Steffens-Keß
WAS?
Kostenloser Glühwein und Kinderpunsch(solange der Vorrat reicht)
Bio-Weihnachtsgebäck zum Probieren
Infos und Gespräche zum Öko-Landbau
Wir über uns:
Bildergeschichtenaus dem Weingut Steffens-Keß!
Das Jahr des Winzers in Fotos und Texten

Und da der Kinderpunsch, der Glühwein und die Weihnachtsplätzchen umsonst sind, wird eine Spendenbüchse für die Villa Kunterbunt in Trier aufgestellt, ein Nachsorgezentrum für chronisch- und schwerstkranke Kinder.

apropos:

Bei uns wird der Glühwein aus Riesling gemacht und schmeckt nicht so unsäglich beschi.. wie Charles M. Bugnowski es hier in seinem blog beschreibt.

Kurzes Intermezzo

Der Winter kam heute mal grade für eine halbe Stunde zurück. Die Schneeflocken fielen so dicht, das man die andere Moselseite nicht sehen konnte. Also ins Auto geschwungen um die im Weinberg arbeitende Praktikantin abzuholen. Auf halbem Weg kam mir dann ein Schneemann auf dem Fahrrad entgegen, der sich als meine Praktikantin entpuppte. Leider hatte ich die Kamera nicht schußbreit.

Winter an der Mosel, Januar 2004

Winter an der Mosel, Januar 2004

Schneebedeckte Weinberge an der Mosel,
ein seltener Anblick. Die Kraft der Sonne reicht auch bei Minusgraden
aus, den Schnee auf den südorientierten Weinbergen innerhalb
einiger Tage weg zu schmelzen.

Weil uns das Schneebild so gut gefallen
hat, haben wir das ganze auch bei Nacht fotografiert.

Wir haben in unserem Archiv gestöbert
und einiges zur Geschichte unseres Hauses gefunden. In unserem Weingut
hatte früher (Jahrhundertwende?) die Weinhandlung Philipp Hayward
residiert.

Wie Sie aus dem Etikett und dem Kuvert
entnehmen können, ein wohl renommiertes Unternehmen. „Königlich
Niederländischer Hoflieferant! Eine Weltfirma mit Niederlassungen
in Bordeaux, Brüssel und Amsterdam…. mit Sitz in einem kleinen
Winzernest namens Reil!“

Die neuen Weine haben wir alle ausgiebig
probiert und wir werden sie in den nächsten Wochen abfüllen.

Frühling an der Mosel

So langsam wird es wieder grün in
der Landschaft. Die Bäume sind am Blühen und die Reben sind
am Austreiben.

Wir Winzer hoffen auf Regen. Seit acht Wochen gab es keine nennenswerten
Niederschläge und der Boden ist ausgetrocknet.

Die Frühjahrsarbeiten wie Rebschnitt und anbinden der Fruchtruten
sind weitestgehend abgeschlossen. Wenn es in den nächsten Tagen
regnet, können wir auch unseren neuen Weinberg in der Reiler Goldlay
neu bepflanzen.