Es gärt

18. Dezember 2011

Die Berliner Theatergruppe Weinkörper war gestern Gast im alten Casino in Trarbach.

“Die Theatertruppe inszeniert in dem Stück, deutsche Weine auf völlig neue Art. Die Schauspieler von WEINKÖRPER performen Weine, sie verwandeln sich in Rebsorten, reißen das Publikum in die rauschende Gärung aus Kultur und Genuss. In einem Roadmovie durch die deutschen Weinprovinzen entfalten sich skurrile Geschichten über wahllose Geschmäcker und eine neue Lust zu genießen. … Die Weine entdecken Verwandtschaften, Anknüpfungen, Inspirationen. Sie gären, verwandeln sich im Rausch der Erzählungen; in rasanter Geschwindigkeit entfalten sich Szenen deutscher Weinkultur über Eisweine im Klimawandel, Schlägereien mit Weinkritikern in Düsseldorf und Riesling-Ekstasen in Berliner Szene-Clubs, bis eine neue Genusskultur aufscheint und die Sinne des Publikums provoziert – der Theaterraum wird zum Gärtank.”

So ein Auszug aus der Pressemitteilung der Trarbacher Tourisstinformation.

Und so war es: Wir wurden in den Rausch der Gärung mit hinein gerissen und in rasanter Geschwindigkeit erzählten die Akteure auf der Bühne mit Ihren Körpern, Mimik und Sprache Weingeschichten!

Für alle Weinlienhaber ein muss! Leider gibt es dieses Jahr nur noch eine einzige Show, heute abend, im alten Casino in Trarbach. Termine für die nächste Saison können sie demnächst der Homepage von Weinkörper entnehmen.

19. internationale Bergweinverkostung

5. September 2011

CERVIM, das Forschungs- und Studienzentrum zur Wertschätzung des Weinbaus in den Bergregionen, hatte zur Preisverleihung für die deutschen Teilnehmer geladen. Bei der internationalen 19. Bergweinverkostung, gab es für die deutschen Steillagenwinzer jede Menge Medaillen abzuholen.

Empfang vor dem Steillagenkompetenzzentrum in  Bernkastel-Kues mit Trommelwirbel (Weltklasse!), dann die Begrüßung durch deren Leiter Hubert Friedrich, eine Laudatio des scheidenden Präsidenten  der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, Herrn Dr. Peter Mertes, danach die Politiker, die das übliche Nichtssagende als Laudatio von sich gaben. Unsere Blicke richteten sich währenddessen durch die Innenfenster zum Weinprobenraum – die Probenweine wurden so langsam warm – aber die Laudatoren bemerkten nicht unsere sehnsüchtigen Blicke. Kurz und schnell die Verleihung der Urkunden und die Siegerweine konnten im Anschluss verkostet werden.

Auch ich konnte mir eine Goldene Medaille umhängen. Die dazu gehörende Urkunde wird neben vielen anderen nun unsere Probierstube schmücken. Wieder eine Bestätigung für uns, das unsere Weine nicht zu den schlechtesten gehören, egal, was man über solche Weinwettbewerbe denken mag.

Handarbeit

18. Mai 2011

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Trotz des hohen Mechanisierungsgrades durch unserem Kettenschlepper können wir auf Handarbeit mit dem Karst nicht verzichten. Im Unterstockbereich ist er insbesondere in den Junganlagen noch im Einsatz.  Boden lockern und z.B. Brennnesseln entfernen, damit die jungen Reben ungestört wachsen können.

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Für problematische Fälle und Grobarbeit ist die Wiedehopfhacke im Einsatz.  Neben den Karst auch heute im Einsatz um Dornen und störenden Buschbewuchs am Vorgewende zu entfernen.

Die Wiedehopfhacke ist für Bodenarbeiten vorgesehen, bei denen maximale Gewalt ausgeübt werden muß. Beispielsweise für das Ausgraben und Kappen der Wurzeln eines Baumstumpfes. Mit dem beilartigen Kamm lassen sich auch die dicksten Wurzeln durchhacken. Mit etwas Entschlossenheit und Durchhaltevermögen ist das kein Problem.

Hochwasser 2011 Teil 12: Und tschüß

11. Januar 2011

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Wir sind wieder Betriebsbereit. Gestern Nacht konnten wir der Mosel tschüß sagen und den Keller grob reinigen. Die Elektrik des Aufzuges wurde trockengepustet, ein Relais mußte kurz überbrückt werden und er lief. Heute Feinreinigung und wieder alles eingeräumt.

Nichts kaputt, kein Schaden, wie immer!

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Unsere junge Katze wollte sich das auch mal ansehen, hüpfte uns zwischen den Beinen herum und wollte fürs Foto nicht stillhalten. Vielleicht wird es ja eine Kellerkatze, so wie Thomas Lippert einen Kellerhund hat, oder vielleicht eine wie diese.

Hochwasser 2011 Teil 10: Einen Strich ziehen

9. Januar 2011

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Wie nach jeden Hochwasser: Der Strich bei der Treppe.  War ein eigentlich gemütliches Hochwasser. Höher wie 2001, nicht so hoch wie am 07.Januar 1994, 01.November 1998, 11.Januar 1993 und 28. Februar 1997 welches mir besonders negativ in der Erinnerung ist. Dazu noch etliche Striche oberhalb und unterhalb des Bildes.

Und wenn Sie nun 25 cm oberhalb Ihres Computerbildschirm einen Strich ziehen: Das war das bisher höchste Hochwasser im Dezember 1993.

Das Ende naht

4. Januar 2011

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Das Ende der weißen Pracht naht.  In den letzten Tagen wurde es schon wärmer. Nachts noch Frost und am Tag leicht über Null. Der kälteste Dezember seit Jahrzehnten, dazu reichlich Schnee wie es selbst ältere Menschen an der Mosel noch nicht gesehen haben. Ab übermorgen wird Tauwetter einsetzen, die Wetterfrösche prognostizieren bis zu mollig warmen 10 Grad am kommenden Sonntag.

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Dazu noch warmer Regen ab Donnerstag.

Zweimal stand die Mosel nun schon auf der Moselstraße. Tiefer liegende Weinkeller waren überschwemmt. Zweimal wurden wir verschont. Für das auf jeden Fall kommende dritte Hochwasser habe ich ein ungutes Gefühl.

Wir wünschen ein frohes Neues Jahr

31. Dezember 2010

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Wir wünschen allen Besuchern unserer Homepage von Herzen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr

Harald Steffens und Marita Keß

Winterruhe

12. Januar 2010

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Der Winter hat uns fest im Griff. Ausser kleineren Arbeiten im Weingut geht das Leben gemächlich voran. Der Rebschnitt wird wetterbedingt warten müssen. Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen wärmer, damit mit den Weinbergsarbeiten zügig fortgefahren werden kann. Zusätzlich sollen in den nächsten Wochen die jungen Weine filtriert und abgefüllt werden. Viel Arbeit, die durch den langen Winter auf wenige Wochen im Februar und März komprimiert wird.

Menschenströme

24. Mai 2009

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Während es letzte Woche noch ruhig am Anleger der Touristenschiffe war, wurde sich an diesem verlängerten Wochenende im Schlangestehen geübt. Nicht nur die Mosel ist mit Wasser gut gefüllt, auch das Moseltal ist voll mit Touristen. Menschenmassen bewegten sich zu Fuß, per Pedes, Motorrad und Auto beiderseits des Flusses auf den Straßen. Auffällig war, dass nur auf den beiderseits des Wassers gelegenen Wegen das Verkehrsaufkommen riesig war. In den Weinbergen waren interessanterweise keine Besucher unterwegs. Vielleicht zu mühsam um auf den Wirtschaftswegen in den Weinbergen hoch zu wandern?

Sobald ich mich am Freitag mit dem Kettenschlepper in den Weinberg stürzte,  hatten die Fahrradfahrer und Wanderer ihr Spektakel: Kopf in Richtung Weinberg verdrehend, über das Anhalten fast vom Fahrrad stürzend und anschließend im Rucksack nach den Fotoapperat wühlend. Irgendwann wird der Tag kommen, dass ich noch “Zugaberufe” bekomme, wenn ich in einem Weinberg mit Arbeiten fertig bin.

Wenn ich pro Bild, das von mir gemacht wird, einen EURO bekäme, würde eine kleine Fläche an der Hauptstraße ausreichen um zu leben. Die Frage ist nur, wie ich das realisieren kann, das mit dem einen Euro …

Grundrauschen

4. Mai 2009

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Gestern etwas länger geschlafen und beim wachwerden nur Vogelgezwitscher. Das übliche Grundrauschen durch den Autoverkehr fehlte. Happy Mosel, das Fahradevent an der Mosel, war angesagt. Zwischen Cochem und Schweich war beiderseits der Mosel das Autofahren zugunsten der Fahrräder verboten.  In den Orten luden viele Stände zum Essen und Trinken ein. Nachdem ich etliche Kilometer mit meinem Drahtesel abgespult hatte, kehrte ich bei einem Freund ein, genoß die Maibowle und hörte den Duo Saitensprung zu, die spontan ein kurzes Konzert gaben.