Eine Flasche köpfen: Sabrieren

2017-08-25 sabrieren

Vornehmlich bei Sektflaschen angewandt, das Sabrieren, mit dem Säbel der Flasche den Kopf abschlagen. Könner schaffen das auch mit dem Standfuß des Weinglases.

Zuerst muss die Folie am Flaschenhals und fakultativ auch die Agraffe entfernt werden, was aber äußerst vorsichtig erfolgen muss. Die Flasche muss nun so gedreht werden, dass die Längsnaht genau nach oben zeigt. Diese nicht immer vorhandene relativ feine Naht muss vorher ertastet werden.

Der Säbel (das Messer) wird mit der Schneide der Klinge nach vorne parallel zur Flasche knapp nach dem Etikett angesetzt.Die Klinge soll mit etwa 20 Grad leicht geneigt sein. Der Säbel wird nun in einer kontrollierten Bewegung mit relativ wenig Schwung am Flaschenkörper entlang in Richtung Korken geführt und gegen den Wulst (keinesfalls Korken) des Flaschenkopfes geschlagen, möglichst an der Stelle, wo die Längsnaht in den Querwulst übergeht. Dieser Wulst stellt eine Art Sollbruchstelle dar. Dadurch löst sich der Korken mit dem Flaschenhalskopf explosionsartig ab.


Als Anleitung bitte dieses Video nehmen.


Wenn Großveranstaltungen mit Sekt zu versorgen sind,  ist in diesem Video die Anleitung dazu.


Für die Könner hier das passende Video, um die Flasche mit dem Standfuß des Weinglases zu öffnen.

Den Sekt zum Üben gibt es hier und bitte achten Sie auf entsprechenden Sicherheitsabstände.

Akzentreich

2017-08-11 AAbendhimmel über ReilImmer wieder schön: Akzentreiche Licht- und Wolkenzeichnungen am abendlichem Himmel über der Mosel.  Leider für uns als Talbewohner mit einem eingeschränkten Horizont (Nein, nicht der geistige!) nicht immer zu sehen, bzw.  nur für kurze Zeit oder nur ein kleiner Ausschnitt.2017-07-15 Abenddämmerung in der Eifel mit Mosel Riesling-Sekt und RitzenhoffWenn man aber auf den Höhen von Hunsrück und Eifel ist oder schnell mal den Moselberg rauf fährt, dann kann man sich die Zeit nehmen, um das farbenfrohe Abendspektakel bei einem Gläschen Rieslingsekt länger anzuschauen.

Fest des Hofes

2017-07-29 Alphorn

Schon im dritten Jahr fand gestern das Fest des Hofes statt. Eine private Party für Freunde. Organisiert als Bottleparty, also die Gäste bringen Speis und Trank selbst mit. Und wie bei uns üblich, wurde um Spenden für einen wohltätigen Zweck gebeten. Dieses Jahr wird  Somero unterstützt, die in Uganda mit Stipendien junge Uganderinnen  fördert.

Am Nachmittag wurde mit einem Alphorn das Fest eröffnet.2017-07-29 Postkartenaktion

Anschließend wurde sich im Linolschnitt geübt und Postkarten gedruckt und bemalt. 2017-07-29 Programm Fest des Hofes

Abends natürlich Musik, was sonst. Viele Bands waren unserem Aufruf gefolgt und spielten kostenlos für den guten Zweck.

Die Überraschung gab es dann mit Einbruch der Dunkelheit. Als die letzten Töne auf der Hauptbühne verklungen waren, startete an der Moselstraße ein klitzekleines Feuerwerk und Musik setzte ein. Eine Band hatte die Gerätschaften auf einem Traktoranhänger festgenagelt und spielte fetzige Musik.

Wir möchten uns bei den Sponsoren, der Bäckerei Henrichs und Getränke Weirauch in Reil, der Bäckerei Greis in Pünderich, dem Bioladen Enkirch, Globus Markt in Zell und den Weingütern Klaus Stülb, Kilian Franzen und Thorsten Melsheimer herzlichst bedanken, die uns mit Sachspenden untersützt haben.

Berufswettbewerb

2017-02-16 Bodenprobe

Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend und ich habe mitgemacht. Nein, nicht als Berufsjugendlicher, sondern als Jurymitglied. In diesem Wettbewerb sollen die besten Azubis ihrer Zunft ermittelt werden. Diese Wettbewerbe gibt es in vielen Berufen.

In jungen Jahren habe ich auch daran teilgenommen und es sogar bis zum Bundessieger in der Sparte Weinbau gebracht. Natürlich viel Ruhm und Ehre eingeheimst, auch einiges dazu gelernt. So war es außer Frage, dass ich direkt für die Jury zusagte, als der  Landjugendverband anfragte.

Neben schriftlichen Aufgaben, wie z.B. einem Test des Allgemeinwissens, gab es etliche praktische Aufgaben. Wein degustieren und beurteilen war eine davon. Bei der Bodenbeurteilung und Entnahme einer Bodenprobe für eine Analyse waren ein Winzerkollege und ich als Jurymitglied eingeteilt. Warum, wann, und wie oft eine Bodenprobe genommen wird, mit welchen Gerätschaften diese gezogen wird, welche Analyseparameter benötigt werden und viele weitere waren unsere Fragen.

Dann ging es an die praktische Umsetzung. Der Rasen neben den Steillagenzentrum war Tabu und um Fahrwege in den Weinberg zu vermeiden, stand eine große Kunststoffkiste prall mit Schieferboden gefüllt bereit. Da es morgens noch lausig kalt war, wurde diese kurzerhand in den Versuchskeller des Staatsweingutes Bernkastel verbracht und so konnten die Trockenübungen in relativ warmer Umgebung durchgeführt werden.

Der Bohrstock wurde mit großem Hammer in die Erde getrieben. Die Azubis zogen dann mit diesem eine Bodenprobe, die für das Labor verpackt und bezettelt werden musste.

2017-02-16 Fass füllen

Zwischendurch, wenn es die Zeit erlaubte, schauten wir in den Nachbarkeller. Dort war Teamarbeit angesagt. In Zweiergruppen musste mittels Pumpe ein kleines Fass aus einem zweiten bis zum Rand gefüllt werden. Dabei wurde die Teamfähigkeit, das Produktschonende Arbeiten, der Arbeitsablauf und weitere Parameter überprüft.

Ab und zu schallte Gelächter der Jury durch den Keller. Manchmal bekam der Azubi am zu füllenden Fass eine Dusche ab, wenn der Partner an der Pumpe zu spät auf Zuruf reagierte oder dieser zu spät erfolgte, da dann der “Übungswein” – es wurde natürlich mit Wasser geübt – in weitem Bogen aus der oberen Fassöffnung spritzte.

Das Ausbildungsniveau war super und ich hoffe für die teilnehmenden Azubis, dass einer es bis zum Bundessieger schafft.

Nachtrag 18.02.2017

Da ich am Wettkampftag nicht bis zur Siegerehrung bleiben konnte, nun nachträglich einen Glückwunsch an Nico Zens – der schon beim ziehen der Bodenprobe geglänzt hatte –  und Lucas Bollig, die nun das Weinanbaugebiet Mosel im Bundesentscheid vertreten werden.

winterlich

2016-12-30-eiskristalle2Zwischen den Jahren verfärbte sich die Landschaft stellenweise ins winterliche weiß. Die Reben waren in höheren Lagen von Rauhreif umschlossen2016-12-31-eiskristalleund bizarre Eisnadeln  zu sehen.2016-12-30-eiskristalle3Die Moselweinberge hatten eine weiße Wintermütze auf.

In den kommenden Tagen soll uns der Frost erhalten bleiben. Innendienst für den Winzer. Zeit, sich um den jungen Wein zu kümmern. Zeit, um all den Kleckerkram zu erledigen, der meistens liegen bleibt oder aufgeschoben wird.

Bio-Glühwei(h)n-Nacht

2014-12-11 Bioglühweinhnacht

Gemütliches Beisammensein bei leckerem  Bio-Glühwein – natürlich aus Riesling –  Infos und Gespräche zum Öko-Landbau.

Am Samstag, den 10. Dezember, ab 16.oo Uhr, findet zum x-ten Mal in unseren Kellerräumen die Bio-Glühwei(h)n-Nacht statt.

Wie gehabt, spenden wir den Glühwein und der Erlös wird an eine wohltätige Organisation gespendet. Welche ist noch unklar. Der Familienrat wird sich noch beraten.

Für die, die von weiter herkommen und auch Durst haben: Der letzte Zug ab Reil fährt um 21.57 nach Bullay, dort besteht Anschluß nach Trier bzw. Koblenz. In Richtung Tr.-Trarbach fährt der letzte Zug um 21.28 Uhr.

Heute Abend wird Probe gekocht. Unser Azubi ist dabei, lernt guten Riesling zum Glühwein zu veredeln, darf probieren und mit entscheiden, welcher Riesling genommen wird.

So sehen Sieger aus

2016-09-20-ecowinner

Foto: ECOVIN

So sehen Sieger aus – gleich 3 unserer Weine haben es geschafft!

Beim Weinwettbewerb EcoWinner unseres Ökoverbandes ECOVIN, haben wir sehr gut abgeschnitten. Gleich dreimal waren wir bei den Siegern dabei:

Der 2014er Rieslingsekt in der Kategorie Sekt, 2015er Reiler Goldlay Kabinett und 2015er Burger Hahnenschrittchen Riesling Spätlese in der Kategorie leichte, trockene Weine.

Abweichend von vergangenen EcoWinner Verkostungen und anderen Weinwettbewerben wurden die besten Weine ohne Punktenennung in einer Siegergruppe zusammengefasst.

Wie Sie als Leser meines Blogs wissen, halte ich sehr wenig von Weinwettbewerben mit Punktevergaben und Bestenlisten, da dort vieles dem Zufall überlassen ist und Weine sich nicht in ein starres Punktssystem pressen lassen. Daher freue ich mich über diese Art der Bewertung, so ganz ohne Punkte und Rankinglisten, da Wein ein viel zu emotionales Produkt ist und Qualität nicht durch Punkte erfassbar ist.

 “Da es aber dem eigenen Ego sehr gut tut, nehme ich trotzdem an einigen Weinwettbewerben teil und es schmeichelt, wenn mal wieder eine Urkunde oder eine lobende Erwähnung in Haus flattert…”

schrieb ich einmal hier im Blog. Für den langfristigen Reputationsaufbau sind, trotz oben aufgeführter Kritik, diese Weinwettbewerbe sehr gut geeignet.

Zum Nachlesen und um sich in die Materie zu vertiefen, empfehle ich folgende zwei Links: Gelddruckmaschine? und gebauchpinselt