Sommer an der Mosel, Juni 2003

Sommeranfang an der Mosel

Die Landschaft ist ergrünt und die
Reben wachsen und gedeihen. Jetzt, Anfang Juni, blühen die Reben
und die schnell wachsenden Rebtriebe müssen geordnet in die Spaliere
eingeschlauft werden.

Nach einem sehr trockenen Frühling,
gab es ergiebige Niederschläge, die von den Reben gut aufgenommen
wurden. Gott sei Dank sind wir bei den Gewittern der letzten Tage von
Hagel und großen Wassermassen verschont geblieben.

Die jung gepflanzten Reben (Stecklinge) in der Reiler Goldlay fangen
an zu wachsen. Allerdings wird es wohl noch drei bis vier Jahre dauern,
bis die jetzt 5 cm großen „Weinstöcke“, den ersten
Ertrag liefern.

Früher als unsere jungen Weinberge,
liefert unsere neue Photovoltaikanlage schon jetzt ihren Ertrag, den
Strom. Neben zwei Solarkollektoranlagen, die uns schon seit vielen Jahren
mit warmem Wasser versorgen, sind wir nun auch in die Stromproduktion
eingestiegen. Man müßte mehr Dachfläche haben, um noch
mehr ökologischen Strom produzieren zu können!

Frühling an der Mosel

So langsam wird es wieder grün in
der Landschaft. Die Bäume sind am Blühen und die Reben sind
am Austreiben.

Wir Winzer hoffen auf Regen. Seit acht Wochen gab es keine nennenswerten
Niederschläge und der Boden ist ausgetrocknet.

Die Frühjahrsarbeiten wie Rebschnitt und anbinden der Fruchtruten
sind weitestgehend abgeschlossen. Wenn es in den nächsten Tagen
regnet, können wir auch unseren neuen Weinberg in der Reiler Goldlay
neu bepflanzen.

Hochwasser an der Mosel, Januar 2003


Für uns als Moseltalbewohner ist es
etwas ganz normales, wenn die Mosel

Hochwasser führt.Bei Gefahr (Es gibt mittlerweile ein gutes
Vorwarnsystem!) werden alle Sachen aus unserem Keller geborgen, die schwimmen
oder beschädigt werden können.

Die Weinfässer werden mit Wasser oder
Wein gefüllt und fest verschlossen. Sie werden mit passenden Weinbergspfählen
gegen die Decke abgestützt, damit sie nicht aufschwimmen können.

Mit sinkendem Wasserspiegel wird nach dem
Hochwasser der Keller gereinigt und evtl. die Elektrik trockengelegt.
Das ganze kostet uns einiges an Zeit, Arbeit und evtl. Nerven, aber dafür
wohnt man sehr schön an der Mosel.

Durchschnittlich
einmal im Jahr ist die Mosel bei uns im Keller zu Gast.

Der Normalpegel der Mosel ist ungefähr
bei 2,50 bis 3,00 m. Ab 8,30 m läuft die Mosel in unseren Keller, …

bei 9,70 m wird es ärgerlich, weil dann die Steckdosen und Lichtschalter
naß werden,

bei über 11,20 m wird das Parkett

im Wohnzimmer naß….

Aber das hatten wir bisher nur einmal erlebt.
Dieses Hochwasser (03.01.2003) hatte eine Höhe von 10,55 m. Viele
Häuser hatten es schon im Wohnbereich!

Bei der Einzelaufnahme unseres Hauses war
die Mosel schon um einiges gesunken. Die anderen Bilder sind beim Höchststand
gemacht worden.