Abwechslungsreich, März 2007

Der März gestaltete sich äußerst abwechslungsreich. Durch
die warmen Temperaturen war die Blüte
des Weinbergspfirsichs einige Zeit verfrüht zu sehen.


Anfang des Monats trat nach kräftigen Regenfällen die Mosel über
ihr Ufer. Im wahrsten Sinne des Wortes, unsere Adresse, „Moselstraße“. Nun
unter Wasser. Jedoch konnten wir unseren Keller abdichten und er blieb vom
Hochwasser verschont.

Nach dem Rebschnitt wurden die Fruchtruten nach unten
gebogen und festgebunden. Sinn dieser Übung ist, das die Reben gleichmäßig
austreiben und das neue Grün sich
luftig und locker im Spalier festranken kann.

Frühmorgens waren die Spinnennetze noch mit Tau oder Reif
belegt und mittags lief man schon im Sommerhemd durch den Weinberg.

Gegen Ende März gab es sogar noch einen kleinen Schneesturm,
der für kurze Zeit die Landschaft in ein weißes Tuch hüllte.

Mit Kollegen trafen wir uns öfter um den Neuen 2006er
Jahrgang zu probieren und zu beurteilen. Da man ja bekanntlich niemals
ausgelernt hat, ist der nebenher verlaufende Erfahrungsaustausch sehr wichtig.
Bei der diesjährigen Jungweinprobe der Ökowinzer hatten ausnahmslos alle Weine
sehr gut geschmeckt und es fanden fruchtbare Diskussionen statt.

“Beste Badische Bioweine 2007″

Wie in jedem Jahr habe ich mich darüber gefreut, von meinen Kollegen in Baden als Jurymitglied für die Verkostung “Beste Badische Bioweine 2007″ berufen zu sein. Die Verkostung fand in der Alten Wache in Freiburg statt. Aus über 200 Bioweinen galt es die besten zum Sieger zu küren. Die Verkostung war harte Arbeit, aber die Weine haben mir und meinen Mitverkostern sehr gut gefallen. Die Siegerweine werden am 28 April im Freiburger Hotel Colombi bekannt gegeben.

Weitere information gibt es im Webblog der badischen Kollegen: www.ecovin-baden.de

Weinbergsmoped

Da heute so schönes Wetter war, wurde heute mein Weinbergsmoped aus dem Winterschlaf geweckt. Ist direkt angesprungen und hat mich und mein Arbeitsmaterial in den Weinberg geschleppt.

Kurzes Intermezzo

Der Winter kam heute mal grade für eine halbe Stunde zurück. Die Schneeflocken fielen so dicht, das man die andere Moselseite nicht sehen konnte. Also ins Auto geschwungen um die im Weinberg arbeitende Praktikantin abzuholen. Auf halbem Weg kam mir dann ein Schneemann auf dem Fahrrad entgegen, der sich als meine Praktikantin entpuppte. Leider hatte ich die Kamera nicht schußbreit.

Binden

Die nach dem Rebschnitt verbliebenen Fruchtruten der Rebe werden im Drahtrahmen nach unten gebogen und festgebunden. Ein kleines Helferlein, der Beli Rebenbinder, umschlingt die Rute und den Weinbergsdraht mit einem dünnen Draht und verdrillt diesen. Ratzfatz! Mit ein wenig Übung werden die Reben im Sekundentakt befestigt.

Wildschweine

Schreck laß nach. Wühlschäden durch Wildschweine. Die Biester trauen sich immer weiter ins Tal. Zuerst nur am Waldrand zu beobachten und jetzt schon unten am Steilhang. Das hier ist noch harmlos. Im letzten Jahr bin ich mit dem Kettenschlepper in ein große Wühlstelle reingerutscht. Der Laubschneider hatte Kontakt mit einem Rebpfahl bekommen und die Reparatur war alles andere als billig.
Gegenmaßnahmen
http://bildergeschichten.geblogt.org/archives/2-Lieber-im-Backofen-als-im-Weinberg,-Dezember-2006.html
werden natürlich angegangen, beschränken sich aber auf ein Handeln im nachhinein.

Fertig


Heute wurden die letzten Rebstöcke geschnitten. Die zeitaufwendigste Arbeit im Weinberg ist nun geschafft. Was folgt, wird dem gegenüber ein Kinderspiel sein. Als nächstes werden die zwei verbliebenen Fruchtruten nach unten gebogen und am Drahtrahmen befestigt.

Frühlingsgefühle

Seit einigen Tagen hat die Weinbergspfirsichblüte begonnen. So früh war sie noch nie gewesen. Der milde Winter, bzw. die Klimaänderung hinterlassen ihren Tribut. Der Winter ist komplett ausgefallen: Eigentlich ein milder Frühling.

Jungweinprobe

Die heutige Jungweinprobe mit meinen Ökokollegen war sehr gut. Mit dem Kellerwirtschaftlichen Berater Achim Rosch der Agrarverwaltung wurden die Weine kommentiert. Das Qualitätsniveau war weit über dem Durchschnitt und es gab keine qualitativen Ausreißer. Da wird der Verbraucher mit den 2006er Weinen seinen Spaß haben. Die Probe fand im Probenraum unserem Kollegen Markus Boor vom www.kirchengut-wolf.de
statt.

Glück gehabt

Wieder erwarten ist die Mosel stärker angestiegen als gemeldet. Da aber ein Ende abzusehen ist, habe ich den Wasserschacht, aus dem die Mosel kommt, abgedichtet. Eine alte Decke drüber, Eisenplatte drauf und mit einem kleinen Edelstahltank beschwert.

Nun liegen wir ca. 20 cm unter Moselniveau und hoffen, das das Hochwasser zurückgeht.