Das Video zum kleinen Helferlein

26. März 2015

Ich glaube nicht, dass Sie als Leser meines letzten Blogeintrages nun genau wissen, wie denn nun das kleine Helferlein, der Beli Rebenbinder, so richtig funktioniert. Also habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und dieses kleine Video produziert.

Das kleine Helferlein

23. März 2015

2015-03-23 BelibinderDie nach dem Rebschnitt verbliebenen Fruchtruten der Rebe werden momentan im Drahtrahmen nach unten gebogen und am Spalierdraht festgebunden. Ein kleines Helferlein, der Beli Rebenbinder, umschlingt die Rute und den Weinbergsdraht mit einem dünnen Draht und verdrillt diesen. Ratzfatz! Mit ein wenig Übung werden die Reben im Sekundentakt befestigt.

Zweimal das Handgerät schließen und öffnen, währenddessen in einer bestimmten Reihenfolge das Helferlein nach vorne und nach hinten führen, zum Schluß wegziehen. So einfach ist das mit dem Draht um die Rute und den Weinbergsdraht.

Alles Klar? Wenn nicht, hier die Bedienungsanleitung, die wie alle Bedienungsanleitungen andeutungsweise alles erklärt. Ansonsten vorbei kommen, wir haben noch einige Tage zu binden und ich würde dann ein Praxisseminar machen.

Genau passend

19. März 2015

2015-03-17 Packen

Die Weine sind mittlerweile alle abgefüllt und der Verkaufsstart ist erfolgt. Jetzt heißt es packen, packen, packen. Da wir einige Wochen ausverkauft waren, lagen jede Menge Vorbestellungen vor. Auch die ersten Bestellungen aufgrund der Postversandes unserer Weinliste sind mittlerweile abgearbeitet.

Alles genau passend zu den ersten Frühlingstagen mit Frühlingstemperaturen, die Lust machen, das Gläschen Riesling auf der Terasse im Sonnenschein zu genießen.

Würde ich auch gerne, das mit dem Riesling auf der Terasse, aber ich muss ja mit dem Azubi die Weine kommissionieren. Vielleicht klappt es ja kommendes Wochenende: Das erste Glas Riesling in diesem Jahr auf der Terasse bei wärmenden Sonnenstrahlen.

Fast fertig: Abfüllen zwanzigvierzehn

10. März 2015

 2015-03-09 GitterboxEine Flasche nach der anderen wandert nach den Füllen in die Gitterboxpaletten. Die meisten Rieslinge sind gefüllt. Nur noch ein Abfülltag und der komplettte 2014er Jahrgang ist in der Flasche.

2015-03-09 Marita

Während draußen schon warmes Frühlingswetter herrscht, ist es im Weinkeller immer noch sehr kalt. Ideale Abfülltemperaturen.

Aromaschonung ist das Stichwort. Jede Maßnahme am Wein, sei es einfaches umpumpen, filtrieren oder abfüllen,  führt zwangsläufig zu Aroma- und Gärungskohlensäureverlusten.  Um diese Verluste zu minimieren kommt neben dem handwerklichen Geschick auch die winterliche Kälte hinzu.

Daher hieß es heute beim Abfüllen frieren für die bessere Weinqualität und für spritzige Moselrieslinge.

Gegen die Kälte hilft ein wärmendes Pudelmützchen auf dem Kopf und Chefin Marita hat sichtlich Spaß beim Abfüllen und bei den Gesprächen mit dem Azubi oder mit mir.

Tag eins

4. März 2015

2015-03-04 Alex

Tag eins des Abfüllens der 14er Weine. Lief fast perfekt, bis auf die Schrecksekunde heute morgen, als ich den Sterilfilter in Betrieb  nehmen wollte. Das gläserne Schauglas vorm Manometer am Filter war zerbrochen. Weiß der Teufel warum! Natürlich kein Ersatzglas in der Ersatzteilkiste.  Auch der Versuch mittels einer Verschlußkappe ohne Manometer und Schauglas auszukommen, scheiterte am nicht passenden Gewinde. Zuschweißen konnte ich das auch nicht, da keine Edelstahlschweißelektroden vorhanden sind.

Also, als letzte Hoffnung, zu meinem Kollegen gefahren. Ich wusste, dass er nicht zu Hause ist – aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt -  und die Tochter angetroffen. War kurz vor knapp, einige Minuten später wäre sie weg gewesen, und so konnte ich am baugleichen Filter des Kollegen das benötigte Ersatzteil “ausleihen”. Danke Thorsten!

Danach klappte alles bestens. Es lief reibungslos. Heute Nachmittag kam Alex  trinken abfüllen helfen, gegen Feierabend sammelten sich noch einige Nachbarn samt Schwiegervater im Keller, um den jungen Wein zu probieren.

Wie Sie oben sehen: Er, der junge Wein, erfreut des Menschen Herz!

Winterquartier

3. März 2015

2015-02-27 Höhle

Am Wochenende, bei einer Wanderung über den Eifelsteig – übrigens sehr zu empfehlen -, sind wir an den Rother Eis- und Mühlsteinhöhlen vorbei gekommen. Sie sind durch den Abbau von Mühlsteinen entstanden – einem altem Industriezweig. Im offenen Tagebau wurden aus vulkanischen Schlacken Mühlsteine gewonnen. Der ehemals offene Tagebau ist zusammengestürzt, so dass er heute Höhlen bildet. Nur eine Höhle war begehbar, die andere gesperrt.

Und das ist gut so, denn in der gesperrten Höhle überwintern ungestört unsere Düngerproduzenten- das Große Mausohr, eine Fledermausart -, also zumindest etliche von Ihnen. Die Sommerfrische in der Reiler Kirche verbringend, werden diese und andere Höhlen in der Eifel als Winterquartier zum Winterschlaf verwendet.

Vorbereitungen

24. Februar 2015

2015-02-23 Filter

Die Vorbereitungen für das Abfüllen sind fast alle getätigt. Flaschen, Korken und Etiketten sind bestellt und treffen hoffentlich pünktlich ein.

Das gestrige Schneefall kam gerade recht, um einen Tag im Weinkeller zu verbringen. Abfüllmaschine und Weinfilter wurden penibelst gereinigt und auf Funktionstüchtigkeit überprüft. Jetzt nur noch die Gerätschaften am Arbeitsplatz aufbauen, die Weine in die Abfülltanks pumpen und dann kann es losgehen.

Zeitgleich dann die Weinliste schreiben, verschicken und den Shop aktualisieren. Ab dem 14. März können wir wieder liefern!

Aus dem Archiv: Gestern hatte ich das Vorgestern vergessen

16. Februar 2015


Weil es einfach so schön ist! Zeitweise in den Tiefen des Internets verschwunden und nun wieder on! Gedreht im Burger Hahnenschrittchen und in Trarbach.
Der Originalartikel ist hier zu finden.

dunstig

13. Februar 2015

2015-02-12 Nebel2

Morgens ist das Moseltal bei fast frostigen Temperaturen mit Nebel gefüllt. Die Sonne braucht lange, bis dieser verschwunden ist. Aber dann, sobald der letze Dunst verflogen ist, wärmende Sonnenstrahlen, die mich beim Rebschnitt ins Schwitzen bringen. Der Frühling naht, langsam und sicher.

Alle waren da

9. Februar 2015

2015-02-08 WeingläserAlle waren da: Der Oberkellermeister, der Hobbywinzer, der Ökowinzer und ein konventionell arbeitender Kollege nebst Gattinnen, der Azubi, die beiden Endverbraucher und ein Weinbauingenieur. Wie jedes Jahr, die Freunde vom Steffens-Keß Verkosterteam probierten gestern unsere 2014er Rieslinge.

2015-02-08 Verkosterteam

Ich hatte vorher die Weine nach meinem Geschmack in eine qualitative Reihenfolge gestellt. Größtenteils bestätigten meine Freunde meine Einschätzung. Lediglich bei zwei Weinen wurde die qualitative Reihenfolge etwas geändert. Da war ich wohl in diesem Jahr nicht so betriebsblind wie im letzten Jahr, als mein vermeintlich drittbester Wein vom Verkosterteam ganz an den Anfang der Reihenfolge geschoben wurde.

Die Freunde waren mit meinen Weinen zufrieden, ich auch. Das kommende Weinsortiment steht nun fest und ich kann mit den Abfüllplanungen anfangen.