Sieben Meter

4. Februar 2010

 

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Sieben Meter ist der aktuelle Moselpegel. Vier Meter über dem normalen Wasserstand. Heute Morgen war der Parkplatz an der Mosel noch trockenen Fusses erreichbar, jetzt hat das Durchfahrtsverbotschild seine Bedeutung verloren.

Der gestern gefallene Regen beschleunigte bei den warmen Temperaturen die Schneeschmelze in Eifel und Hunsrück. Die Hochwasserprognosen sind bis jetzt günstig. Noch ein leichtes Ansteigen und das wars dann.

Hoffentlich…

Fest im Griff

31. Januar 2010

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Der Winter läßt nicht locker und hat sich festgesetzt.

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Für die nächsten Tage sind zuerst weitere Schneefälle vorhergesagt, dann soll es wärmer werden und reichlich Regen geben, wie die Wetterdienste melden:

 

 “Nach der Wochenmitte werden die Karten dann völlig neu gemischt. Etwas überraschend sind viele Wettermodelle kurzfristig umgeschwenkt und lassen jetzt deutlich milderes Wetter wahrscheinlicher werden….

Dies würde für die Schneedecke in Deutschland ein weitgehendes Ende bedeuten, häufigen Regen und aufgrund der Schneeschmelze potenziell auch Hochwassergefahr mit sich bringen. Die tatsächliche Entwicklung ist äußerst unsicher, zumal eine plötzliche und durchgreifende Milderung in ganz Deutschland nicht ins bisherige Strickmuster der Wetterlagen dieses Winters passt.” 

 

Schneeschmelze in Eifel und Hunsrück mit Regen, es könnte sich ein Hochwasser der Mosel abzeichnen.

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Gut, dass es wärmer wird, damit wir mit dem Rebschnitt fortfahren können. In der Ebene ist es kein Problem im Schnee zu stehen und Reben zu schneiden. In unseren Steilhängen sieht es schon anders aus. Unter dem in der letzten Nacht gefallenen Schnee ist eine dünne Eisdecke, die beim heutigen Fotoshooting dafür sorgte, dass meine Füße und Beine sich schneller bewegten wie der Rest und ich zu Boden ging.

ZIEH-Max

22. Januar 2010

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Der legendäre ZIEH-Max, das erste Motorgerät für den Steillagenwinzer in den Nachkriegsjahrzehnten: Eine tragbare Motorseilwinde zur Bodenbearbeitung.

Zusammengeklappt die Weinbergstreppen hochgeschleppt, das Gerät dann in Zeilenrichtung ausgerichtet (Bild unten links). Das Seil bergauf gezogen, einen dicken Nagel ein Rundstahleisen mit dem 10 kg Hammer in den Boden getrieben und das Seil daran befestigt. Währenddessen versuchte der Mann an der tragbaren Seilwinde den Motor zu starten, was in dieser Schräglage nicht sehr einfach war und das Gerät hangelte sich am Seil den Berg hoch.  Oben abgekommen wurde der ZIEH-Max auseinandergeklappt (Bild oben), das Seil nach unten zum Seilzugbodenbearbeitungsgerät gezogen und der dickste und schwerste Weinbergsarbeiter setzte sich als Ballast auf den Sitz der Seilwinde um sie zu bedienen. Waren nur halbe Hemden (Homo aspargillus) im Weinberg, mußte obiges Rundstahleisen bei jeder Rebzeile neu in den Boden geschlagen  und das Gerät daran befestigt werden.

Der legendäre 4,5 PS Fichtel & Sachs Zweitaktmotor zog mit Leichtigkeit, fast im Standgas, den Seilzugrubber nach oben, bzw. wenn der Maschinist zu leicht war, das ganze Gerät unten.

Vergangene Zeiten, zumindest für mich. In meinen Jungendjahren habe ich noch viel damit gearbeitet. Bis zu vier Mann wurden täglich damit müde gemacht. Mit dem späteren Wegebau, breiten, geraden Rebzeilen und größeren Weinbergen verschwand der ZIEH-Max fast gänzlich.

Aber nur fast gänzlich. Die passende Maschine zum obigen Prospekt habe ich nach der Ernte verkauft. Bei unserem Erntehelfer Michael, Hobbywinzer aus Sachsen,  ist Sie wieder in Betrieb. Ich freue mich darauf, Michael in Frühjahr zu besuchen, nach dem alten  Teil zu schauen und vielleicht noch einmal damit zu arbeiten.

Riesling am Morgen

16. Januar 2010

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“Riesling schmeckt mir besonders gut am Morgen.” so Gérard Depardieu in einem Interview der Zeitschrift “Feinschmecker” wie Nikos-Weinwelten hier berichteten. Der schauspielende Franzose, der schon mehrere Weingüter hat, könnte sich vorstellen, auch in Deutschland aktiv zu werden. Nicht ein ganzes Weingut, ein Weinberg von drei Hektar würden reichen. Ein Angebot ihm beim Weinbergskauf zu unterstützten kam schon von der Moselweinwerbung und die Welt lästerte auch schon darüber.

Da möchte ich Herrn Depardieu gerne unterstützen. Riesling hab ich, zwar etwas mehr als drei Hektar die auf mehrere Weinberge verteilt sind und mein Moselriesling ist sicherlich auch schon zum Frühstück trinkbar. Das Ganze nennt sich zudem noch Weingut.

Lieber Herr Depardieu, wie wäre es,  mich als geländegängigen geländekundigen Partner zu nehmen? Ich wäre sicherlich bereit, mein Weingut für einige Mio. zu verkaufen um anschließend mit einem ordentlichen Geschäftsführergehalt das Weingut zu leiten.

Aber auf der anderen Seite, der Trierische Volksfreund berichtete darüber, etwas Vorsicht ist auch geboten:

“Ein wenig Skepsis angesichts des Depardieu-Wunsches sollte dennoch angebracht sein. In einem Interview bezeichnete er es als große Sehnsucht, “drei Monate lang betrunken zu sein und dann einfach zu explodieren”. Das wäre wohl dann keine gute Weinwerbung…”

Jungwein

15. Januar 2010

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Wir haben dieser Tage unsere jungen Moselrieslinge verkostet. Kellerkalt auf den Tisch und probiert. Wärmer werden gelassen und dann der zweite Durchgang. Den dritten Durchgang am nächsten Tag. Der zutretende Sauerstoff hatte den Wein schon positiv verändert. Einzelne Weine wurden intensiver verkostet.

Diese erste, intensivere Probe machte sehr viel Spaß. Das Ergebniss unserer Arbeit des vergangenen Jahres ist ausnahmslos sehr gut geraten. Noch jung und hefetrüb, aber schon jetzt mit den Reizen nicht geizend. Nicht Mango, Pfirsich oder Marajuca erriechend, nein, ein wahres Potpourri an tropischen Düften entströmte den Probengläsern und konnte mit der Nase wahrgenommen werden. Das Schmecken und das Riechen, was man schon bei der Weinernte den sehr reifen Rieslingtrauben angesehen und erschmeckt hat.

Weinrallye 29: Schweizer Weine und Veltliner Weine

13. Januar 2010

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lamiacucina, der Kochblog, gibt für diese Weinrallye das Thema vor:

“Schweizer Weine werden zumeist in der Schweiz getrunken, lächerliche 1 % der Produktion werden exportiert. Da stellt sich gleich die Frage nach der Verfügbarkeit der Weine. Damit das Rallye nicht daran scheitert, erlaube ich mir, das Territorium der Schweiz (temporär) um das italienische Veltlin zu vergrössern.  Das darf ich, gehörte doch das Veltlin zwischen 1512 und 1797 zu  dem heutigen Graubünden….Die kulturelle Vielfalt der Schweiz lässt sich besonders gut beim Wein ablesen. In 6 Weinregionen werden auf unterschiedlichsten Terroirs auf rund 15′000 ha über 50 verschiedene Rebsorten angebaut.”

Zuerst gegrübelt, dann doch noch im Kühlschrank fündig geworden. Ich glaubte diesen Wein schon längst ausgetrunken zu haben, aber er war noch da. Meine Fremdweinbestände werden mit jeder Weinrallye weniger und ich müßte mal auf Einkaufstour gehen.

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Aus der größten Kooperative, bzw. Genossenschaft, des Wallis, stammt dieser 2008er Wein. 23 % der Walliser, bzw. 10% der Schweizer Weinproduktion werden bei Provins erzeugt. Eine für die Schweiz sehr große Genossenschaft, die jedoch hochgelobt wird: 2008 Kellerei des Jahres, die Önologin Madeleine Gay ist neben weiteren Auszeichnungen auch Winzerin des Jahres 2008 und in der Kellerei zuständig für die Spezialitäten, wie den in meinem Glas befindlichen Wein. Dieser Wein der Gastronomielinie Grand Métral wird unter den Schweizer Rebsortenbezeichnung Heida, verkauft. International als Savagnin blanc bekannt, der mit dem Sauvignon blanc weder verwandt noch identisch ist.

Zum Wein: Sehr sauber vinifiziert, intensive florale Aromen, saftig, für mich als Rieslingtrinker sehr weich und anschmiegsam.  Sehr animierend, ein Schoppen davon kein Problem, aber Gottseidank habe ich auf die Alkoholangabe auf dem Etikett geschaut. Sagenhafte 14 % Alkohol.  Es hätte auch weniger getan. Bis auf den Vermutstropfen des hohen Alkohols ein wunderbarer sehr guter, “glasklarer” Wein.

Für die, die es am Bild nicht erkannt haben : Der Wein ist nicht glasklar, eine leicht opalisierende Trübung ist noch vorhanden. Schlecht filtriert! Sollte eigentlich bei einem Weißwein nicht sein. Trübungen verhindern die optimale Entfaltung der Bouquettstoffe und  falls es Hefen oder Bakterien sein sollten, ist der Wein nicht biologisch stabil. Die Hefen und Bakterien könnten weiter arbeiten und den Wein verderben. Verwunderlich für mich, da 19 Fachleute dort die Trauben zu Wein verarbeiten.

Winterruhe

12. Januar 2010

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Der Winter hat uns fest im Griff. Ausser kleineren Arbeiten im Weingut geht das Leben gemächlich voran. Der Rebschnitt wird wetterbedingt warten müssen. Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen wärmer, damit mit den Weinbergsarbeiten zügig fortgefahren werden kann. Zusätzlich sollen in den nächsten Wochen die jungen Weine filtriert und abgefüllt werden. Viel Arbeit, die durch den langen Winter auf wenige Wochen im Februar und März komprimiert wird.

Fototermin

8. Januar 2010

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Unser Holzfaßkeller ist als Kulisse bei Fotografen sehr beliebt. Bei Weinkunden als Andenken an den Weingutsbesuch, für Profis als Hintergrund für die örtlichen Weinköniginnen oder das karnevalistische Dreigestirn.

Ralf Scholze besuchte mich diese Woche und fotografierte weingefüllte Gläser vor den Holzfässern. Aber nicht das Glas war das Ziel, die Spiegelung des dahinter liegenden Weinfasses im Weinglas sollte eingefangen werden. Ein sehr gutes Beispiel finden sie hier. Interessant war, dass er noch ausschließlich analog, also mit klassischem Diafilm, arbeitet. Nebenbei bekam ich noch einige Fotografiertipps die ich als Amateur sehr gut gebrauchen kann.

Wieder zurück

5. Januar 2010

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Nach dem ersten Wintereinbruch vor Weihnachten gab es bei warmen Temperaturen ausgiebige Niederschläge. Im Moseltal dunstige Nebelschwaden und eine kleine Wolke ausgerechnet über einem unserer Weinberge in der Reiler Goldlay.

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Ein Minihochwasser, ca. 4 Meter über normal, überschwemmte das Reil gegenüberliegende Ufer.

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Mittlerweile ist der Winter ist wieder zurück und es soll es in den nächsten Tagen bitterkalt werden. Zu kalt um in Weinberg mit dem Rebschnitt fortzufahren. Winterschlaf, Reparaturen an Maschinen, nebst deren Pflege, vielleicht noch ein Weiterbildungsangebot der Agrarberatung: Planungen für die nächsten Tage.

Reclamation

4. Januar 2010

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Auf der Suche nach Weinpaketen. Flaschenbruch gibt es ab und zu, vertauschte Paketaufkleber hatten wir auch schon, doch drei komplett verschwundene Auslandspakete hatte ich noch nie.  Also hoffen, das  DHL die Pakete wieder findet, dem Kunden unverzüglich eine Ersatzlieferung senden und um Verständniss bitten.