Da stehen sie rum…

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Da stehen sie rum und wir wissen noch nicht, womit wir sie füllen sollen.
Die Gitterboxen im Flaschenkeller sind alle leer und das Abfüllen der 2007er Rieslinge rückt immer näher. Das große Problem ist, das es im Moment keine Weinflaschen zu kaufen gibt. Eine Produktion der von uns verwendeten 0,75l und 1,0l Schlegelflasche in massongrün ist erst für Ende Januar geplant. Das nach bisherigem Kenntnissstand unser Einkaufspreis um mind. 30 % höher sein wird, ärgert natürlich noch zusätzlich.

Der Winzerblog berichtete schon einmal ausführlich über dieses Problem: Schließung von Glashütten, Verringerung der Lagerkapazitäten, zusätzlicher Reparaturbedarf und somit Stillegung von Glasschmelzen und ein weiterer Konzentrationsprozeß bei den Herstellern. Kollege Bernhard Fiedler empfahl sogar in leere Weinflaschen zu investieren um binnen kürzester Zeit mit den Preiserhöhungen der Glasindustrie satte Renditen einfahren zu können.

Lassen wir uns überraschen. Zur Not können wir ja in Gurkengläser abfüllen…

Bio-Wein-Tausch-Paket

Joachim Ott hatte unlängst zu einer Bio-Wein-Tauschpaket-Aktion aufgerufen. Einige Tage später landete dann ein Paket mit drei Flaschen Wein bei mir. Joachim Ott war mein Tauschpartner und hatte mir aus seinem Weinkeller folgende Weine geschickt: 2005er Grauer Burgunder Spätlese trocken aus dem Weingut Janson Bernhard in der Pfalz, 2004er Cuveé Rosé trocken von Eckhard Weitzel in Ingelheim und vom Weingut Zähringer in Heitersheim in Baden einen 2005er Cabernet Sauvignon/Merlot Barrique trocken.

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Das gestrige Weihnachtsesssen mit Freunden bot die ideale Gelegenheit diese drei Weine und einige weitere zu verkosten. Zu Forelle und Parmaschinken auf Melone harmonisierte der Graue Burgunder excellent. Die kräftige Weinsuppe (Riesling) mit Möhren fand in dem knackigen Cuveé Rosé einen idealen Partner. Beim Hauptgang, Keule vom wilden Schaf (Mufflon) mit Kartoffelgratin, Rotkohl und Bohnen wurde der Rote aus dem Weingut Zähringer gereicht. Ein sehr guter Wein, jedoch noch sehr jung und mit starker Barriquenote, die mit dem Hauptgang nicht harmonisierte. Also wurde kurzfristig auf eine Reiler Goldlay Riesling Spätlese aus eigenen Keller zurückgegriffen.

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Aus den Chateau Valentin gab es zum Mousse au Chocolat einen 94er Süßwein der noch frisch und verspielt wirkte aber mit seiner dezenten Süße das Dessert sehr gut begleitete.

Blogroll

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Neu aufgenommen unserer Blogroll/Linkliste: Iris Rutz-Rudel mit ihrem Weingut Lisson in Südfrankreich. Und weil der Blog mir sehr gut gefällt, einige schöne Bilder der letzten Frosttage. 2007-12-20-reif.jpg
Der Nebel ist an den Reben zu Eis gefroren und hat bizarre Kristalle gebildet.

Mitten in der Nacht…

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Mitten in der Nacht klingelte das Telefon. Wir waren zwar vorgewarnt, aber das Aufstehen war doch schwer. Eisweinernte war angesagt. Die Nacht wurde doch kälter als wir dachten und so halfen wir unserem Kollegen Thorsten die gefrorenen Trauben zu ernten um Eiswein daraus zu keltern.

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Menge und Qualität des Mostes waren sehr zufriedenstellend und wir lassen uns überraschen, wie der 2007er Eiswein wird.

Innenarbeiten

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Kältebedingt können wir keine Aussenarbeiten erledigen und so ist Innenarbeit angesagt. Die Stahlkette unseres Raupenschleppers ist abgenutzt und muß durch eine Neue ersetzt werden. Nun ist schweißen angesagt. Auf die neue Kette werden Stege aufgeschweißt, damit im Steilhang der Grip gewährleistet ist. Praktikantin Kerstin wurde heute morgen ins Elektrodenschweißen eingewiesen und erledigt jetzt die Arbeit alleine. Die Schweißnähte sehen zwar nicht schön aus, aber es hält.

Weinrallye 6: Schaumwein zu Sylvester

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Lars Breidenbach hat zur sechsten Weinrallye eingeladen. Das Thema: Mit welchem Schaumwein wird das Jahr 2008 begrüßt.
Gar nicht so einfach das Thema, wenn ich mir meinen ungefähren Sylvesterablauf anschaue: Mittags fängt der Jahreswechsel mit dem Sylvesterlauf der Lauffreunde Reil an. Nicht, dass ich unter die Läufer gegangen bin, aber der Glühweinstand muß “betreut” werden. Im Anschluß noch gemütliches Zusammensein bei Bier und Würstchen. Und wenn der Winzer das überlebt, wird kurz vor zwölf auf die Reil gegenüberliegende Moselseite gewechselt um das Feuerwerk in Reil und umliegenden Nachbarorten zu bewundern. Natürlich wird dort auch schon Sekt mit Freunden und anderen Feuerwerkzuschauern getrunken, aber das eigentliche Jahr wird erst nach dem Feuerwerk zu Hause im beisein der Familie begrüßt.

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In den letzten Tagen entdeckte in in meiner Schatzkammer noch ein Gefach mit Sektflaschen. Total verschmutzt durch Hochwasserschlamm und die lange Lagerzeit. Mußte natürlich probiert werden!

Der Kork wollte nicht so richtig aus der Flasche, dann doch ein leichtes Zischen. Im Glas nicht mehr so stark moussierend wie ein junger Sekt, die Farbe schon etwas goldiger. Beim anschließendem Verkosten gab es ein AHA-Erlebnisss: Gereift, jedoch noch überaus spritzig, keine Spur von Alterung oder gar Firne. Reife volle Rieslingaromatik und jede Menge Spaßfaktor. Die ultimative Begrüßung für das Neue Jahr!

Nur welcher Jahrgang war es? Nach dem Durchwühlen meiner Aufzeichnungen stellte sich heraus, dass es ein 1994er Riesling-Sekt war. Erstaunlich, das er sich trotz des für einen Sekt sehr hohen Alters in einem so guten Zustand befand.

Aber warum bis Sylvester warten um die nächste Flasche zu öffnen. Weihnachten wäre für die nächste Flasche schon Anlaß genug…

Halali

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Halali
hieß es heute morgen. Als geländegängiger geländekundiger Treiber wurde ich einer Hundemeute zugeteilt, um in den aufgegebenen und stark verbuschten Steillagenweinbergen oberhalb des Pündericher Eisenbahnviadukts die Wildschweine den Jägern vor die Flinte zu treiben. Sosehr die Hunde sich abmühten, es waren nur 4 Wildschweine, die erlegt wurden. Ein etwas mageres Ergebniss bei der hohen Wildschweinpopulation und den vielen Jägern. Die Schweine werden mittlerweile schon im Dorf gesehen und die Schäden in den Weinbergen immer größer.
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Der Hundeführer, dem ich zugeteilt war, hatte eine sehr interessante Waffe dabei: Sauspieß oder Saufeder genannt. Im Mittelalter die Waffe um Wildschweine oder Bären zu jagen. Damals herrschte noch Chancengleichheit zwischen Jäger und Wild. Der Sauspieß dient dem Hundeführer auch heute noch als “Nahkampfwaffe”, um seine Hunde evtl. vor angreifenden Sauen zu retten.

Analyse

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Die ersten Weinanalysen sind die Tage gekommen. Neben den wichtigen Parametern wie Alkohol, Restzucker und Säure wird der Extrakt, das spez. Gewicht und andere chemische Parameter erfasst. Aber eigentlich braucht man die meisten Analysedaten nicht. Aus der Analyse kann man schon gar nicht ersehen, wie der Wein schmeckt. Der Alkohol ist evtl. wichtig als Trunkenheitsfaktor, steht aber später auf dem Weinetikett, beim süßen oder milden Wein wäre die Restsüße noch als Orientierungspunkt wichtig und der Säuregehalt sagt relativ wenig über den Geschmack aus.

Interessanterweise scheinen etliche Weintrinker ausschließlich nach Analysedaten einkaufen zu wollen. Was jedoch noch interessanter ist, dass diese potentiellen Neukunden, die diese Daten anfordern, zu fast 95 Prozent keinen Wein ordern! Ich würde gerne wissen, wie denn die Eckdaten eines Weines aussehen müssen, damit diese Weintrinker eine Probebestellung tätigen.

Wie ich schon öfter berichtet habe: Sehen, riechen und schmecken! Das ist die beste Analysemethode und nur damit kann beurteilt werden ob ein Wein gut oder nicht gut ist.

Bio-Glühwei(h)n-Nacht, Teil 2

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Die Bio-Glühwei(h)n-Nacht, die am Freitag und Samstag in unserem Weingut stattfand, war ein voller Erfolg. Im Keller hatten wir die “Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Keß” in Papierform auf eine Schnur geklammert. Recht spannend, ein ganz anderer Blickwinkel wie beim Computer. Überrascht war ich beim Aufbau, was und wieviel ich innerhalb eines Jahres im Blog geschrieben habe.

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Im Verkaufslager kam bei Rieslingglühwein und Weihnachtsgebäck vorweihnachtliche Stimmung auf. Trotz recht warmen Wetters floss der Glühwein in Strömen. Da alles umsonst war, wurde auf die Spendendose für die Villa Kunterbunt, ein Nachsorgezentrum für chronisch- und schwerstkranke Kinder in Trier, hingewiesen, die anschließend gut gefüllt war.
Noch an Dankeschön an Dirk Burg der uns kurzfristig seinen beamer für unsere Diashow geliehen hatte.